Upfit Podcast #12: Mit den Hahner-Twins - Die Olympionikinnen über ihre Marathon-Karriere und Lektionen des Leistungssports

In Upfit Podcast #12 sprechen wir mit den Hahner Twins. Nicht nur sind sie Upfit-Partner, sondern auch erfolgreiche Marathon-Läuferinnen und Olympionikinnen. Seit 2013 betreiben die beiden leidenschaftlich Leistungssport und unterhalten sich heute mit unserem Host Till über Herausforderungen und Lektionen, die ihnen der Leistungssport gelehrt hat und welche Tipps und Tricks sie auch aufs Privatleben übertragen konnten. Denn Leistungssport erfordert nicht nur viel Training, sondern auch mentale Disziplin, Stärke, die richtige Ernährung und lehrt den Umgang mit Misserfolgen.

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Unsere Gäste: Anna und Lisa Hahner "Hahner Twins"

Hahner Twins

Qualifikationen:

Anna:
Olympionikin (2016)
Crosslauf EM Silber
Deutsche Meisterschaften: 4x Silber,  1x Bronze
Berlin Marathon 2014: beste Deutsche

Lisa:
Olympionikin (2016)
Crosslauf EM Silber
Deutsche Meisterin Marathon 2015
3x Bronze bei Deutschen Meisterschaften
Luxemburg Halbmarathon Siegerin


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Transkript zum Podcast

Intro

Till [00:00:00] Herzlich willkommen zum Podcast von Upfit, deinem Ernährungscoach für die Hosentasche, der gesunde Ernährung leicht macht. 100 Prozent individuelle Ernährungspläne für dein persönliches Ziel per Smartphone-App. Tausende haben bereits ihre Erfolgsgeschichte mit Upfit geschrieben. Auch Top-Athleten und Ernährungsberater vertrauen auf unser Know-how. Warum das so ist, schaust du am besten selbst an unter www.upfit.de. Und jetzt geht es los mit dem Podcast. 

Vorstellung Hahner Twins

Till [00:00:30] Hallo und herzlich willkommen, liebe Upfit Hörer zu einer neuen Folge von unserem Podcast. Ich habe heute zwei absolute Top-Sportlerinnen zu Gast, und zwar die Marathonlaufenden Zwillinge. Die Hahner Twins. Hi, wie geht’s euch? 

Lisa & Anna Hahner [00:00:46] Hallo, sehr gut. 

Till [00:00:48] Sehr schön. Ihr seid ja gerade nicht zusammen, sondern ihr seid in zwei unterschiedlichen Orten. Wir sind hier so per Telefon Live-Schalter zusammen. Wo befindet ihr euch denn gerade? Anna, fängst du an? 

Lisa & Anna Hahner [00:00:59] Ja genau. Also wir sind gedanklich wie immer zusammen und räumlich getrennt. Ich bin am Chiemsee und Lisa ist oben in Berlin. Das heißt es trennen uns mehrere Kilometer sogar 

Till [00:01:12] Okay, aber ihr trainiert normalerweise immer zusammen, oder? 

Lisa & Anna Hahner [00:01:15] Ja, weil wir waren jetzt genau im Dezember. Seit Anfang Dezember bis jetzt erst vor einer Woche quasi durchgehend in Trainingslagern unterwegs, um uns auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele vorzubereiten. Und da waren wir also Tag und Nacht quasi zusammen, jetzt mehrere Monate. Aber so wohnen wir örtlich getrennt. Wobei ich auch häufig in Berlin bin, weil unseren Verein in Berliner ist, das SCC Events pro Team. 

Till [00:01:54] Okay, cool. Also sprich jetzt eine etwas längere Trennung als normal. Aber das kriegt man schon irgendwie hin, via FaceTime und so was wahrscheinlich. Du hast es gerade schon erwähnt. Also ihr seid in der Vorbereitung eigentlich auf die Olympischen Spiele, die sind ja nun verschoben dieses Jahr. Ihr wart auch 2016 schon in Rio dabei. Also alle Damen und Herren da draußen an den Audiogeräten. Wir reden hier von zwei Sportlerinnen, die jeweils unter 2:30 Bestzeit im Marathon haben. Das ist schon ziemlich flux. Das ist wahnsinnig schnell und wird nur von den wenigsten auf diesem Planeten jemals erreicht. Insofern super cool. Und was mich natürlich brennend interessiert ist Ihr ernährt euch ja auch teilweise mit Upfit und ihr seid ja auch ein Partner von uns. Wie läuft das so insgesamt auf so hohem Niveau? Wie sehr muss man da auf seine Ernährung achten? Und wie macht ihr das? 

Die Rolle der Ernährung im Profisport 

Lisa & Anna Hahner [00:02:50] Das Gute ist bei uns als Marathonläufer, dass wir einen hohen Energiebedarf haben. Das heißt, wir müssen eigentlich nicht darauf achten, wie viel wir essen, aber dass wir uns gesund ernähren, weil ja unser Körper ist unser Kapital und wir wollen gesund bleiben, nur dann kann man richtig trainieren. Daher achten wir schon sehr darauf, dass wir alle guten Inhaltsstoffe, Mineralstoffe, Vitamine bekommen. Ja und da merken wir halt wie wichtig die Ernährung ist und was sie halt, nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Wohlbefinden zu tun hat. Und für uns ist es halt quasi Teil des Berufs, dass wir auf unsere Ernährung achten. Und dazu kommt, dass wir eben leidenschaftliche Köchinnen und Bäckerinnen sind und total gern Essen zubereiten und uns aber auch klar ist, dass es halt auch das Privileg ist, als Profisportlerin, dass man sich nicht nur die Zeit nehmen muss, sondern eben auch die Zeit nehmen kann, um das immer frisch zuzubereiten. Und deswegen ist es extrem hilfreich für die Leute, die einen „normalen“ Beruf haben. Wenn die Unterstützung durch einen Ernährungsplan bekommen können, da man eben nicht die Zeit hat, sich viele Gedanken zum Essen zu machen und zu gucken was braucht mein Körper, sondern dass man da quasi ja so eine helfende Hand gereicht bekommt. 

Till [00:04:25] Genau so ein paar Entscheidungsprozesse werden abgenommen. Das ist für die meisten sicherlich auch ganz hilfreich. Man hat ja schon ohnehin so viele Entscheidungen an dem Tag zu treffen und dann eine weniger. Ist auf jeden Fall nicht verkehrt. Habt ihr denn irgendeine bestimmte Ernährungsform für euch oder stellt ihr die Ernährung im Vorfeld von einem Wettkampf um oder macht ihr einfach? 

Lisa & Anna Hahner [00:04:44] Wir machen einfach, hören auf unser Gefühl und trotzdem kann man es in Worte fassen, wie wir uns ernähren, würde ich sagen. Also wir essen kaum Fleisch, also selten und relativ wenige tierische Produkte, weil wir merken, wir bekommen sofort Feedback beim Training und auch beim Schlaf, dass wir schneller regenerieren, weniger Schlaf brauchen, weil die Verdauung halt nicht so viel Energie braucht, wenn wir kein Fleisch essen. Und ja, da kann man schon sagen, dass es zum Wettkampf hin auf jeden Fall deutlich weniger Tierprodukte sind, die wir essen und ansonsten sehr viele Hülsenfrüchte, Nüsse, Gemüse, Obst und möglichst lokal einkaufen. 

Till [00:05:31] Cool. Also schon eine sehr bunte Ernährung mit vielem verschiedenen Obst und Gemüsesorten. Das ist ja auch eine Sache, die wir immer empfehlen. Genügend Gemüse essen ist so der Gesundheitsfaktor Nummer eins und Obst darf auch nicht fehlen auf dem Speiseplan. Und insofern klingt das schon mal ganz gut. Ich finde das sehr interessant, dass ihr das so alles komplett nach Gefühl steuern könnt. Dementsprechend habt ihr auch ein gutes Gefühl dafür, in welchem Gewichtsbereich ihr euch bewegt, weil er beim Marathon muss man ja eher leicht sein, sag ich mal, das ist auf jeden Fall von Vorteil. Und habt ihr da so starke Schwankungen in der Offseason und der Wettkampfsaison, oder? Oder habt ihr da irgendwie so ein Steady State ungefähr? 

Lisa & Anna Hahner [00:06:10] Leichte Schwankungen, also ich würde es vielleicht nicht als Schwankung bezeichnen, sondern das ist halt im Prinzip reguliertes Trainingspensum des Gewichts. Es ist klar, je näher es zum Marathon geht, desto höher ist der Trainingsumfang und desto austrainierter ist man. Und wenn nachdem Marathon, wenn da der Trainingsumfang ein bisschen nachlässt, dann sind so vielleicht zwei Kilo, die man dann mehr draufhat. Und was aber auch gut ist, weil der Körper hat bessere Abwehrkräfte, wenn man eben nicht richtig austrainiert ist. Und deswegen habe ich das Gefühl, dass der Körper sich das dann von alleine sozusagen wieder bisschen Puffer holt. Und dass man halt vielleicht auch direkt vorm Marathon ist, war dann schon ein bisschen konsequenter. Dass man halt darauf achtet, also wir lieben Kuchen, aber dass man dann halt nur ein Stückchen Kuchen isst. Und wenn dann mal keine direkte Marathonvorbereitung ist und man Lust auf Kuchen hat, dann kannst du mal zwei Stückchen Kuchen sein. Also da wird das alles dann bisschen lockerer. 

Till [00:07:30] Ja, das ist ja vielleicht auch ganz richtig so. Aber schon mal für die Konkurrenz an dieser Stelle eine gute Botschaft. Also wenn man euch schlagen möchte im Marathon, dann muss man einfach dafür sorgen, dass sie genug Kuchen bekommt. 

Lisa & Anna Hahner [00:07:43] Ja, das ist die beste Strategie. 

Till [00:07:46] Ich meine, man kann ja alles mal versuchen, schadet ja nicht. Also ihr gibt es ja auch selber weiter euer Wissen wie über Laufseminare und allerlei Dinge. Wie ist das so? Welche Tipps habt ihr, wenn Leute gerade anfangen? Ich meine, ihr seid ja nun wirklich auf einem richtig hohen Level. Und wenn jetzt Leute gerade sagen Okay, ich möchte damit vielleicht mal anfangen mich zu bewegen und irgendwie haben sie sich Joggen oder laufen insgesamt mal ausgeguckt. Habt ihr ein paar gute Tipps für den Anfang? 

Lisa & Anna Hahner [00:08:13] Der Anfang ist eigentlich das Schlüsselwort. Also einfach erst mal loslegen, nicht allzu viele Gedanken machen oder Ausreden finden, warum man noch nicht starten kann, weil laufen kann man glücklicherweise hier in Deutschland eigentlich überall von der Haustür aus, ist nicht immer die schönste Laufstrecke, aber die ersten Laufschritte kann man so auf jeden Fall machen und dann nicht zu viel vornehmen, sondern immer paar Reserven lassen. Und je nachdem wie fit man ist, kann man auch mit eine Minute laufen und eine Minute gehen anfangen, eine Minute laufen, eine Minute gehen. Für Leute, die schon sportlich aktiver sind. Die können auch mit einem lockeren 5 km Lauf starten, aber nicht am Anfang übertreiben, weil so die Freude und der Spaß am Laufen soll immer da bleiben und man muss immer so das Gefühl haben, eigentlich will ich mehr, aber ich mache dann nicht mehr, weil man möchte den Körper ja Stück für Stück heranführen. Und dann, wenn man das zwei, drei Wochen durchgezogen hat, dann kann man auch den Umfang steigern. 

Till [00:09:14] So ähnlich hat das auch der Ralf Bohlmann, den hatte ich zu Gast im Podcast formuliert. Er sagt immer „consistency beats intensity“ und ich würde es auch glasklar unterschreiben. Das gilt auch nicht nur für den Sport, sondern genauso auch für die Ernährung. Also sich langfristig die Ernährung umzustellen ist immer sinnvoller, als eine kurze Crash-Diät zu machen und langfristig regelmäßig Sport zu treiben ist besser als einmal die Woche drei Stunden durch Ballern. Also da hat man am Ende des Tages deutlich mehr von. 

Lisa & Anna Hahner [00:09:48] Ja, das coole ist ja glaube ich auch, dass man halt direkt Feedback vom Körper kriegt, also sowohl beim Training als auch bei der Ernährung. Also, dass der Körper ist ja dazu da, sich zu bewegen. Und auch es ist auch klar, dass Fastfood, Burger für den Körper halt nicht so gut ist wie jetzt irgendwie frisch zubereitete Gemüsepfanne mit Reis beispielsweise. Also, das sagt der Körper einem ja direkt. Also man kriegt das Feedback, man muss halt einfach nur zuhören. 

Till [00:10:23] Ja, definitiv. Und in dem Fall ist es ja häufig so, dass man sich auch an Dinge gewöhnt hat. Und vielleicht ist dann beim ersten Mal so, dass die Ungewohnheit von dem gesunden Essen dazu führt, dass man denkt, irgendwas stimmt hier nicht. Und dann aber quasi, wenn man sich eine Woche lang zwei Wochen lang gesund ernährt, merkt man plötzlich Hoppla, Energielevel ist irgendwie zwei Level höher und plötzlich geht es richtig ab und man, man kann da richtig Gas geben. 

Lisa & Anna Hahner [00:10:47] Ja und der Geschmack ist ja genauso trainierbar wie Laufen. Wir nehmen auch mal gern als Vergleich, wenn wir uns zurückerinnern, das erste Bier hat uns damals auch nicht geschmeckt und mittlerweile trinken wir echt gern alkoholfreies Bier. Bei mir hat sich das jetzt komisch an, aber bei so Sachen wie vielleicht Rote Beete oder Kohlrabi oder Brokkoli. Dranbleiben. Also immer ein bisschen vielleicht mal variieren, dass man die Rote Beete noch ein bisschen vom Lieblingskäse oder ein bisschen Kokosmilch vom Geschmack her leichter oder nicht so intensiv macht. Ja, irgendwann schmeckt das dann, glaube ich, fast jedem. Und es ist auch okay, ein oder zwei oder drei Produkte zu haben, die einem einfach überhaupt nicht schmecken. Dafür ist ja auch der Upfit Plan da, wo man sagen kann, das geht aber gar nicht. 

Till [00:11:41] Genau dafür haben wir das eingebaut. Aber im Endeffekt, stimmt total. Gerade bei so bitteren Lebensmitteln und Chicorée und so was. Da ist es natürlich extrem, dass da manche Leute am Anfang Probleme mit haben, weil sie das überhaupt nicht gewohnt sind. Aber Bitterstoffe sind natürlich auch sehr gesund auf der anderen Seite. Und genau das Gleiche haben wir natürlich bei anderen Lebensmitteln genauso. Sachen, die ungewohnt sind, sind erst mal für viele so ein rotes Tuch und sich daran zu gewöhnen und einfach ein bisschen rein zu grooven, das auf jeden Fall immer eine vernünftige Kiste. Also kann man am Ende glaube ich nur von profitieren. Genau. Ihr wart ja jetzt in der Vorbereitung auf Olympia. Wie hätte denn so euer Plan jetzt ausgesehen für das Jahr, wenn das normal weiter gelaufen wäre? 

Die Karrierepläne der Hahner Twins 

Lisa & Anna Hahner [00:12:28] Ja, also wir sind etwas frühzeitig aus Äthiopien zurückgereist, aus dem Trainingslager eben wegen der aktuellen Situation. Und ursprünglich war geplant, am 26. April den Frühjahrs-Marathon zu laufen und dort eben die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Und wenn das dann alles so nach Plan gelaufen wäre, hätten wir uns dann Ende April für Olympia qualifiziert und dann eher nach einer kurzen, lockeren Trainingsphase, die man nach einem Marathon braucht, dann die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele begonnen. Und die wären dann Ende Juli und hätten dann in Tokio stattgefunden. Und jetzt sind die Olympischen Spiele um ein Jahr nach hinten verlegt, die Frühjahrsmarathons abgesagt und von daher muss halt jetzt ein neu geplant werden. Und ich glaube, es geht nicht nur um Sportler so, sondern da ist fast jeder in diesen Zeiten in der Situation, dass er neu umstrukturieren muss und irgendwie ja sein Leben neu ordnen muss.  

Till [00:13:38] Definitiv. Das betrifft uns leider alle, aber da kommen wir nicht drum rum. Was ich jetzt besonders spannend fand oder an deiner Antwort auch ist, wie viel Raum du im Endeffekt auch mit dieser einen Aussage schon der Regeneration gibst. Weil es gibt ja viele Leute, ich kenne einige, die die laufen, quasi gefühlt in einem Jahr 10 Mal Marathon oder so und hypen das total. Und du sagst,, man muss nach einem Marathon, das ist eine heftige Anstrengung für den Körper. Das ist auch genau das, was ich immer gerne vermittle. Muss man im Körper eine gewisse Pause geben, damit überhaupt eine anständige Regeneration stattfindet und man nicht in irgendwelche Verletzungen, Überlastungsverletzung rein reinkommt. Und insofern ihr hättet dann in diesem Jahr nur zwei Marathons gelaufen, ist es korrekt, wenn alles glattgelaufen ist? 

Lisa & Anna Hahner [00:14:25] Ja, und das ist quasi das normale Marathonpensum. Also es geht nicht darum, quasi die Distanz halt einfach zu laufen. Also das könnten wir mit Sicherheit einmal die Woche machen, wenn wir wollten, sondern es geht ja darum, so schnell wie möglich die 42 Kilometer zurückzulegen. Und da muss der Körper in Regionen laufen, die er halt nicht jede Woche laufen kann. Also zum einen körperlich nicht, aber ich glaub auch vor allem mental, das bisschen mehr noch zu geben. Und diese Peak-Performance darauf bereiten wir uns halt fast ein halbes Jahr vor. Und dann laufen wir das im Frühjahr und daneben im Herbst oder eben bei Olympischen Spielen dann im Spätsommer. Natürlich, dann ist so ein, zwei Wochen, wo es halt locker ist und wir uns hier bewegen und dann beginnt wieder in Trainingsaufbau. Aber wie gesagt, es geht halt nicht darum, einfach nur die 42 Kilometer zu laufen, sondern die halt so schnell zu laufen, wie man sie am besten noch nie vorher gelaufen ist.

Till [00:15:34] Ja, absolut. Sonst kann man ja auch nicht zu den Olympischen Spielen. Also das kann man dann sicherlich knicken, wenn man nicht seine absolute Peak-Performance da bringen kann. Insofern ist natürlich auch sehr, sehr viel Planung vonnöten, wo man sieht, wie frühzeitig dann auch so ein Jahr durchstrukturiert wird und dann natürlich auch mit Eventualitäten. Was, wenn das nicht klappt oder jenes nicht klappt? Und ich glaube, für jedes große Ziel, das man hat, sei es nun wirklich so ein Wettkampf, so was wirklich Überragendes für die Olympischen Spiele oder aber auch ein Ziel, was man für sich persönlich steckt, ist es immer sinnvoll, weit im Voraus zu planen und mögliche Hindernisse, die in den Weg geworfen werden, auch noch mit vorauszuplanen und zu schauen wie könnte ich denn damit umgehen? Das heißt, ich glaube, an dieser Stelle ist Leistungssport auch so ein super Bild für jede Veränderung im Leben. Denn beim Leistungssport, strebt man immer der optimalen Weite, optimalen Zeit, optimalen sonst was entgegen. Und für den Otto Normalverbraucher ist es vielleicht eher, dass man Veränderung an sich selber anstrebt und ein Idealbild im Kopf hat. Aber die meisten sind nicht bereit, so weit vorauszuplanen. Wie sieht es in einem Jahr aus? Die wollen innerhalb von zwei, drei Monaten irgendwas haben und das funktioniert ja in der Regel nicht. Insofern finde ich das ein Top-Bild, um das mal so mitzunehmen und zu beschreiben. Wie sind eure Bestzeiten aktuell beim Marathon? 

Lisa & Anna Hahner [00:16:54] Also ich, Lisa 2:28:39 und Anna zu 2:26:44. 

Till [00:17:00] Okay, das heißt, ihr seid da sehr, sehr tief im Zweierbereich drin. Wie seht ihr so eure Möglichkeiten das noch zu verbessern? Habt ihr schon so Punkte gefunden, wo ihr ansetzen könnt, um euch noch zu steigern? 

Steigerung als Profisportlerin

Lisa & Anna Hahner [00:17:14] Also das hast du quasi schon beantwortet, nämlich Kontinuität. Also das heißt die Trainingsjahre, die man hat und wenn man mal diese Jahre durchgängig trainieren kann. Wir hatten jetzt beide in den letzten Jahren auch ein paar Verletzungen und das ist sozusagen das primäre Ziel, verletzungsfrei zu bleiben, kontinuierlich zu trainieren und dann kommt die neue Bestleistung, eben weil man halt auf so ein großes Fundament an Training zurückgreifen kann. Ja und hinzukommt es ist halt so ein komplexes System ist also aus Ernährung, Training, Regeneration, wozu dann auch Schlaf gehört. Und wie Anna gesagt hat verletzungsfrei bleiben. Es gibt so viele Stellschrauben zu drehen, dass der Weg noch lange ist und das Ende längst nicht erreicht.  

Till [00:18:11] Auf jeden Fall. Es auf jeden Fall immer etwas, was man verbessern kann. Das ist definitiv so und ich glaube ja auch dran bleiben ist dann am Ende des Tages der Trumpf bei der ganzen Sache. Wie lange macht ihr denn das schon eigentlich?  

Karrierestart der Hahner Twins

Lisa & Anna Hahner [00:18:26] Also seit 2002 sind wir den ersten Marathon gelaufen. Und Profisportler sind wir seit 2013. 

Till [00:18:36] Ach krass, das ging ja flott vom ersten Marathon zum Profisport. 

Lisa & Anna Hahner [00:18:39] Ja, aber man muss dazu sagen, wir sind nicht quasi einfach so „Ach lass mal einen Marathon laufen“, sondern sind doch schon aus Cross Europa Meisterschaften gelaufen. Also waren schon als Läuferinnen unterwegs oder beim Europacup 10000 Meter gelaufen und haben dann halt gemerkt okay, Marathon ist das, was uns fasziniert. Das war eher so Profisport, weil wir dann unserem Bachelor-Studium beendet haben und dann gesagt haben Okay, wir werden Sportunternehmerin und Profisportlerin und richten unser gesamtes Leben auf den Sport aus. 

Till [00:19:21] Ja, man merkt, dass es so ein richtiger Auftrag auch ist bei euch. Das ist auch cool. Ihr habt ja auch euren eigenen Hahner Twins Running Club. Was hat es denn damit auf sich?  

Hahner Twins Running Club – Eine eigene Community 

Lisa & Anna Hahner [00:19:32] Ja, die sind genauso Lauf begeistert wie wir, sind sehr schnelle dabei, sind auch Anfänger oder sind ein paar die auch nur ab und zu laufen. Aber das sind Leute, die sich für uns und fürs Laufen begeistern und für alle Themen rund herum. Und die Themen, bedienen wir auch dann gerne. Also es gibt Tutorials zu Mentaltraining, Vorträge zur Ernährung, Meditation, Yoga, Verlosung jeden Monat. Die können uns Fragen stellen ist ein reger Austausch. Und was richtig cool ist, dass es mittlerweile auch eine eigene Community ist, dass die Leute sich unabhängig von uns verabreden und bei Wettkämpfen bilden. Also eine richtig coole Sache. Worauf wir richtig stolz sind, dass wir so einen eigenen Club im Background haben. 

Till [00:20:28] Da habt ihr echt was Cooles angestoßen, kann man echt sagen. Also ich habe jetzt ja auch grade mal auf eurer Homepage gesehen oder bisschen was schon im Vorfeld gesehen, das Anna in dem Fall schon erwähnt hat, das Verletzungen in letzter Zeit oder in den vergangenen Jahren, der Fall waren. Und hier ist ja ein Counter bei euch drauf, da steht Zeit auf Krücken in Stunden. Was war da los? 360 Stunden Krücke?  

Verletzungen im Profisport und Mentalhealth 

Lisa & Anna Hahner [00:20:54] Ja genau. Also das war als ich ein Ermüdungsbruch im Becken hatte und das ist sozusagen noch der Reminder für mich, das wertzuschätzen, eben laufen zu können und verletzungsfrei zu sein, weil das ist das Eigentliche, also das Schlimmste, wenn man nicht das machen kann, was man liebt. Und ja, das zu zeigen, man gewöhnt sich sehr schnell daran, wieder Dinge für selbstverständlich zu nehmen und dabei quasi jeden Tag, wo man läuft und verletzungsfrei ist, das wertzuschätzen und zu wissen Okay, ich mach alles dafür, dass das eben möglichst lange so bleibt. 

Till [00:21:35] Ja, gerade jetzt wegen, während es Corona Shutdowns richtig passende Worte eigentlich auch dazu. Also definitiv alles, was man an positiven Sachen mitnehmen kann aus dem Leben. Gesundheit, die Fähigkeit, ein paar Hobbys auszuführen, sollte man sich immer vor Augen halten. Das ist eine schöne und gute Sache ist. Aber das hat nichts, diese Zeit auf Krücken bei dir, mit den 5 Tagen im Kloster zu tun, oder? Das ist eine andere Geschichte. 

Lisa & Anna Hahner [00:21:59] Nein, das ist nochmal eine andere Geschichte. Und ich glaube, das ist aber auch das ist, was viele jetzt gerade erleben. Zeit für sich selbst zu nehmen und zu reflektieren wo bin ich im Leben, was möchte ich, was sind meine Ziele, was mache ich dafür? In der jetzigen Situation, glaube ich, können das viele auch von zu Hause machen, aber die Welt ist ja quasi runtergefahren oder auf so einem Stromsparmodus würde ich sagen. Und ja, wenn das von außen nicht so angeordnet wird, suche ich die Zeit mir immer selbst, um eben dann auch den Geist zu entschleunigen. Ja, weil eben Leistungssportler, oder auch viele Herausforderungen im Leben halt nur richtig gut funktionieren, wenn man mental topfit ist und auf der Höhe und dafür brennt, was man macht und die große Leidenschaft hat. Und da hilft es immer wieder, sich zu entschleunigen, um dann wieder Vollgas geben zu können. 

Till [00:23:05] Okay, das könnte jetzt der Punkt 1 der Hahner Twins mental Tricks sein. Ab und zu mal runterfahren und ein bisschen sich wieder seine Mitte finden und entschleunigen. Das wäre jetzt auch so meine nächste Frage gewesen. Aus dem Leistungssport auch gerade mit dem Background von man muss sich nach Verletzung wieder zurückkämpfen. Ich glaube, dass das stellen sich viele wesentlich leichter vor als das eigentlich ist, wenn man eine Zeit lang nicht seiner Profession nachgehen kann und dann kommen ja auch Zweifel auf. Komme ich so schnell wieder dahin, wo ich hin möchte? Wie wirkt sich die Verletzung aus? Wie funktioniert das? Danach bin ich voll belastbar und so und ich glaube, da kann man auch so ein paar mentale Strategien anwenden, die man vielleicht gar nicht gewusst hat. Aber vielleicht habt ihr ja auch sonst ein paar Tipps und Kniffe aus dem Leistungssport, wie man fokussiert bleiben kann, auch es mal gerade nicht so läuft. 

Motivation und Fokus im Leistungssport – Tipps und Tricks  

Lisa & Anna Hahner [00:24:06] Ja, definitiv. Also zwei Sachen eigentlich. Eine Sache ist sich Erfolgsgeschichten anzuhören, zu suchen, erzählen zu lassen. Also nicht, wenn Leute auf einen zukommen. Ah ja, wie willst du das jetzt machen? Und ja, ich hatte auch das Problem und es hat so lange gedauert, sondern es gibt halt so viele positive Geschichten, wie Spitzensportler nach einer krassen Verletzung wieder richtig stark zurückgekommen sind und sich da motivieren zu lassen und daran selbst zu glauben und das wirklich zu fühlen und zu spüren. Man wird wieder zurückkommen, der Zeitpunkt weiß man vielleicht noch nicht, aber sich die Zeit nehmen und Geduld haben und demütig zu sein und sich über jeden Fortschritt freuen. Und außerdem, was uns sehr hilft, ist jeden Morgen sich 10 Dinge zu überlegen, wofür man dankbar ist. Also es gibt immer irgendwelchen Grund, wofür man dankbar sein kann, auch wenn es manchmal nicht so läuft oder wenn man eine Verletzung hat. Eine positive Grundeinstellung, wenn es dem Körper und Geist gut geht, dann heilt er auch viel besser. Davon sind wir überzeugt. 

Till [00:25:20] Absolut. Der Placebo-Effekt wurde schon mehrfach nachgewiesen und auch gerade dieses Dankbarkeit-Ding, das wird auch in der Gesundheit Psychologie ist das ein wichtiger Faktor, um das eigene subjektive Wohlbefinden zu steigern. Wenn man das einfach auch von Zeit zu Zeit mal ausdrückt oder sich auch mal bei Leuten bedankt, also darüber nachdenkt hey, wer hat mir da eigentlich geholfen? Und dann wirklich mal aktiv schreibt hey, danke, dass du mir geholfen hast. Sich bewusst machen, dass Leute hinter einem stehen und dabei sind und einen unterstützen. Und da kann man auch viel Energie herausziehen, gerade in schlechten Zeiten. Von daher definitiv guter Tipp sich diese Dankbarkeit Sache mal aufzuschreiben. Vielleicht so ein kleines Tagebuch darüber führen. Da kann man auch ab und zu mal wieder nachlesen, wie war das eigentlich gedacht? Auch mal ganz schön. Ihr wart ja 2016 bei der Olympiade dabei, in Rio. Das war ja bestimmt ein krasses Erlebnis. Wie habt ihr das für euch empfunden? Ich habe gehört, es ist ja nicht so gelaufen, wie ich es gerne gehabt hättet. Oder liege ich da falsch? Ich weiß nicht genau, erzählt mir gerne die Story. 

Lisa & Anna Hahner [00:26:27] Also zum einen war es das größte Ziel, was wir hatten und das wir erreicht haben, eben als Zwilling bei den Olympischen Spielen zu starten. Die Chance super gering, dass man es zu den Olympischen Spielen schafft. Das größte sportliche Event überhaupt auf der Welt. Und dann noch, dass man es eben als Zwillingsschwestern schafft, weil es eben nur drei Startplätze für ganz Deutschland gibt. Und das haben wir geschafft und dann haben wir aber an dem Tag bei dem olympischen Marathon gedacht, da muss an dem Tag halt einfach alles passen, und wenn dann nicht alles passt, das ist halt echt nicht so toll. Weil man vier Jahre darauf hingefiebert hat, trainiert hat, um sich eben zu qualifizieren. Und dann ist eigentlich der olympische Marathon, dass wo man die Früchte einsammelt, also wo man halt was erreicht hat und jetzt den Marathon laufen darf. Und ich habe mich während des Marathons verletzt, Sehnenriss gehabt, im rechten Oberschenkel. Und Lisa, die hat auch im rabenschwarzen Tag erwischt, sodass es für uns beide aus sportlicher Sicht ja nicht so gelaufen ist, wie wir es uns gewünscht haben. Also letztendlich sind wir genau im Mittelfeld angekommen. Ich glaube von 160 Läuferinnen, sind wir 80 und 81 geworden. Aber das war halt nicht das, was wir uns erwünscht oder erhofft hatten, aber gleichzeitig jetzt so rückblickend sind wir trotzdem einfach verdammt stolz darauf, bei den Olympischen Spielen dabei gewesen zu sein. Und das ist halt Sport, dass das halt nicht bis aufs Letzte planbar, sondern wenn es an dem Tag halt nicht läuft, dann ist es halt so und auch ärgerlich, aber das macht es auch so faszinierend. Dass man da eben nicht 10000 Chancen hat. Irgendwie „Ach, da mache ich es morgen nochmal“ oder so, sondern nein, man hat eine Chance und entweder es klappt oder es läuft halt nicht so gut. 

Till [00:28:30] Absolut. Also ich als Leichtathlet bzw. ehemaliger Leichtathlet kenne genau dieses Problem. Also es ist halt wirklich im Vergleich zu anderen Sportarten, wo man über so eine Saison vielleicht Punkte sammelt oder so, das gleicht sich dann aus, ein guter, ein schlechter Tag. Da ist halt so ein Wettkampf im Leichtathletik, entweder „do“ oder „die“ und das kann schon mal passieren. Aber im Endeffekt muss ich auch sagen, ich glaube, da das Positive herauszuziehen, dass ihr das wirklich zu zweit geschafft hat. Zu den Olympischen Spielen und dann auch noch in Rio, was ja ein absolutes Highlight ist, das ist schon eine großartige Leistung und ich glaube, es können auch nicht so viele Leute von sich sagen, dass sie bei den Olympischen Spielen die Hälfte des Teilnehmerfelds hinter sich gelassen haben. Insofern denke ich auch, ihr könnt da auf jeden Fall stolz drauf sein. Und vielleicht kommt ja noch mal die Chance nächstes Jahr in Japan 

Lisa & Anna Hahner [00:29:22] Ja genau das ist das Ziel. 

Olympiaqualifikation und wie sie mit dem Druck umgehen

Till [00:29:26] Wie es sind die Qualifizierungs-Zeiten da? Gibt es immer noch drei Plätze für Marathon oder hat sich das inzwischen geändert? 

Lisa & Anna Hahner [00:29:31] Genau drei Plätze dass es so für jedes Land fix. Die Qualifikationszeit liegt bei 2:29:30, wobei drei deutsche Frauen schon die Zeit gelaufen sind oder schneller. Das heißt wie schnell wir laufen müssen, das zeigt sich dann erst, aber auf jeden Fall schneller als die geforderte Qualifikation. 

Till [00:29:55] Okay, das heißt, da ist auf jeden Fall ein bisschen Druck auf dem Kessel hier, damit das auch klappt. Aber ist ja Gott sei Dank auch noch ein bisschen mehr Zeit. Das ist ja das Schöne an der ganzen Sache. 

Lisa & Anna Hahner [00:30:06] Genau und den Druck sind wir ja gewohnt als Leistungssportler. Also wir können ja immer nur so schnell laufen, wie wir laufen können. Das heißt, wir achten auf uns, trainieren so gut wir können und geben an dem Tag alles. Und dann sieht man am Ende, was dabei rauskommt. Und gleichzeitig ist es toll, die positive Situation für den Frauen Marathon Sport in Deutschland. Also weil ich weiß nicht, wann die letzten, also aus Rio waren es drei Frauen, die dabei waren, wo alle Startplätze besetzt wurden. In London, davor und Peking wurden gar nicht die drei Startplätze besetzt. Also das ist ein absoluter Luxus, dass es gerade so viele Deutsche Marathonläuferinnen sind, also dass Marathon so ein Hype hat und so attraktiv ist für junge Läuferinnen eben auch Marathon zu laufen. Und das ist ja auch ein großes Anliegen von uns, eben den Marathon Sport insgesamt nach vorne zu bringen und zu zeigen hey, Marathon ist cool und Marathon macht Spaß. Ja, deswegen ist es ja richtig, richtig cool, dass es so ein Boom gerade im deutschen Marathonsport gibt. 

Till [00:31:17] Ja, total, auf jeden Fall und ich glaube, das ist auch dieser Sportsgeist, der dann halt wirklich Sportler auch auszeichnet, dass man gar nicht so sehr in Konkurrenz denkt, sondern vielmehr schaut ich gebe mein Bestes und guckt, was ich irgendwie heraushauen kann, aber ich gönne auch jedem anderen seine Leistung zu verbessern und da wirklich neue Erfolge zu erzielen. Das ist glaube ich auch eine insgesamt im Leben eine ganz nette Einstellung, die man so mitbringen kann, die man auch schön aus dem Sport adaptieren kann, dass man nicht so sehr mit Neid und Missgunst anderen zuschaut, sondern wirklich schaut Okay, ich gucke, was ich mache und wie ich aus mir das Beste machen kann und was andere tun, das ist eben die Sache von denen. Und wenn es erfolgreich ist, super freue ich mich für die. Und wenn es nicht erfolgreich ist, dann unterstützt man die vielleicht.  

Lisa & Anna Hahner [00:32:02] Ja, man fühlt ja auch mit. Also weil man ja weiß, wie sich das anfühlt, wenn ein Wettkampf nicht so läuft, wie man es geplant hat. Und gleichzeitig weiß man ja auch, wie viel jeder dafür investiert, wenn er tatsächlich schnell läuft. Also von daher ist man da emotional total dabei und freut sich dann, wenn schnelle Zeiten gelaufen werden. 

Pläne der Hahner Twins für die Zeit nach dem Marathon 

Till [00:32:25] Ja, es ist auch schön so. Das ist auf jeden Fall cool. Habt ihr denn schon, das wird so auch eine Abschlussfrage, gibt es von eurer Seite aus Pläne für die Zeit nach dem Marathon? Habt ihr da schon Ideen? Ich meine habt ihr baut euch ja jetzt gerade schon ein bisschen was auf im Sinne von Unterstützung beim Laufen, aber generell mit Unterstützung in allen möglichen Themen, die so den Sport betreffen. Und ist das auch der Bereich, in dem drin bleiben wollt? Oder habt ihr noch andere Ideen? 

Lisa & Anna Hahner [00:32:53] Ja, auf jeden Fall. 

Till [00:32:58] Das war eindeutig. 

Lisa & Anna Hahner [00:33:01] Also Ernährung ist ein großes Thema bei uns, weil wir Ernährung als wichtig empfinden und es auch was ist, wo man sich aussuchen kann, was so viel Spaß macht und was wir jetzt schon super gerne machen. Wir haben auch schon ein Trainingstagebuch geschrieben und ein Ziel von uns ist eben dann auch mal Bereich Ernährung da aktiver zu werden und irgendwie im Kochbuch mit Anekdoten rund ums Laufen zu schreiben oder zu schreiben, woher die Berichte kommen, die wir uns da ausdenken und eben Vorträge geben wir schon. Und das dann halt weiter ausbauen. Also auf jeden Fall dem Laufbereich bleiben, Lauf oder Gesundheit und Ernährungswelt. 

Outro

Till [00:33:54] Ja schön, auf jeden Fall ein gutes Ziel. Also wir freuen uns ja immer, wenn da mehr Leute auf den Zug aufspringen und andere mitreißen in Richtung Gesundheit. Also von daher coole Sache und ich kann auch allen Zuhörern nur empfehlen, sich wirklich mal alles hereinzuziehen. Auf www.hahnertwins.com und auch eurem Instagram Kanal Hahner Twins auf jeden Fall und das „Time to Run“ Buch sollten sich alle ambitionierten Läufer vielleicht auch mal anschauen. Ich glaube, da könnt ihr nichts falsch mit waren. Ich habe gerade gehört absolute Expertinnen und Top-Leistungssportlerin hier, mit sehr viel Spaß bei der Sache und sehr viel Herzblut. Insofern sollte man sich mal angeschaut haben. Ich danke euch, es war ein sehr schönes Gespräch. Vielen Dank, dass ihr die Zeit gefunden habt, hier beim Podcast mal eure Stimme zu erheben. Und ich würde sagen viel Erfolg auf eurem weiteren Weg Richtung nächstes Jahr Tokio. Dann sage ich jetzt auch noch mal Ciao an alle Zuhörer und Ciao Anna, Ciao Lisa, machts gut, habt einen schönen Tag.

Anmerkung der Redaktion: Der Wortlaut wurde stellenweise angepasst, um Versprecher und andere irrelevante Passagen zu entfernen.

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