Sekundäre Pflanzenstoffe - Volle Pflanzen Power für deinen Körper

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Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe von Mikronährstoffen. Sie kommen auf natürliche Art ausschließlich in allen Pflanzen wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vor. Im Pflanzenreich dienen sie als Abwehr gegen mikrobielle Angriffe – also gegen Fressfeinde. Außerdem geben die sekundären Pflanzenstoffe den Pflanzen ihre Farbe.

Wofür brauchen wir sekundäre Pflanzenstoffe?

Sekundäre Pflanzenstoffe sind im Gegensatz zu den meisten anderen Nährstoffen nicht nachweislich lebenswichtig für den Menschen. Sie bieten jedoch eine Menge gesundheitliche Vorteile, weshalb sie in keiner gesunden Ernährung fehlen dürfen. Als sekundäre Pflanzenstoffe wird eine Vielzahl von verschiedenen Stoffen beschrieben. Allein schon 5000-8000 kommen in der menschlichen Nahrung vor. Daher widmen wir uns hier den bekanntesten und den großen „Gruppen“.
Sekundäre Pflanzenstoffe werden in verschiedene Gruppen eingeteilt, da sie eine Sammlung vieler Stoffe sind, die chemisch komplett unterschiedlich zusammengesetzt sind. Daher haben sie auch viele unterschiedliche Wirkungen auf den Körper. Manche sind gut, manche sogar giftig. Du möchtest mehr über die einzelnen Gruppen und ihre gesundheitlichen Vorteile erfahren? Klicke dich durch unser Pflanzenstoff Lexikon und finde alles, was zu wissen musst.


Arten von sekundären Pflanzenstoffen

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Wie schon erwähnt sind sekundäre Pflanzenstoffe eine Sammlung extrem unterschiedlicher chemischer Stoffe. Daher werden sie in neun sogenannte Substanzklassen eingeteilt:

SubstanzklasseFunktion / Herkunft
CarotinoideRote und gelbe Farbstoffe in Pflanzen
PhytosterineSenken den Cholisterinspiegel
SaponineBitterstoffe mit anibiotischer Wirkung
GlucosinolateAbwehrstoffe gegen Fraßfeinde oder Pathogene durch Geschmack
PolyphenoleEnthalten in Schalen und dem äußeren bereich der Pflanzen
Protease-InhibitorenKönnen vom Körper selbst gebildet werden zum Entzündungshemmen
MonoterpeneDienen als Aromastoffe z.B. in Form von Menthol in Pfefferminze oder als Limonen im Zitrusöl
PhytoöstrogeneDient als Membranbaustoff und ist ebenfalls cholisterinsenkend
SulfideVor allem Duft- und Aromastoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe Lexikon

Hier findest du detaillierte Informationen zu den einzelnen Gruppen der sekundären Pflanzenstoffe. Erfahre, welche Aufgaben sie haben und wie du das Beste aus ihnen rausholen kannst, damit du dein Ziel schnell erreichst:

  • Carotinoide
  • Phytosterine
  • Saponine
  • Glucosinolate
  • Polyphenole
  • Protease-Inhibitoren
  • Monoterpene
  • Phytoöstrogene
  • Sulfide

Du möchtest mehr über Nährstoffe erfahren? Dann schau dich gerne in unserem Nährstoff Bereich um und gucke dir auch die anderen Mikronährstoffe wie Vitamine, Omega 3 Fettsäuren und Mineralstoffe an.


Pflanzenstoffreiche Ernährung

Sekundäre Pflanzenstoffe werden nur in sehr geringen Mengen vom Körper benötigt und daher wird der Bedarf meist durch eine ausgewogenen Ernährung gedeckt. Hier ein paar Tipps, in welchen Lebensmitteln, du welche Pflanzenstoffe findest. Solange du diese Lebensmittel in deine Ernährung einbaust wirst du immer ausreichend versorgt sein:

  • Carotinoide: Hauptsächlich in roten und gelben Gemüse- und Obstsorten
  • Phytosterine: Fettreiche Lebensmittel wie Nüsse, Kerne und dessen Öle
  • Saponine: Hauptsächlich in Hülsenfrüchten
  • Glucosinolate: Gartenkresse, Kohlrabi, Brokkoli, Rettich, Senf
  • Polyphenole: In ausgewählten Gemüse- und vor allem Getreidesorten wie Weizen und Kaffee
  • Protease-Inhibitoren: Hauptsächlich in Hülsenfrüchten speziell Soja
  • Monoterpene: Obst speziell Aprikosen und Weintrauben
  • Phytoöstrogene: Hauptsächlich in Pflanzensamen und Nüssen
  • Sulfide: In allen möglich Zwiebelarten und Lauch

Wo kommen sekundäre Pflanzenstoffe vor?

Sekundäre Pflanzenstoffe sind Bestandteile von Gemüse, Früchten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten. Welche sekundären Pflanzenstoffe wo vorkommen, erfährst du in der nachfolgenden Tabelle.

NameVorkommen
Carotinoide
  • Hauptsächlich in orangenen, gelben und roten Gemüse- und Fruchtsorten
  • Rote und gelbe Farbstoffe in Pflanzen
  • Überwiegender Anteil als Vorstufe (Provitamin) des Vitamin A bekannt
  • Antioxidativ, stimulieren das Immunsystem, entzündungshemmend
Phytosterine
  • Fettreiche Lebensmittel wie Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenöl
  • Cholesterinsenkende Wirkung: Durch die Aufnahme von Phytosterinen kommt es zu einer verminderten Resorption von Cholesterin im Darm
Saponine
  • Hülsenfrüchte, besonders in Kichererbsen und Sojabohnen
  • Bitterstoffe: in wässriger Lösung schaumbildende Wirkung
  • Antikanzerogen, antibiotisch
Glucosinolate
  • Gartenkresse, Kohlrabi, Brokkoli, Rettich, Senf
  • Sie tragen zu dem typischen Geschmack von Meerrettich, Senf, Kohl und weiteren Gemüsesorten bei
  • Sind hitzelabil und gehen während des Garens zum Großteil verloren (35-60%)
  • Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde oder Pathogene
  • antioxidativ, immunmodulierend
Polyphenole
  • Vor allem im Schalen- und Randbereich von Pflanzen
  • Vor allem im Schalen- und Randbereich von Pflanzen
  • In bestimmten Getreide- und Gemüsesorten enthalten wie Grünkohl, Weizen und Kaffee
  • Antioxidativ
Protease-Inhibitoren
  • Hülsenfrüchte, vor allem Sojabohne und Getreide
  • Hemmen Proteinspaltende Enzyme
  • Werden mit der Nahrung aufgenommen und können vom Körper selbst gebildet werden (z.B. um Entzündungen zu kontrollieren)
Monoterpene
  • Obst wie Orangen, Aprikose, Weintrauben
  • Kann von Pflanzen und einigen Mikroorganismen selbst hergestellt werden
  • Funktion von Aromastoffen z.B. in Form von Menthol in Pfefferminze oder als Limonen im Zitrusöl
  • Von der Industrie zur Aromatisierung von Lebensmitteln eingesetzt
  • Cholesterinsenkend, antikanzerogen
Phytoöstrogene
  • Nüssen und Pflanzensamen wie Sonnenblumenkerne, Sesam und Soja, Hülsenfrüchte
  • Membranbaustoff, Pflanzenhormone die ähnlich wie Cholesterol aufgebaut sind
  • Cholesterinsenkend
Sulfide
  • Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Schnittlauch
  • Duft- und Aromastoffe
  • Antibiotisch, antioxidativ, antithrombotisch, blutdrucksenkend, cholesterinsenkend

Sekundäre Pflanzenstoffe supplementieren

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Ein Mangel an sekundären Pflanzenstoffen ist sehr selten und kommt nur in Ausnahmefällen und in Krankheitsfällen vor. Es besteht also kein Bedarf, diese zu supplementieren, also durch Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. In den oben genannten Ausnahmefällen, wende dich an deinen Hausarzt. Mehr Infos findest du in dem Upfit Supplement Guide.

Dein Bedarf an Sekundären Pflanzenstoffen kann einfach durch eine gesunde Ernährung gedeckt werden.


Häufige Fragen und Antworten

Solange du genügend Obst, Gemüse und Getreide zu dir nimmst, kann da nichts schief gehen. Achte darauf, dass der Hauptteil deiner Ernährung aus pflanzlichen Lebensmitteln besteht.

Ein Mangel an sekundären Pflanzenstoffen ist sehr selten. Sollte doch einer auftreten, kannst du ihn einfach durch ausreichend Obst und Gemüse ausgleichen. Es ist also nicht nötig, diese Stoffe zu supplementieren.

Sekundäre Pflanzenstoffe sind im Gegensatz zu den meisten anderen Nährstoffen nicht nachweislich lebenswichtig für den Menschen. Sie bieten jedoch eine Menge gesundheitliche Vorteile, weshalb sie in keiner gesunden Ernährung fehlen dürfen. Sie haben sehr viele verschiedene Einsatzgebiete und unterstützen die Wirkung anderer Mikronährstoffe.


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