Upfit Podcast #14: Mit Christian Wenzel von Vegan-Athletes - Immunsystem stärken mit veganer Ernährung

In Upfit Podcast #14 sprechen wir mit Christian Wenzel (Mr. Brokkoli), über seine Firma Vegan-Athletes und einen der erfolgreichsten deutschen Podcasts zum Thema Veganismus. Seit Jahren gilt Christian als Sprachrohr der veganen Bewegung in Deutschland und gibt uns tiefe Einblicke in seinen persönlichen Weg zum Veganismus, erzählt von den hochwertigsten veganen Lebensmitteln und über gesunde Fitnessroutinen, sowie eine vegane Ernährung dein Immunsystem stärken kann.

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Unser Gast: Christian Wenzel

Upfit Podcast Gast Mr.Brokkoli Christian Wenzel

Qualifikationen:

Redner, Autor, Talkgast, Gründer von „digital branding“

Größter Blog für vegane Fitnessernährung in Deutschland: vegan athletes

Thoughtleader für #VeganTransformation

Herausgeber „vegan athletes“ – Magazin (50.000 Zugriffe im Monat)


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Transkript zum Podcast

Intro 

Till [00:00:00] Herzlich willkommen zum Podcast von Upfit, deinem Ernährungscoach für die Hosentasche, der gesunde Ernährung leicht macht. 100 % individuelle Ernährungspläne für dein persönliches Ziel per Smartphone-App. Tausende haben bereits ihre Erfolgsgeschichte mit Upfit geschrieben. Auch Top-Athleten und Ernährungsberater vertrauen auf unser Know-how. Warum das so ist, schaust du am besten selbst an unter www.upfit.de und jetzt geht es los mit dem Podcast. 

Vorstellung Gast: Christian Wenzel

Till [00:00:30] Hallo und herzlich willkommen liebe Upfit Podcast Zuhörer. Ich habe heute einen Gast, auf den ich mich sehr, sehr freue, muss ich sagen. Und zwar ist das Christian Wenzel aka Mister Broccoli aka der Mann, der hinter Vegan-Athletes steht. Und erst mal eine kurze Anekdote dazu, weil im Vorfeld habe ich mit ein paar Leuten darüber geredet, dass ich diesen Podcast mache, mit Christian. Und dann kam so eine Reaktion, die ich ein bisschen komisch fand, so nach dem Motto „Oh, das aber krass, sodass er ein extremer Typ“. Und das fand ich total seltsam, weil ich von Christian viel, viel gelesen habe und viel auch schon gehört habe. Und ich muss sagen, seine Ansichten decken sich zu einem ganz, ganz hohen Prozentsatz mit meinen eigenen. Und ich nehme das überhaupt nicht als extrem wahr und hatte dann so ein bisschen das Gefühl, liegt es vielleicht einfach daran, dass er halt so ein Lautsprecher für das Thema vegan ist? Und da müsste ich dann mal sagen, das finde ich cool, den in meinem Podcast zu haben. Genau wegen diesem Thema. Und deshalb behandeln wir heute das Thema, wie man mit veganer Ernährung das Immunsystem stärken kann. Der Christian ist ein absoluter Fachmann in dem Bereich und wird uns da ein paar coole Dinge sagen können. Ich habe im Vorfeld schon ein bisschen was über das Thema gehört und über die einzelnen Nahrungsmittel, die da eine Rolle spielen. Und deshalb erst mal herzlich willkommen. Christian, wie geht’s dir? 

Christian Wenzel [00:01:47] Ja, mir geht’s hervorragend. Wie gut geht’s dir, Till? 

Till [00:01:51] Überragend, richtig gut. Kriegst du das eigentlich öfter gesagt oder hörst du das öfter, dass es irgendwie extrem ist, was du machst? Denn ich fand das seltsam. 

Christian Wenzel [00:02:03] Ich denke, so hinter der Hand sagen, sagen das viele oder denken viele. Aber direkt gesagt, kriege ich das ganz selten, weil ich natürlich eben auch sehr viele Anhänger habe und viele mich sehr authentisch finden und eben auch gar nicht so dogmatisch. Da ist auch bestimmt ein Unterschied zwischen“ Ah, der ist sehr krass“. Also in dem, dass er sich zum Beispiel strikt vegan ernährt und Dogmatismus, dass eben viele Veganer begleitet, dass sie eben sagen, alles andere ist schlecht, das tue ich eben nicht. Und dementsprechend kriege ich ihn in der Dogmatik Diskussion eher Zuspruch und vegan ziehe ich halt jetzt schon seit fünf oder sechs Jahren ganz strikt durch. Ich bin absolut überzeugt von den Vorteilen, bin aber wie gesagt kein Dogmatiker, der sagt, du musst oder jeder muss 100 % vegan sein. Das ist absolut nicht meine Botschaft. 

Till [00:02:59] Okay, cool, über deinen eigenen Weg sprechen wir später auch noch und du hast es ja auch schon einige Fernsehauftritte bei einigen Sendern. Wahrscheinlich genau wegen dieses Themas. Richtig? 

Christian Wenzel [00:03:10] Ja, also da geht es um Gesundheit generell und wie vegane Ernährung deine Gesundheit auch fördern kann und da fühle ich mich genau zu Hause. Ich ernähre mich nicht vegan, weil es dann den Tieren besser geht, sondern das ist eine logische Schlussfolgerung ist für mich jetzt besser mittlerweile in meinem Bewusstseinszustand einfach fest verankert, dass ich anderen Lebewesen kein Leid zufügen möchte und vor allem nicht körperlich. Von daher kommt es auf dieser Ebene wirklich gar nicht mehr infrage. Und aber ich tu’s natürlich auch, aufgrund der Überzeugung. Ich war selbst seit 7/8 Jahren nicht mehr krank und dementsprechend ist, was das beste Feedback von meinem Körper her, dass das, was ich tue, wohl nicht so verkehrt ist. 

Till [00:03:58] Ja, das klingt erstmal hervorragend. Nicht krank sein, gerade in der jetzigen Zeit. Und da wollen wir direkt mal ansetzen. Wenn du jetzt so eine Liste machen würdest, wo du deine Top 5 Tipps, was man machen sollte, um nicht krank zu werden, um sein Immunsystem zu stärken, wo würdest du da anfangen? Was würdest du sagen, ist der wichtigste Punkt? 

Tipps, um sein Immunsystem zu stärken: Punkt 1 – Mindset

Christian Wenzel [00:04:20] Der wichtigste Punkt ist das Thema Mindset. Also vor allem das, was jetzt gerade aktuell in dieser Corona-Diskussion ist, während wir den Podcast aufnehmen, dass den Menschen und uns wirklich sehr viel Angst gemacht wird. Gehen wir aus, von der Regierung her, von den Medien her, aber auch von solchen institutionellen Sachen wie ein Robert-Koch-Institut, die sich dann tatsächlich hinstellen und sagen „Wir können nichts machen. Es gibt keinen Impfstoff, es gibt noch keine Medikamente. Das Einzige, was du tun kannst, ist zu Hause zu bleiben, Atemschutzmasken zu tragen und meine Hände ständig zu waschen“. Und das ist aus meiner Sicht das Schlimmste. Es gibt genug Studien, die beweisen, wenn du jetzt beispielsweise Menschen an Betablocker gibst und der Betablocker hat Nebenwirkungen, dass du mit der Potenz Schwierigkeiten bekommst, da gibt zum Beispiel eine Studie dazu. Und du sagst den Leuten nichts dazu, dann werden von 100 Leute, zwei Probleme haben. Tust du aber einen ganz kleinen Nebensatz mit Eindrücken und sagst, du kriegst den Betablocker, der wird dir helfen, aber es könnte sein, dass du mit der Potenz bisschen Schwierigkeiten bekommst, dann bekommen das 30. Das heißt, das Thema Mindset und Angst ist der schlimmste Killer und der wird gerade voll gefahren und dementsprechend etwas ganz, ganz wichtig, dass wir uns da gut aufstellen. 

Till [00:05:54] Ich habe auch im Podcast mit Ralf Bohlmann darüber gesprochen, dass es wichtig ist, jetzt in der Situation auch handlungsfähig zu bleiben. Und dazu gehört natürlich auch diese Grundidee, dass ich selbst auch was tun kann. Und natürlich, wir reden hier über einen Virus. Das heißt, unser körpereigenes Abwehrsystem zu stärken, ist natürlich eine ganz, ganz tolle Möglichkeit, um eben selbst was tun zu können und die eigene Selbstwirksamkeit zu erhöhen. In diesem Zusammenhang und nicht in so eine Angst, Paralyse zu verfallen. Und insofern, das ist der erste Punkt natürlich erst mal handlungsfähig bleiben Mindset. Sich einfach auch die eigene Möglichkeit anzupacken, etwas zu tun. Was wäre dann der nächste Schritt? 

Tipps, um sein Immunsystem zu stärken: Punkt 2 – Soziale Kontakte

Christian Wenzel [00:06:34] Also der nächste Schritt sind gesunde soziale Beziehungen. Also auch das, was uns jetzt gerade wieder genommen wird oder noch zusätzlich genommen wird. In Verbindung sein mit anderen Menschen, aber generell mit anderen Lebewesen. Also da zählt auch die Natur dazu. Es wird sehr oft, von Waldfahrten gesprochen. Es wird sehr oft von der Natur gesprochen. Dass wir rausgehen müssen, es wird ja auch von der Sonne gesprochen, dass sie Vitamin D produziert. Also all diese Dinge gehören für mich zu „Social“ dazu und die sind extrem wichtig, weil auch das Thema Vereinsamung oder eben auch gerade so Dogmatiker, die dann mit ihrer extremen Meinung so krass dastehen, dann nützt die gesündeste Ernährung nichts, wenn du alleine ständig am Tisch sitzt, wenn du alleine bist und dir die Hölle heiß machst, wenn du mal irgendwie drei Pommes isst. Da sind die drei Pommes, die du in einer schönen Gemeinschaft isst und wo du Spaß hast, wo du voller Freude bist, wo du draußen bis in der Natur, wo du mit Freunden zusammen bist, tut dir vielleicht sogar gut, wie wenn du jetzt zu Hause einsam sitzt und dir das Ding mit dem schlechten Gewissen reinziehst.

Till [00:07:58] Oder sogar vielleicht gesündere Sachen isst, aber zu Hause und vereinsamt bist. Und ich glaube, da ist es gerade jetzt aktuell wichtig. Aber wir haben ja natürlich ein paar Maßnahmen. Ich glaube, die Wichtigkeit der Maßnahmen, die gerade getroffen werden, gerade für unsere älteren Mitbürger, die sind völlig nachvollziehbar. Nur, es gibt auch andere Mittel und Wege. Man kann a) wie du schon sagst, in die Natur gehen, sich da ein bisschen positive Stimmung holen. Man kann auch einfach normal auf Abstand bleiben, aber trotzdem sozial bleiben. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, auch sogar über Videokonferenzen das Ganze zu regeln. Ich glaube, das Machen inzwischen auch schon viele Leute. Aber eben überhaupt diese Kontakte aufrechtzuerhalten und auch einfach die Freude daran zusammen zu sein. Und selbst wenn man nur am Laptop, Skype oder was offen hat und dann mit den anderen zusammen ist. Das ist trotzdem lustig und das merkt man sofort, dass das die Stimmung hebt und eben auch einen positiven Aspekt mit ins Leben reinbringt. Und da denke ich mal, kann jeder im Rahmen der aktuellen Regeln auch super viele Sachen finden, die er eben machen kann und trotzdem in einem vernünftigen sozialen Umfeld zu bleiben. Okay, zwei Punkte abgearbeitet, what’s next? 

Tipps, um sein Immunsystem zu stärken: Punkt 3 – Bewegung 

Christian Wenzel [00:09:06] Also dritter Punkt ist tatsächlich das ganze Thema rund um Sinn und Bewegung. Ich fasse mal zusammen. Also dass du das tust, wonach du dich sehnst, wo du sagst, das ist genau das, was du machen möchtest, dass du einen positiven Impact hinterlässt und dabei eben geistig und körperlich in Bewegung bleibt. Aus meiner Sicht ist es auch nicht gut, wenn du irgendwie versuchst, die Welt zu retten, aber 24 Stunden hinter deinem Bildschirm sitzt. Also das heißt das Thema zu finden, den Sinn des Lebens und für sich zu sagen, wenn ich im Sterbebett liege, das war ein geiles Leben. Ich habe nicht nur was für mich getan, sondern auch was hinterlassen. Ich denke, dass das noch vor Ernährung und Bewegung kommt. Ich denke das Thema Sinn des Lebens oder seelische Entwicklung spielt eine ganz, ganz wesentliche Rolle in dem Kontext. Und dazu gehört natürlich auch das Arbeiten dazu, dass du nur einen sinnvollen Arbeitsplatz hast, wenn man den Sinn sieht, in dem, was du tust, was du den ganzen Tag lebst. Dann ist es absolut genial. 

Till [00:10:31] Ja, definitiv. Da sind wir so ein bisschen im Bereich der Salutogenese, um das mal kurz im wissenschaftlichen Raum rein zu schmeißen, wo eben dieser Kohärenz sind. Zudem gehört auch einfach das eigene Leben in einen vernünftigen Sinn einordnen zu können. Das ist total wichtig für Menschen, um gesund zu bleiben, geistig gesund zu bleiben und damit eben auch körperlich gesund zu bleiben, bin ich absolut bei dir. Und die nächsten beiden Punkte hast du ja irgendwo schon quasi mit reingeworfen, dann wieder mit rausgenommen. Aber die finde ich auch total wichtig. Bewegung und Ernährung. Und kommen wir in den Bereich, wo die von unseren Hörern heiß erwarteten Ernährungstipps so langsam kommen. Wir können auch mit der Bewegung anfangen. Ich finde Bewegung genauso wichtig. 

Christian Wenzel [00:11:11] Fangen wir, mit der Bewegung an. Ich finde sie fast noch wichtiger. Wir sind gemacht, um uns zu bewegen. Es ist nicht nur, dass wir früher aufstehen und dass wir uns auf die Toilette setzen. Das sind ja alles kleine Bewegungen, wo der Wunderwerk Mensch und der Wunderwerk Körper einfach geniale Arbeit leisten. Und das geht dann bis zum Hochleistungssport. Geht bis zu Bewegung in sozialen Strukturen. Wenn wir jetzt gemeinsam in den Wald gehst oder spazieren gehst oder wie auch immer. Wenn du siehst, wie viel Kinder sich bewegen, wenn wir sie nicht direkt vor den Computer setzen, dann ist das ein ganz, ganz elementarer Bestandteil. Und es gibt auch da habe ich einen ganz großartigen Podcast auf meinem Podcast. Da ist ein Experte aus Hamburg, der sagt,, es ist wahrscheinlich so, dass wir früher zwischen 20 und 40 Tausend Schritte oder Meter, waren es, ich weiß nicht mehr genau, zurückgelegt haben. Also das heißt 20 bis 40 Kilometer am Tag gelaufen sind. Und heute sind es teilweise nicht mal mehr 800 Meter. Das musst du dir reinziehen, und das ganze Lymphsystem, was da dranhängt. Er hat das so toll beschrieben, wie das alles miteinander zusammenhängt, was dann dadurch natürlich auch langfristig für Krankheiten entstehen. Wenn wir auch dauernd chronischen Bewegungsmangel haben, können wir uns gar nicht ausmalen. 

Till [00:12:50] Magst du mal kurz sagen wie dann dein Podcast heißt. Dann können sich die Hörer, das Interview, selbst nochmal anhören.

Christian Wenzel [00:12:58] Genau das ist der Vegan Podcast. So heißt der Podcast generell. Und die Episode ist cerascreen. Das ist der Chef von cerascreen. Die machen individuelle Bluttest für zu Hause und er hat da ganz viele Studien zu den Themen auch gewälzt und hat das dann auch da sehr sinnvoll dargelegt. 

Till [00:13:27] Ja, also es ist ja auch tatsächlich so, dass aktuell davon ausgegangen wird, dass im Jahr 2020 ungefähr 70 % der Gesundheitssystembelastung durch chronisch degenerative Erkrankungen zustande kommt. Und die wiederum hängen massiv mit unserem Bewegungsverhalten zusammen. Also das ist eine klare Botschaft an alle Menschen da draußen. Man muss sich genug bewegen. Da geht es nicht um „dürfen“, sondern das ist nicht „müssen“ aus moralischer Sicht, sondern das ist ein Bedürfnis des Körpers. Das ist etwas, was der tun möchte. Und wir haben uns das teilweise abgewöhnt und verlernt über die langen Zeiten des Sitzens in Schule und so weiter und so fort und durch vielleicht sedentäre Jobs und Hobbys und das wieder in den Körper hineinzubekommen. Die regelmäßige Routine, sich zu bewegen, ist ganz, ganz elementar, um wirklich gesund zu sein und zu bleiben. Also 100 %. Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt. Und dann kommt die Ernährung. 

Tipps, um sein Immunsystem zu stärken: Punkt 4 – Ernährung 

Christian Wenzel [00:14:29] Ja, genau. Also vielleicht ganz kurz dazwischen. Jetzt wo wir das auch so erzählen, wie krass mir bewusst wird, dass genau diese elementaren Bestandteile einer ganzheitlichen Gesundheit im Moment alle gestört werden. Wir brauchen uns jetzt nicht in die Verschwörungstheorie abdriften, aber egal, ob es gewollt ist, bewusst oder nicht, völlig egal. Wir hätten all diese Themen, wo wir wissen, dass sie für unsere Gesundheit wichtig sind, gecuttet. Und dazu gehört jetzt auch der nächste Part der Ernährung, weil wenn wir nicht raus in die Natur gehen oder uns das Geld weggenommen wird, weil wir in Kurzarbeit sein müssen oder weil es vielleicht sogar arbeitslos sind, weil wir weniger verdienen als Selbstständige, als Unternehmer, dann können wir uns auch keine hochwertigen Lebensmittel mehr leisten. Also auch das Thema Ernährung sowie das Thema Bewegung. Wir dürfen nicht mehr raus oder nur noch eingeschränkt über das Thema Social ist komplett unterdrückt. Was hat das für eine krasse unterbewusste Wirkung bitte auf unsere menschliche Seele. Das ist uns Jahrmillionen antrainiert, dass wir miteinander kommunizieren und das wird unterdrückt. Also je mehr ich darüber spreche, desto mehr wird mir bewusst, was für krasse Einschnitte das sind und dass wir uns vielleicht noch gar nicht im Kleinsten darüber bewusst sind, was das langfristig macht. 

Till [00:16:05] Das ist definitiv ein Punkt. Also ich bin auch gespannt, wie das rückblickend in fünf Jahren bewertet wird, inwiefern welche Maßnahmen sinnvoll und logisch waren, das wird man dann sicherlich sehen. Aktuell vertraue ich darauf, dass die Maßnahmen korrekt sind, auch weil ich Leute kenne, die da direkt im Brennpunkt in den Krankenhäusern arbeiten. Und dementsprechend weiß ich schon darüber, dass es nicht einfach ist, sondern ganz im Gegenteil eine sehr schwierige Zeit ist. Aber natürlich die Implikationen, die dann nicht nur wirtschaftlich kommen, sondern auch psychosozial, die sind brutal. Und im Moment geht es glaube ich ganz, ganz stark darum, für uns Vorbereitungen zu treffen dafür, dass falls so was noch mal kommt und Mittel und Lösungen und Wege zu finden, wie wir trotz dieser schwierigen Situation vernünftig miteinander umgehen können und uns unser Leben so normal wie möglich erhalten können. Also das auf jeden Fall eine Herausforderung unserer Zeit gerade. Und ich glaube, man wird auch in 15, 20 und 30 Jahren noch darüber reden, wie das damals gewesen ist und was alles passiert ist, denn das sind auf jeden Fall Herausforderungen, die man so in diesem Jahrhundert noch nicht hatte. Gut, Wirtschaftskrise, aber das ist so eher individuell und sozial hier gerade was passiert.  

Christian Wenzel [00:17:19] Gut, nennen wir es vielleicht, oder sehen wir es vielleicht aus dem Punkt, dass es vielleicht noch mal ein Schuss vorm Bug ist. Also um jetzt eine Gelegenheit zu initiieren, uns tatsächlich noch mal zu ändern. Wenn ich mit vielen Menschen spreche, dann ist es eben so, dass jeder schon sagt „Ja, eigentlich wussten wir, dass wir so eh nicht weitermachen können“. Das heißt jetzt Ernährungstechnisch, sei es jetzt Bewegungstechnisch, Wirtschaftstechnisch, Umwelttechnisch. Also ich bin ja zweifacher Familienvater und habe immer gesagt, ich möchte, dass meine Kinder auch in 30, 40 Jahren noch so eine tolle Natur, so tolles Leben haben wie wir jetzt. Aber wir treten das mit Füßen. Und vielleicht ist das gerade einfach ein Schuss vor dem Bug, um jetzt noch mal auf natürliche Art und Weise ein Umdenken anzuregen. Und das hat es bei mir ja auch getan. Ich bin jetzt, aus der Sicht von denen, die dir das Feedback gegeben haben, noch krasser geworden. Und da können wir jetzt gerne mal zum Thema Ernährung kommen und auch zum Thema Nachhaltigkeit kommen. Das gehört eben auch mit dazu.  

Till [00:18:45] Klar, also ich würde dann in das Thema Ernährung mal gerade einsteigen, erst mal mit dem Immunsystem Thema, weil das ja so ein bisschen gerade für viele interessant ist und dann können wir darüber ein bisschen weiter raus driften. Du hast ja in deinem eigenen Podcast schon sehr, sehr dezidiert beschrieben, welche Lebensmittel in welcher Form hilfreich sind, um letztendlich das Immunsystem zu stärken. Magst du da noch mal einen kurzen Überblick geben?  

Christian Wenzel [00:19:11] Ja, sehr gerne. Letztlich reden wir in Verbindung mit Immunsystemsteigerung sehr von gewissen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, also einfach von den Mikronährstoffe. Die wir sehr stark brauchen, weshalb ich das ganze Thema Hamsterkäufe mit Zellulose aus Klopapier oder Nudeln, völlig kontraproduktiv finde. Weil man damit das System mehr belastet. Das heißt, wir brauchen lebendige Nahrung, wir brauchen die ganzen Vitamine, die brauchen wir sowieso immer und hier natürlich speziell für Immunsystemsteigerung ist gerade Vitamin C und Vitamin D laut viele Studien sehr wichtig. Ja, da komme ich gleich dazu, welche Lebensmittel ich dazu nehmen kann oder welche Maßnahmen, um diese zu steigern. Und daneben sind dann eben Spurenelemente oder Minerale wie beispielsweise Zink sehr wichtig oder Magnesium. 

Till [00:20:20] Ja, absolut. Magnesium kommt so ein bisschen eine Sonderrolle zu, weil es ja so ein bisschen mittelbar auf das Immunsystem eingreift. Es gibt viele Sachen, die sind wirklich unmittelbar stärkend und Magnesium spielt aber auch eine wichtige Rolle. Allerdings so ein bisschen eher um die Ecke rum, aber da kommen wir vielleicht gleich zu.  

Christian Wenzel [00:20:35] Also wie ich es so auffasse, ich bin natürlich kein Wissenschaftler, ich bin auch kein Ernährungswissenschaftler, aber ich kann das wiedergeben, was eben auch verschiedene, sehr hochrangige Leute dann auch sagen und was ja auch schon seit Jahrhunderten mehr oder weniger bekannt ist. Magnesium beispielsweise wird bei sehr vielen Enzymen natürlich auch benötigt, dass die überhaupt funktionieren. Das heißt, bei den enzymatischen Prozessen wissen wir zum Beispiel Verdauung, dass wir gewisse Enzyme benötigen, um dann wiederum gewisse andere Nährstoffe aufzuteilen. Das heißt, wenn wir wissen, dass Magnesium z.B. bei rund 800 von 1000 Enzymen benötigt wird, dann sagst du zurecht es ist ein mittelbares Element, denn sonst würden die Prozesse nicht richtig laufen. Auch da kommt wieder das ganze Thema dazu. Es spielt alles miteinander zusammen und ich bin kein Verfechter, dass ich da jetzt hergehe und sage „jetzt im Moment müssen wir sehr hoch dosiertes, Vitamin C, D und alles Mögliche reinknallen“. Auch das kann dann wieder kontraproduktiv sein, denn der Körper muss da auch immer irgendwo alles wieder ausgleichen. Also alles muss in einer Balance sein. Also ich bin weder jetzt ein Verfechter davon, dass wir jetzt rausgehen und 4000 Nahrungsergänzungsmittel kaufen, die man sich in hoch dosierter Form reingeknallt, weil das meiste wir vielleicht gar nicht verwertet.  

Till [00:21:59] Im besten Fall ist es so, dass man regelmäßig über die Ernährung eben genug von allem bekommt, denn ein mehr als genug braucht man in der Regel nicht. Aber natürlich bei Magnesium. Das war der Punkt, den hat so glaube ich auch selbst schon mal angesprochen. Kommt auch noch hinzu, dass es eben ein Cortisol moderierendes Mineral ist. Insofern alles was gerade im Moment so auch zu Stress und Ängsten führt, steigert natürlich unser Cortisol Output. Das ist so, das Stresshormon und auch da spielt Magnesium eine sehr wichtige Rolle. Und das Cortisol, dieses Stresshormon, das unterdrückt auch ein Stück weit unser Immunsystem. Und insofern, als haben wir ganz viele Sachen, die zusammenspielen. Und am Ende kann man tatsächlich sagen, wir brauchen einfach eine gut ausbalancierte Ernährung mit vielen Nährstoffen, also nährstoffreich ernähren. Und das ist, glaube ich, genau das Gegenteil von Nudeln. Kann man jetzt mal so sagen. Das wäre an dieser Stelle angebracht. Und das ist auch generell angebracht, denn unser Immunsystem ist jetzt nicht so ein Ding, was wir von heute auf morgen mal eben mit einem Powerknopf irgendwie hoch boosten können.  

Christian Wenzel [00:23:04] Ja, um das bisschen konkreter zu machen, da passen z.B. sehr, sehr stark Vitamin C haltige Lebensmittel. Vitamin C wird schon seit Urzeiten, etwas übertrieben, als für eines der wichtigsten Vitamine, gerade fürs Immunsystem benannt. Jeder kennt das Beispiel mit der Zitrone und den Orangen. Wobei es viel, viel wertvollere Sachen gibt, die viel mehr Vitamin C enthalten. 

Till [00:23:33] Da kommen wir zu deinem Künstlernamen.  

Christian Wenzel [00:23:35] Ja, genau Brokkoli. Brokkoli ist eine sehr tolle Sache, die Vitamin C erhält. Generell können wir sagen, das ganze grüne Blattgemüse ist voll mit Vitamin C. Gerade auch im Winter können wir uns davon bedienen, den ganzen Kohlsorten, die hierzulande auch im Winter gedeihen. Das ganze Thema rund um Grünkohl ist ein gutes Vitamin C Quelle, also neben Brokkoli. Aber dann eben auch so Sachen wie Kohlrabi, Rosenkohl und Spinat. Und dann gibt es natürlich auch die anderen Arten von Gemüse, wie beispielsweise Paprika, Beeren, die ich eben auch im Winter zum Beispiel eingefroren zu mir nehmen kann. Oder ich sammle im Sommer oder im Frühjahr dann ziemlich viele Beeren und Friere sie dann selber ein. Vor allem Brombeeren und Johannisbeeren, die gibt es ja in Mengen.

Till [00:24:34] Die gibt es ja auch überall.  

Christian Wenzel [00:24:35] Genau die gibt’s überall. Ich würde da gar nicht mal so sehr immer auch diese ganzen Zitrusfrüchte setzen, weil die sind ja in der Regel immer mehr importiert, sind eben auch sehr, sehr stark gespritzt. Und da kommen wir eben zum anderen Thema, dass wir uns zumindest biologisch ernähren müssen, da es nicht immer so gegeben, dass es dann eben auch Mineralstoff- oder Mikronährstoffreich ist. Biologischer Anbau bedeutet, dass ich mit weniger Dünger und Pestiziden auskomme. Jetzt bin ich bei Pflanzen, heißt aber jetzt nicht unbedingt, dass der Boden auch gut ist. Außer wir gehen jetzt mal von Demeter aus, wo der Boden dann auch immer wieder so ein bisschen brach liegen muss und sich regenerieren kann. Aber Demeter ist ja letztlich auch das höchste Biosiegel und es gibt auch andere Formen von der hochwertigen Ernährung, die jetzt nicht das Biosiegel haben, vielleicht sogar noch hochwertigeren als Bio oder Demeter und Co. Also was ich damit sagen will ist, dass wir darauf achten sollten, dass die Pflanzen, die wir essen, wirklich viele Mikronährstoffe enthalten und dass der Boden, in dem sie gedeihen, eben ein richtig guter Boden ist.  

Till [00:25:50] Ja, definitiv und möglichst wenig Spritzen, möglichst wenig Pestizide und so weiter. Da haben wir definitiv einen Vorteil von. Denn das sind auch Giftstoffe, die wir dann wiederum aus dem Körper wieder rauskriegen müssen.  

Christians Ernährungspyramide 

Christian Wenzel [00:26:06] Ich habe auch schöne Podcast Episode dazu gemacht. Letztlich sind die Pflanzen die eigentlichen Herrscher dieses Planeten, denn ohne die geht gar nichts. Da könnte auch das Fleisch, was wir essen nicht verzehren, weil die Tiere sich wiederum von Pflanzen ernähren. Also, da beißt sich die Katze in den Schwanz. Wir brauchen hochwertige Pflanzen, auch hochwertiges Obst beispielsweise und das sollte die Grundbasis der Ernährung darstellen. Egal ob du dich jetzt vegan, omnivor, carnivor, flexitarisch, vegetarisch oder Low-Carb-High-Fat dich ernährst. Also das heißt Pflanzen, das ganze Thema pures reines Wasser, auch noch ein Riesenthema, wozu wir wirklich einen eigenen Podcast darüber machen könnten. Aber ich nenne es jetzt mal pures, reines Wasser. Also ich gehe gerne mal meine Ernährungspyramide mal durch und dann können wir mal bisschen darüber sprechen. Also ganz unten, die Basis ist pures reines Wasser. Da rede ich jetzt nicht von Wasser aus dem Wasserhahn, sondern am allerbesten aus der Quelle. Auch wenn ich die nicht habe, brauche ich eine Quelle zu Hause in Form von einem guten Wasserfilter. Und dann kommen frische grüne Säfte dazu. Also von grünen Säften, rede ich von zum Beispiel, man geht raus, du holst dir Löwenzahn, Brennnessel, baust ein paar Sprossen selber an, Weizengras, presst es und fertig. Das ist ein Wahnsinn, es gibt nichts Besseres. Also, das heißt es da gerade vielleicht zu verbinden, früh nichts zu essen und den Körper nicht weiter zu belasten, dafür einen grünen Saft zu trinken, die Leber in ihre Reinigung zu unterstützen und zusätzlich alle Nährstoffe, die du brauchst, zu dir zu nehmen. Das ist die Basis. Wenn ich das früh mache, da kann kommen, was will, der Tag ist dann gerettet. Auf der zweiten Ebene kommen Living Foods. Da reden wir von gekeimten Samen, gekeimte Nahrung zum Beispiel gekeimte Buchweizen, da reden wir aber auch von Sprossen von Brokkoli sprossen beispielsweise Sonnenblume sprossen, alles Sachen, die ich mir ganz einfach zu Hause auch auf dem Küchentisch ziehen kann. Die, aber voll sind von Enzymen, die voll sind von Chlorophyll. Und auch das ist natürlich extrem wichtig. Und wenn die wie Sonnenblumensprossen noch in sehr guten Mineralstoffreichen Erde gedeihen, dann ziehe ich auch da wieder die guten Mineralstoffe raus. Oder ich nehme einfach Wildpflanzen wie Brennnessel, die das ganze Jahr über wachsen.  

Till [00:28:43] Um das mal kurz einzuwerfen, das ist jetzt so eine Wichtigkeitspyramide, aber keine Mengenpyramide, oder?  

Christian Wenzel [00:28:52] Ja genau, jetzt kommen wir zur Menge. Jetzt kommt Obst und Gemüse. Jetzt kann ich auch Obst und Gemüse so viel essen, wie ich will, am besten so unverändert wie möglich. Also, wenn ich in die Natur gehe und pflücke einen Apfel vom Baum und esse den sofort. Das ist ja ein Traum. Das ist ja, wie du bist im Paradies. Wenn ich aber jetzt den Apfel zu Apfelmus verarbeite, die Schale wegnehme, ultrahoch erhitze und mit Zucker versetzt, dann habe ich nicht mehr viel von dem Apfel. Das heißt rohes, unbehandeltes Gemüse, sofern das geht. Manches sollte man auch leicht dünsten. Dann kommen Fette, so was wie Kokos, Avocados, Nüsse. Die kannst du dann auch in Maßen konsumieren und dann kommt weiter oben der Rest. Da kannst du, du eben auch Getreide reinziehen, das Obst hereinziehen. Wenn man vom Brot sprechen, da gibt das Essenebrot oder ein gekeimtes Brot, ein Sauerteigbrot. Halt, wo du nicht mehr so viel Gluten und Lektine drin hast, das was die meisten Leute nicht vertragen. Und in meiner persönlichen Ernährungspyramide gibt kommen natürlich keine Milchprodukte oder tierischen Produkte dazu. Die würden aber jetzt natürlich für alle Zuhörer im oberen Bereich der Pyramide da sein, wo du es in einer sehr hohen Qualität in Maßen dann eben auch in die Ernährung gehen kann. Wenn du, wenn du das möchtest. 

Till [00:30:40] Ja, ich denke auch. Also Thema, Qualität und Fleisch, ich glaube, darüber brauchen wir heute gar nicht so sehr zu reden. Ich bin auch absoluter Verfechter davon, dass die Massentierhaltung in der Form, in der sie jetzt existiert oder generell ist, einfach keine vernünftige Lösung für niemanden. Aber unabhängig davon, dass noch mal auf den Punkt gebracht. Wir haben also eine vegane Ernährungspyramide gerade gesehen, wo es um die Wichtigkeit geht. Das heißt, wir jetzt nicht mehr Sprossen essen als Gemüse, sondern ganz im Gegenteil das Gemüse in rauen Mengen. Aber die Sprossen liefern eben superwichtige Vitalstoffe und sind damit so ein bisschen die natürlichen Supplemente aus der Natur. Also wir haben darüber auch schon mal Artikel gebracht, was so lokale Superfoods angeht. Und da kann man extrem viele Mineralien und Vitamine rausziehen, die für unsere Funktionalität unseres Körpers total wichtig sind. Und ganz oben wirst du dann wahrscheinlich auch so dieses Genießer-Food reinschmeißen, wie wenn jetzt jemand sagt Beyond Meat Burger oder sowas. Denn das ist ja an sich auch kein besonders hochwertiges Lebensmittel, aber ab und zu mal ist das vielleicht ganz nett für den Geschmack.  

Christian Wenzel [00:31:54] Also so dieses 80-20-Prinzip. 80 % Beyond Meat Burger, 20 % Sprossen. Nein quatsch, natürlich will ich es umgekehrt sehen. Aber in wir leben auch in der Welt innerhalb der Matrix. Dann möchtest du auch mal was gönnen und möchtest nicht auch gerne auf der nächsten Grillparty irgendwie eine Banane auf dem Grill schmeißen. Obwohl ich es mal gesehen habe, in der Doku das eine 70-jährige alte Veganerin, wollte unbedingt mit ihrer Familie Grillen und hat sich dann eine Banane auf den Grill geschmissen und die anderen haben quasi Weißwürste gegessen. Ich sage mal so, Beyond Meat Burger, da habe ich einen sehr interessanten Artikel auf meinem Blog auch geschrieben. Ich bin überhaupt kein Fan von diesen Sachen. Nur wie du sagst, es ist ein Soul-Food und da sind wir wieder beim Beispiel von Pommes. Wenn ich das mit einem guten Gefühl in einer guten Umgebung in Maßen und einfach dadurch auch andere Bedürfnisse befriedige, dann ist es genau richtig da oben in der Pyramide.  

Till [00:33:10] Ja, super. Und dieser Blog, den du gerade erwähnt hast, ist glaube ich auf vegan-athletes.com, richtig? 

Christian Wenzel [00:33:16] Ganz genau richtig. Die Links zu den Einzelaspekten kann ich dir gerne mal schicken, auch zu der Ernährungspyramide. 

Till [00:33:21] Okay, cool. Und bei Vegan Athletes, da bin ich auch ab und zu mal unterwegs, das war so, auch ein Punkt, wo ich direkt gemerkt habe, da gibt es viele Überschneidungen. Zum Beispiel die Art und Weise, wie du Sport und Training bewertest und welche Tipps du da den Menschen mitgibst. Und da kommen wir gerade mal zu deinem eigenen Weg. Du hast selber schon gesagt, du bist jetzt so seit 5/6 Jahren strikt vegan und du hast ja selber eine Transformation hinter dir. Wie ist es dazu gekommen? Was hast du gemacht?  

Transformation vom Fleischesser zum Vegan Athlete 

Christian Wenzel [00:33:58] Das war tatsächlich damals so, dass ich als kleiner Junge schon gegen Milcheiweiß allergisch war und ich quasi das nie wusste oder meine Eltern das nie rausgefunden haben und keiner wusste, gegen was war der Jungen allergisch. Und habe dann immer weiter gegessen. Ich war absolut der Quark Fanatiker. Als junger Erwachsener oder Teenager. Da habe ich dann Mens Health gelesen und da war dann die typische Titelstory drauf „sechs Wochen zum Sixpack“. Jetzt kannst du dir vorstellen, was du da natürlich den ganzen Tag gegessen hast neben dem Training. 

Till [00:34:44] Also bei den Menschen Health Diäten ist Quark auf jeden Fall Grundnahrungsmittel und am besten in Kombination mit sehr vielen Eiweiß-Supplementen. 

Christian Wenzel [00:35:02] Genau, Quark mit Eiweißpulver am besten und dann noch mit einer Putenkeule. Das beschreibt ganz gut meine Ernährung damals und das hat mir zwar zum Sixpack geholfen, aber auch langfristig meine Haut und meine Allergien verschlechtert. Und dann kam Freeletics. Du kennst die vielleicht auch. Ich habe damals in München gelebt und war einer der ersten Athleten. Heute trainieren nach Freeletics sicher 30 Millionen oder 40 Millionen Athleten weltweit. Und ich war Nummer 70, hab mal mit den Gründern trainiert und ja, und habt ein paar Athleten kennengelernt, der hat sich vegan ernährt zu der Zeit und der war nochmal um Längen besser als ich. Ich hatte schon eine super Transformation, war das schon echt gut und der war noch mal um Längen besser. Und ich habe mich immer gefragt, wie machst du das? Das gibt’s doch nicht. Da habe ich ihn irgendwann mal gefragt, und er meinte,, er ernährt sich vegan. Und dann kamen solche Sachen noch dazu wie BSE und Schweinegrippe zu der Zeit. Und dann habe ich gesagt jetzt ist der Zeitpunkt, ich probiere es einfach mal drei Tage aus. Zumal ich auch an der Fleischtheke rückwärts umgefallen war, als ich mal mich mal nach Biofleisch umgeguckt habe. Ich habe halt immer den ganz normalen Quark für 0,60 € gekauft und jetzt die Pute für 2,50 € oder wie auch immer. Das hat seine Spuren hinterlassen und ich bin dann drei Tage umgestiegen auf vegan und seitdem nie wieder zurück. Also in diesen drei Tagen hat sich schon so viel getan. Das natürlich auch so von null auf Hundert, was halt auch immer sehr gute Effekte mit sich bringt und dass ich dann gesagt habe, das ziehe ich jetzt durch.  

Till [00:37:01] Du hast dich auch körperlich noch mal massiv verändert. Du bist tatsächlich bisher sehr Lean. Man sieht dich meistens bei den Vorträgen nur im T-Shirt rumlaufen, aber es gibt von deiner damaligen Transformation ja noch ein altes YouTube-Video, da kann man das ganz gut mal nachvollziehen, was eigentlich mit dir passiert ist. Durch Training und Ernährung sicherlich natürlich. Und dann noch mal kurz auf den Trainingsaspekt einzugehen. Jetzt sind viele Leute gerade zu Hause und tun sich ein bisschen schwer damit, irgendwie vernünftig zu trainieren. Wir machen da auch schon mal Videos und geben da Hilfestellung. Was würdest du sagen? Was sind deine Top 3-5 Übungen, bei denen du sagen würdest, das sollte man auf jeden Fall immer machen können?  

Top Fitnessübungen, um im Lockdown fit zu bleiben

Christian Wenzel [00:37:48] Ja, das sind natürlich die klassisch Grundübungen. Du kennst sie ja auch, wie Liegestütze. Das sind halt sehr, sehr einfache Übungen, die du auch auf den Knien machen kannst. Wenn du sie nicht sofort gleich normal ausführen kannst, dann sind diese klassischen Sachen wie Kniebeugen oder einfach mal aufstehen kannst von einem Bürostuhl und dann mal zwei Minuten Kniebeugen machst. Dann natürlich, wenn du eine Stange zu Hause hast oder irgendwie mal rauskommen, in den Wald gehst, irgendwas mit Klimmzügen, gerne auch mit hochspringen, falls nicht direkt schaffst. Das sind eben diese Ganzkörperübungen, die extrem gut sind oder auch Burpees.  

Till [00:38:44] Surfer machen die auch gerne.  

Christian Wenzel [00:38:46] Genau. Also das ist der absolute Killer. Verbraucht einen Haufen Kalorien, du hast bestimmt 70 – 90 % deiner Muskulatur in einer Übung. Und aktuell gehe ich tatsächlich jeden Tag in Wald, gehe entweder Joggen oder Radfahren und im Wald habe ich immer so Baumstämme und andere Sachen zurechtgelegt. Und dann mache ich Bizeps Curls, ich mache Liegestütze, ich machen Schulterpresse, ich mache wie so Strong-Men-Übungen mit schwerem Gerät und so weiter. Das kannst du auch super gut im Wald machen. Gewichtstraining und. Ausdauertraining kombinieren.  

Till [00:39:31] Ja und da gibt es auch das Equipment for free. Also ich würde dir zustimmen, dass es immer eine sinnvolle Sache ist, zu Hause eine Art von entweder eine Klimmzugstange oder sowas zu haben, um vor allem auch die Zugübungen machen zu können, denn ansonsten trainiert man in der Regel immer nur in der frontal Ebene und das ist für die Haltung nicht optimal. Also Zugübungen sollten mit dabei sein, also Klimmzüge, Ruderzüge oder sonst was. Und das kann man auch im Wald wunderbar machen. Da kann man auch super kombinieren mit Laufen gehen, wenn man da ein paar Tipps sich abholen will. Bei den Natural Athletes, gibt es glaube ich auch ein paar ganz gute Videos darüber, wie man den Wald für sich so utilisieren kann. Und da geht es auf jeden Fall einiges zu tun. Inspiration suchen und machen. Ich würde sagen, der erste Schritt ist einfach erstmal tun. Das gilt für ganz vieles. Ernährung, Training, alles in Angriff nehmen und loslegen. Ja, cool. Christian, was haben wir denn noch an Themen, was wir noch besprechen können? Ich würde einmal ganz kurz auf die 3-6-9 Leber Reinigung. Das will ich als Abschluss nehmen, das ist ja auch Gesundheitsrelevant. Und das ist eine Sache, die du gerade selbst zu Hause gemacht hast. Leberprobleme, um das mal kurz zusammenzufassen, das betrifft uns alle, denn die Leber ist ein Entgiftungsorgan. Gerade wenn man in der Stadt lebt, ist man viel mit Umweltgiften konfrontiert. Aber auch bei Übergewicht, da leidet die Leber, die verfettet. Die Leber so ein bisschen zu supporten ist grundsätzlich schon mal ganz gut. Und diese 3-6-9 Leberreinigung ist eben eine Methode, die genau das verspricht, was verbirgt sich dahinter?  

Die 3-6-9 Leberreinigung 

Christian Wenzel [00:41:13] Also den 3-6-9 Leberreinigung hat das Medical Medium Anthony William ins Leben gerufen. Das ist keine Erfindung von mir und Anthony William ist gerade in den USA ein sehr gefeierter Star. Der sehr viel auch prominenten Menschen wie Qwyneth Paltrow oder Sylvester Stallone gearbeitet hat. Die schwören auf seinen Selleriesaft, den er propagiert. Der hat also fünf New-York-Time Bestseller geschrieben, alle zum Thema Ernährung und Gesundheit. Und er hat quasi diese 3-6-9 Leberreinigungen erfunden. Es sind also neun Tage, in denen, du dich so optimal ernährst, dass du die Leber so gut es geht entlastet und unterstützt. Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan und dementsprechend gibt es dort dann eben auch Lebensmittel, die Leber schädigen oder die es der Leber schwer machen, ihren Job zu tun. Und es gibt Lebensmittel, die der Leber natürlich ermöglichen sehr effizient und gut ihre Arbeit zu tun. Und du fängst die ersten 3 Tage an, mit so einer Vorbereitungsphase, lässt die tierischen Produkte weg, weil die meisten tierischen Produkte eben auch nicht optimal für die Leber sind und natürlich auch Alkohol weg und diese ganzen Drogen weg.  

Till [00:42:38] Der Alkohol für die Leber, das sollte jedem klar sein. Ansonsten aber für alle Alkohol ist schlecht für die Leber.  

Christian Wenzel [00:42:46] Ansonsten kann ich mich noch ganz gut ernähren. Die nächsten 3 Tage, da isst du dann sehr viele Lebersupportete Lebensmittel. Also natürlich sehr viel Obst, sehr viel Gemüse mit drin und auch solche Leberfördernden Sachen wie Spargel und Rosenkohl und Datteln und Äpfel. Da sind sehr, sehr viele genaue Lebensmittel aufgelistet, die halt sehr stark Leberfördernd sind und die gleichzeitig auch entgiftend sind, aber deinen Körper eben auch sehr viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente geben. Und das natürlich ein Riesenunterschied zum normalen Fasten, wo du deinem Körper gar nichts gibst. Und dass er sich dadurch reinigt, das geht mit Sicherheit auch für eine Zeit. Die 3-6-9 Leberreinigung ist halt eine sanftere Methode. Und dann die letzten drei Tage hältst du dich strikt an die 23. Ernährungsweise und am letzten Tag macht es eigentlich nur einen Saftfastentag. Das heißt, dann nimmst du auch nichts an Essen oder Fetten zu dir, sondern du trinkst nur grüne Säfte, Gurkenwasser, Tee und solche Sachen. Einfach alles, was noch mal in den Endspurt gibt und dass du das ganze komplette Gift raus spülen kann. Dass die Leber nicht mit der ganzen Verdauung konfrontiert wird, denn letztlich unterbricht die Leber wohl auch sehr stark die Entgiftung, wenn du was isst, weil dadurch muss natürlich der Organismus wieder arbeiten. Als allerletztes Mal wichtig, die Ernährung zu verdauen und die Entgiftung wird gestoppt. Das kannst du dir also vorstellen, wenn du als jetzt und Straßenreiniger hast und der reinigt jetzt gerade die Straße, gibt’s ihm mal was zu essen, dann kann er nicht gleichzeitig reinigen. Und so kann man sich das vorstellen. Es ist eine tolle Methode einfach mal neun Tage lang, ohne jetzt groß auf was zu verzichten und ohne irgendwelche Hungerphasen sich was Gutes für den Körper und Leber zu tun. 

Till [00:45:03] Ja, absolut. Die Leber, die man ein bisschen durchzupusten, das schadet auf jeden Fall gar keinem. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten, das zu tun. Ich fand diese Methode jetzt recht spannend, weil die im Vergleich gerade, wie du schon sagtest, es zum Fasten beispielsweise wesentlich weniger geistige Anstrengung erfordert, aber eben auch so ein bisschen aktiver rüberkommt. So, dieses Fasten ist ja gefühlt eine sehr passive Methode. Wir fahren alles runter und gucken, dass sich das Ding selbst regeneriert und da helfen wir so ein bisschen aktiv und haben so eine sehr kurze, Phase Saftkur hintendran. Viele machen inzwischen Saftkuren. Das ist auch gerade total am Trend, wo ich auch so ein bisschen zwiegespalten bin darüber, ob das so sinnvoll ist. Also kann man darüber diskutieren. Es gibt auch noch die Möglichkeit, beispielsweise eine Grüne Woche zu machen. Da nimmt man eine Woche lang nur grünes Gemüse zu sich, enthält sehr viel Chlorophyll, ist damit auch sehr sinnvoll. Für die Leber ist auch eine Möglichkeit, das Ganze zu tun. Das müsstet ihr im Vorfeld aber bitte noch mal euch anschauen, wie das genau funktioniert. Denn auch da gibt es gewisse Regeln für. Ist auch eine spannende Kiste. Und insgesamt an diesem Thema finde ich halt, dass die Leber mal ein bisschen Fokus gerückt wird als Entgiftungsorgan, das man auf jeden Fall auch mal so ein, zweimal im Jahr ein bisschen genauer betrachten sollte. Okay, Christian, das war echt spannend. Viele interessante Themen haben wir hier abgearbeitet. Danke dir erst mal für deine Zeit. Und ja, schön, dass du hier gewesen bist.  

Outro 

Christian Wenzel [00:46:32] Hat mich auch gefreut und da bleibt mir nicht mehr zu sagen, wie es ist. „Stay healthy, stay vegan, eat your broccoli“. Lass es dir gut gehen, stärke dein Immunsystem. Und Upfit habe ich selbst schon ausprobiert und bin auch begeistert. 

Till [00:46:53] Das freut mich. Okay, cool, dann dir noch einen schönen Tag an alle Hörer da draußen, auch einen schönen Tag. Und ja, Brokkoli auf jeden Fall mit in den Speiseplan integrieren. Wir hören uns beim nächsten Mal zum nächsten Podcast und ich verabschiede mich auch.  

Anmerkung der Redaktion: Der Wortlaut wurde stellenweise angepasst, um Versprecher und andere irrelevante Passagen zu entfernen.

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