Bunte Vielfalt - Dein Ratgeber für Herbstgemüse und Obst

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Es ist soweit, der Sommer neigt sich dem Ende zu: Die Nächte werden länger, die Außentemperaturen sinken und die Wälder leuchten nur so in gold-gelben Tönen. Der Herbst steht vor der Tür. Allerdings ändert sich mit der wechselnden Jahreszeit nicht nur die Natur, sondern auch das saisonale Nahrungsmittelangebot. Von uns erfährst du welches Herbstgemüse und Obst Deutschland zu bieten hat, was die positiven Effekte von Spinat und Äpfeln sind und warum es sich lohnt saisonales Herbstgemüse einzukaufen. Mit gesunden und leckeren Rezeptideen kannst du perfekt in den Herbst starten!


Saisonkalender - Welches Herbstgemüse und Obst gibt es?

Egal ob eine cremige Kürbissuppe oder krosse Kürbisspalten aus dem Ofen – das orangene Gemüse ist fast jedem bekannt. Allerdings hat der Herbst weitaus mehr an Gemüse und Obst zu bieten, als den klassischen Kürbis. Welche Obst- und Gemüsesorten dazu zählen, siehst du in der folgenden Grafik.

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Herbstgemüse - Regionale Superfoods

Welches Herbstgemüse besonders gesund ist und warum du dieses in deinen Ernährung intergrieren solltest, erfährst du im folgenden Abschnitt.

Spinat

Die grüne Vitaminbombe kommt aus dem Nahen und Mittleren Osten. Spinat besteht zu 91 Prozent aus Wasser und weist somit einen sehr geringen Kohlenhydratgehalt auf. Für eine Low-Carb Ernährung ist er also bestens geeignet. Zudem ist er vollgepackt mit zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Beispielsweise ist der Grünling eine gute Quelle für Beta Carotin, Vitamin K sowie Vitamin C. Spinat galt einige Zeit als “das Gemüse” schlechthin für Eisen.

Allerdings lag hier ein Irrtum vor: Man nahm an, dass 100 g Spinat 35 mg Eisen enthalten. Hierbei handelte es sich um Spinatpulver und nicht um frischen Spinat. Der Eisengehalt von frischem Spinat ist wesentlich geringer und liegt aufgrund seines sehr hohen Wassergehalts bei 4,1 mg pro 100 g. Trotzdem ist er im Vergleich zu anderen Gemüsesorten eine gute Eisenquelle.

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Süßkartoffel

Die orangene Knolle hat ihren Ursprung in Mittel- und  Südamerika. Wie die Kartoffel zählt sie ebenfalls zu den Knollenpflanzen, ist aber nur entfernt mit ihr verwandt. Während die Kartoffel ein Nachtschattengewächs ist, gehört die Süßkartoffel zu den Windengewächsen. Für die Zubereitung der Knolle gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Du kannst sie kochen, im Backofen zu Süßkartoffel-Pommes verarbeiten oder sogar roh als Sticks snacken. Die Schale kann dabei mitgegessen werden, die musst du nicht entfernen. Süßkartoffeln enthalten sehr viel Betacarotin, das vom Körper in das fettlösliche Vitamin A umgewandelt wird, das wichtig für unsere Augen und Haut ist.

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Rezeptideen Herbstgemüse

Du verspürst Hunger auf herbstliche Gerichte? Dann nichts wie ab in die Küche! Hier findest du ein paar unserer Rezeptideen für Süßkartoffel- und Spinat Gerichte. Schwing den Kochlöffel und probier dich durch.

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Obst im Herbst

Du möchtest wissen, warum wir zwei Äpfel am Tag essen sollten und was die Hagebutte so besonders macht? Das verraten wir dir im nächsten Abschnitt!

Hagebutte

Die Hagebutte gehört zur Familie der Rosengewächse. Vor den kleinen Samen, die sich im Inneren befinden, sollte man sich in Acht nehmen. Sie können Juckreiz verursachen oder Allergien auslösen. Sobald die Samen entfernt sind, kann man die Hagebutte auch roh verzehren. Die bekannteste Art und Weise Hagebutten zu essen, ist allerdings der Hagebutten-Tee oder die Hagebutten Marmelade.

Bemerkenswert ist der hohe Vitamin C-Gehalt der kleinen Frucht: Sie besitzt das 60-fache an Vitamin C einer Orange. Vitamin C fördert die Kollagenproduktion, beugt Skorbut vor und sorgt für die Gesundheit der Blutgefäße. Zudem sind Hagebutten reich an Kalzium und Kalium. Da Hagebutten eine entzündungshemmende Wirkung haben können, eignen sie sich auch bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Rheuma.

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Äpfel

„An apple a day keeps the doctor away.” In diesem altbekannten Spruch steckt sogar etwas Wahres: Ein englisches Forschungsteam der University of Reading fand heraus, dass der tägliche Verzehr von Äpfeln den Cholesterinspiegel in Schach hält und das Risiko von Herzerkrankungen verkleinert. Allerdings sollte es laut den Forschern nicht nur ein Apfel sein, sondern zwei. Mehr als 30 Vitamine und Spurenelemente sind in diesem runden Superfood enthalten. Äpfel können unter anderem beim Abnehmen helfen, da sie aufgrund ihres hohen Wassergehalts, der bei ca. 85 Prozent liegt, kaum Kalorien enthalten. Besonders unser Darm freut sich über das bekömmliche Obst, das aus einer Kombination an Ballaststoffen, Polyphenolen und Flavonoiden besteht.

Einige Menschen entfernen die Apfelschale, was allerdings schade ist, denn: Ein Großteil der im Apfel enthaltenen Vitamine befindet sich in der Apfelschale bzw. direkt unter der Schale. Also am besten den Apfel immer gut waschen und anschließend zusammen mit der Schale genießen.

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Süße Rezeptideen im Herbst

Lust auf ein herbstliches Dessert? Hier findest du ein paar unserer Rezepte mit knackigen Äpfeln. Probier dich durch.

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Herbstgemüse - Regional, gesund und gut

Egal ob Wassermelone, Himbeeren oder Banane: Im Supermarkt sind sommers wie winters jegliche Gemüse- und Obstsorten zu finden. Allerdings gibt es einige Gründe, warum es sich lohnt den Einkaufskorb mit regionalem Herbstgemüse und Obst zu füllen.

Zum einen fällt für saisonale Produkte keine Energie für beheizte Gewächshäuser an, da das Herbstgemüse draußen an der frischen Luft wächst. Zum anderen sind keine weiten Transportwege mit dem Schiff oder Flugzeug nötig, wodurch weniger CO2-Emissionen entstehen, was regionales Einkaufen umweltschonender macht. Zudem weißt du beim Kauf regionaler und saisonaler Produkte aus dem Supermarkt oder Bauernhof um die Ecke genau woher das gekaufte Produkt stammt. Zusätzlich enthalten regionale Lebensmittel im Vergleich zu Importware mehr Vital- und Nährstoffe, da sie vor Ort reif geerntet werden.


Weitere Fragen und Antworten

Was genau ist Herbstgemüse?

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei Herbstgemüse um Gemüse, das man im Herbst erntet. Da der Herbst eine relativ kalte Jahreszeit ist, ist das Herbstgemüse bestens gegen die niedrigen Temperaturen gewappnet und besonders kälteverträglich. Das meiste Herbstgemüse wird vor allem für deftige Speisen und rustikale Rezepte verwendet.

Was kann man im Herbst pflanzen?

Es gibt viele Gemüsesorten, die auch bei kälteren Temperaturen wachsen. Einige davon eignen sich besonders gut für ein Hochbeet. Dazu zählen Blumenkohl, Radieschen oder Brokkoli. Für das Gewächshaus eignen sich vor allem Salatsorten, wie z.B. Feldsalat, Kopfsalat oder Endivie. Dort sind sie vor zu viel Kälte, Regen und Wind geschützt. Für das Gartenbeet im Freiland sollte man wirklich nur Gemüsesorten anpflanzen, die Kälte vertragen. Zu diesem Gemüse zählen Grünkohl, Mangold und auch Pastinaken.

Welches Obst und Gemüse gibt es im Herbst?

Im Herbst findet man im Supermarkt oder beim Dorfladen hauptsächlich Salate oder auch Kohlgemüse wie Rote Bete, Grünkohl, Blumenkohl und Brokkoli. Das Obstangebot hält sich zur kalten Jahreszeit eher in Grenzen. Dennoch hat der Herbst Früchte im Angebot, wie Äpfel, Feigen oder Quitte.


Quellen

  1. https://academic.oup.com/ajcn/article/111/2/307/5675325
  2. https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-gemuese
  3. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/obst-fruechte/apfel
  4. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/suesskartoffel
  5. https://www.hagebutte.org/
  6. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/spinat

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