Blähbauch - Mehr als nur heiße Luft?

8 Min. Lesezeit · Upfit Redaktion

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Jeder kennt es, doch die wenigstens sprechen darüber: Der Blähbauch. Neben einem Völlegefühl, leiden viele zusätzlich unter Druckschmerz und einem Blähbauch. Was in der Öffentlichkeit unangenehm ist, kann zu einer starken Belastung und somit Einschränkung und Isolation im Alltag führen. Doch wieso sind häufig Frauen betroffen und was steckt genau dahinter?

Wie entsteht ein Blähbauch? Ursachen und Auslöser

Die tägliche Gasproduktion unseres Körpers ist völlig normal. Gase entstehen, durch den Zersetzungsprozess, der von uns aufgenommenen Nahrung durch Bakterien. Schätzungsweise werden so mehr als fünf Liter Gas pro Tag produziert. Ein erhöhtes Aufkommen an Gasen ist daher die Ursache für die Entstehung eines Blähbauches. Aber wieso treten überhaupt vermehrt Gase als normal auf? Es gibt verschiedenste Auslöser, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein können. Doch was steckt nun genauer hinter den tückischen Gasen im Bauch?

Blähende Nahrungsmittel

Eine der bekanntesten und häufig für den Blähbauch dafür verantwortlich gemachten Auslöser sind die blähenden Lebensmittel. Auch hier reagiert jeder Mensch anders. Deshalb solltest du deinen Körper beobachten und gegebenenfalls ein Ernährungstagebuch führen, um den Auslöser zu finden. Es gibt jedoch Nahrungsbestandteile, die besonders häufig zu einem erhöhten Gasaufkommen führen und somit den Blähbauch begünstigen. Mit Nahrungsbestandteilen sind hier Ballaststoffe gemeint. Die sind vor allem in Vollkornprodukten (Brot, Nudeln, Reis) enthalten, sowie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Jetzt bist du womöglich etwas verwirrt, da du dachtest Ballaststoffe seien gut. Da liegst du auch vollkommen richtig! Ballaststoffe sind nach wie vor super und sollten in deinem Speiseplan nicht fehlen. Im folgenden werden dir die wichtigsten Aufgaben der Ballaststoffe kurz erläutert.

Aufgaben Ballaststoffe im Organismus - Kurzgefasst

Ballaststoffe sind gesund, da besteht kein Zweifel. Sie haben positive Wirkungen auf deinen Körper. Sie senken beispielsweise deine Blutfettwerte, wie Cholesterin und wirken sich gut auf deine Darmflora aus. Man unterscheidet zwei Arten von Ballaststoffen, die unterschiedliche Aufgaben in deinem Körper erfüllen.

BallaststoffeLebensmittelnAufgaben im Körper
LöslicheGemüse, Obst, HülsenfrüchteKönnen große Mengen Wasser binden →
Quellen im Magen und Darm auf, sorgen für ein Sättigungsgefühl.
Werden von Darmbakterien zu kurzkettige Fettsäuren und Gasen abgebaut → wirken sich im Dickdarm günstig auf die Darmflora aus. Außerdem binden sie neben Wasser (weicher Stuhl) schädliche Substanzen im Körper, die somit ausgeschieden werden (Beispiel: Überschüssiges Cholesterin → Senkung des Cholesterinspiegels)
UnlöslicheVollkornprodukteSie binden viel weniger Wasser als lösliche und werden von den Darmbakterien kaum abgebaut → erhöhen das Stuhlvolumen und regen die Darmbewegung an

Vor allem die löslichen Ballaststoffe tragen zu einer erhöhten Gasbildung bei, weshalb sie von vielen Mensch nicht gut vertragen werden. Ist dies der Fall, sollte der Verzehr der blähenden Lebensmittel eingeschränkt werden, sofern es nicht auszuhalten ist.

TOP Ballaststoffe Lebensmittel

Süßstoffe/Zuckeraustauschstoffe

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe scheinen ja verlockend, wenn es darum geht Kalorien einzusparen und so dem Zucker zu entkommen. In Lebensmitteln wie Light-Produkten, zuckerfreien Kaugummis und Bonbons sind sie häufig zu finden. Zuckeraustauschstoffe werden unter anderem aus Früchten und Gemüse gewonnen, Süßstoffe oft künstlich hergestellt.
Bei übermäßigem Verzehr, lösen sie häufig einen Blähbauch und Durchfälle aus. Beispiele für Zuckeraustauschstoffe, die in natürlichen Lebensmitteln vorkommen, sind Sorbit und Mannit. Andere, wie Lactit oder Isomaltit, kommen nicht in natürlicher Form vor. Hier eine kleine Übersicht für dich.

ZuckeralkoholChemische BezeichnungNatürliche Herkunft
SorbitSorbitolBirnen, Pflaumen, Äpfel
MannitMannitolFeigen, Pilze, Oliven
OligofructoseFructo-oligo-SaccharideHülsenfrüchte, Weizen, Chicorée, Artischocken, Spargel
InulinAlantstärkeChicorée, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Pastinaken
XylitXylitolBlumenkohl, Pflaumen Erdbeeren, Himbeeren
IsomaltitMaltitolKommt nicht in natürlicher Form vor
ErythritErythritolPilze, Käse, Erdbeeren, Pflaumen, Pistazien
LactitLactitolKommt nicht in natürlicher Form vor

Deshalb kommt es auch häufig durch den Verzehr von sorbit- und mannithaltigen Lebensmitteln zu einem Blähbauch.

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