Upfit Podcast #15: Mit Profifussballerin Isabelle Linden über ihre Karriere, die richtige Sixpack Ernährung und ein positives Mindset

In Upfit Podcast #15 haben wir Fussball Bundesliga Spielerin Isabelle Linden vom 1. FC Köln zu Gast. „Bella“ ist nicht nur erfolgreiche Profisportlerin und Ex-Nationalspielerin, sie ist auch gelernter Medical Fitness Coach, Personal Trainerin und Ernährungsberaterin. Genauso vielfältig wie sie sind auch unsere heutigen Podcast Themen: Karriere im Frauenfussball, Sixpack Ernährung und Muskelaufbau, sowie die Wichtigkeit von Regeneration und einem positiven Mindset.

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Unser Gast: Isabelle "Bella" Linden

Qualifikationen:

Erfolge:

129 Frauen-Bundesliga Spiele

14 DFB-Pokal Spiele, 24 Nationalmannschaftsspiele (Deutschland, U23, U19, U17, U15)

38 Tore in 160 Spielen (Stand April 2020)

Europameisterin 2013

U-17-Europameisterin 2008


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Transkript zum Podcast

Intro

Till [00:00:00] Herzlich willkommen zum Podcast von Upfit deinem Ernährungscoach für die Hosentasche, der gesunde Ernährung leicht macht. 100 % individuelle Ernährungspläne für dein persönliches Ziel per Smartphone-App. Tausende haben bereits ihre Erfolgsgeschichte mit Upfit geschrieben. Auch Top-Athleten und Ernährungsberater vertrauen auf unser Know-how. Warum das so ist, schaust du am besten selbst an unter www.upfit.de. Und jetzt geht es los mit dem Podcast.  

Vorstellung Gast: Bella Linden 

Till [00:00:48] Hallo und herzlich willkommen liebe Upfit Podcast Hörer, ich habe heute für euch einen sehr spannenden Gast bei mir am Telefon dran, und zwar ist das Isabell „Bella“ Linden. Fußballspielerin vom 1. FC Köln, die sogar schon mal ein Nationalspiel gemacht hat, ein Länderspiel gemacht hat und selber auch eine Ausbildung zum Medical Fitness Coach absolviert hat und Ernährungsberaterin werden möchte, ist glaube ich noch in Ausbildung, das klären wir gleich mal, und ich werde mit Isabell mal ein bisschen darüber schnacken, wie das so läuft im Leistungssport und wie man es schafft. Ihr habt vielleicht mal ihre Instagram Bilder gesehen, wenn nicht “bellalinden10” auf Instagram. Sehr durchtrainierter Körper, wie man das so als Frau schafft, worauf man achten muss und über ein paar von ihren Projekten quatschen, wir auch noch. Erstmal herzlich willkommen Bella, wie geht’s dir?  

Bella Linden [00:01:35] Mir geht’s gut. Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich extrem auf den heutigen Podcast. Wie gesagt, ich mache es zum ersten Mal heute ich bin maximal aufgeregt. Ich freue mich, mit dir zu quatschen. Deswegen würde ich sagen, legen wir einfach mal los. 

Till [00:01:52] Machen wir so. Ich starte mal ganz, ganz am Anfang da, wo du auch quasi angefangen hast. Du bist gebürtige Kölnerin und hast hier so in der Nähe, ich sitze gerade auch in Köln übrigens, das Fußballspielen von der Pike auf gelernt. Wie bist du zum Fußball gekommen?

Vom Kicken in der Grundschule zum Fußballprofi

Bella Linden [00:02:14] Ja, da war schon immer irgendwo die Liebe zum Ball, muss ich sagen. Ich bin dann aber tatsächlich irgendwo aus Eifersucht zu meinem größeren Bruder. Der damals dann zum VfR Fischenich gewechselt ist bzw. der sein Start beim VfR Fischenich hatte, bei mir im Dorf, ich komme aus Hürth, was direkt neben Köln liegt. Ich habe da ein bisschen rumgezickt, dass ich ja auch das machen möchte, was mein großer Bruder macht. Und Papa hat nicht lange gezögert und meinte, wir versuchen das ganze Mal. Und dann ging es auch schon los. Ich habe im Kindergarten immer schon gespielt und habe bis heute einfach nicht mehr aufgehört.  

Till [00:02:53] Gute Entscheidung offenbar. Wann war der Moment, wo du gemerkt hast, da könnte mehr gehen, als ein bisschen kicken, sondern das könnte sogar was richtig Gutes werden.  

Bella Linden [00:03:06] Ich glaube, das hat in der Grundschule schon angefangen. Meine Leistung auf dem Platz war immer besser als in der Schule. Das war meinen Eltern auch früh bewusst, meinen Papa auf jeden Fall. Und irgendwann, ich glaube, das war das hundertste Tor, was ich dann geschossen hatte in meinem Verein und da fing es an, dass damals immer schon die Trainer gesagt habe, ich konnte mich vielleicht 9 oder 10 Jahre alt, die Bella, die sehen wir mal für Deutschland spielen. Ich habe das halt nie so wirklich begriffen. Ich glaube, ich wusste zu dem Zeitpunkt noch gar nicht, dass auch Frauen für Deutschland spielen können. Wie gesagt ich bin mit den Jungs groß geworden und damals war Frauenfußball nicht ganz so präsent wie heute. Über die Jahre hat sich das dann so entwickelt und irgendwann bin ich auch mal zu einer Auswahl, zur Mittelrhein Auswahl gekommen. Für die, die es nicht kennen, dass es das ist so ein Kreis, der sich hier aus den Vereinen zusammensetzt, aus dem Rhein Ruhrgebiet. Die besten Mädels als auch Jungs sind da zusammen und kicken. Das ist dann noch mal so eine Talentförderung. Und von da an ging’s dann weiter. Wie gesagt die Mittelrhein Auswahl, haben dann Länderpokal gespielt. Das ist halt auch so ein Pokal, da kommen dann alle Verbände zusammen und spielen ein Riesen Turnier gegeneinander. Und da habe ich dann auch gesichtet für die Nationalmannschaft. Und da fing es dann schon an, dass ich in der U-15 bis hoch zur Nationalmannschaft dann wirklich durchgehend für Deutschland gekickt hab. Und irgendwann war ich dann da.  

Till [00:04:49] Ja, voll cool. Das erste Spiel, hast du eine U-15 gemacht, also relativ früh. Es ist ja auch schön, das so mitzunehmen, aber auf der anderen Seite ist das ja so die Zeit, da ist man gerade in der Schule, da wird man mit der Pubertät konfrontiert und den ganzen Kram. Und da muss man natürlich für so ein Leistungssport trotzdem irgendwie diszipliniert sein. Wie hast du denn das verbunden? Hast du das gut hinbekommen oder hast du dich sehr stark auf den Sport konzentriert?  

Bella Linden [00:05:17] Ich muss sagen, ich fand es immer extrem cool, diesen Leistungssport, diese Leistungssportlerin auch so nach außen zu zeigen bzw. zu tragen, die Fußballerin auf der Schule zu sein. Denn ich war nicht Bella, ich war Bella, die Fußballerin. Man kannte mich auch, wie gesagt, auf dem Schulhof immer nur mit Ball am Fuß und irgendwann, ich weiß, dann fing das dann an mit dem Feiern gehen und Partys, so im Alter von 15/16 und da muss ich sagen, habe ich mich nie für interessiert. Denn es fängt ja auch mit 14/15 an, der eine raucht jetzt mal oder es wird mal Alkohol getrunken und ich fand das immer ganz schrecklich. Es hat nie zu meinem Lifestyle gepasst. Deshalb muss ich sagen, hatte ich da gar nicht so die Probleme mit. Von wegen, ich würde auch so gern feiern gehen, aber ich kann aber nicht, ich habe Training. Ich habe das vielmehr gefeiert, dass ich zum Training gehen durfte und hin und wieder auch von der Schule freigestellt wurde, um an Turnieren und Fußballspielen teilzunehmen.  

Till [00:06:23] Das hast du schön gesagt. Ich finde, diesen Satz gerade ganz cool. „Ich wollte nie feiern gehen, ich habe es gefeiert, dass ich trainieren gehen konnte“. Das ist ganz schön. Das ist eine coole Sache. Das heißt du hast von Anfang an, mit dem, was andere als Verzicht wahrnehmen, hast du einfach leben gelernt, weil du von Anfang an gesagt hast, dieser Sport ist für mich so das oberste Ziel und auch die Leistung erbringen zu können. Und insofern steht das andere halt automatisch hinten an. Das ist für andere deutlich schwerer, die dann da so ein anderes Mindset haben. Aber du bist dann echt durchgestartet und bist dann von Leverkusen über Frankfurt nach Birmingham gekommen. Du hast sogar ein Auslandsjahr mitgenommen. Wie waren die Erfahrungen so für dich? Also England ist auch gerade so Essens technisch, verbinde ich jetzt nicht gerade mit „haute cuisine“. Wie hast du das insgesamt so erlebt? 

Bellas Karriere Erfahrungen in England

Bella Linden [00:07:25] Fußballerisch gesehen war das eine sehr, sehr geile Erfahrung. Ich bin wie gesagt genau von Frankfurt dann nach England gewechselt, hab da die Sprache auch nochmal ganz neu kennengelernt. Ich mit meinem Schulenglisch war aufgeschmissen. Ich habe mein Fachabitur gemacht und da wie gesagt nur Schulenglisch hier mitgenommen. Ich bin dann da rüber und ich muss sagen, ich war im Englischen bzw. in Sprachen nie schlecht. Ich war so ein zweier oder dreier Kandidat. Aber ich kann dir sagen, da musste ich viel, viel mehr auf dem Kasten haben als das, was du in der Schule lernst. Deshalb bin ich, was das betrifft, auch sehr dankbar. Also mittlerweile spreche ich echt ganz gut Englisch und auch so, dass ich die ganzen Engländer als auch die Amis verstehe, auch mit deren Slang. So wie wir hier auch unsere Wörter haben, haben die da auch wie gesagt ihren Slang, das was du hier in der Schule so nicht lernst. Was Sprache und Kultur betrifft, bin ich sehr dankbar, dass ich das alles mitnehmen durfte. Fußballerisch auch eine Wahnsinns-Erfahrung. Wir haben zum Beispiel auch im Wembley-Stadion gespielt, vor lass mich nicht lügen, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht genau. Auf jeden Fall so mit 25 – 30.000 Zuschauer. Das war das FA Cup Finale gegen Man City, das war ganz cool. Da haben wir leider verloren, aber es war trotzdem eine coole Erfahrung. 

Till [00:08:48] Man muss ja auch verlieren können.  

Bella Linden [00:08:50] Genau. Ansonsten war ich leider sehr von Verletzungen geplagt. Ich hätte mir beide Schulter in England verletzt und wurde dann auch später hier in Deutschland erst operiert. Das war auch der Grund, warum ich wieder zurück nach Deutschland gekommen bin. Ja, das ist nochmal ein anderes Thema. Das Essen so ein bisschen angesprochen, ich muss sagen, wann war ich denn da? Das ist jetzt gut drei Jahre her, glaube ich. Genau wie schon gesagt, das ist ein bisschen different zu dem deutschen Essen hier. Ich habe mich da, um ehrlich zu sein, relativ ungesund ernährt. Ich habe noch mit vier Mädels in einem Haus gewohnt. Das war irgendwo auch so ein bisschen mehr Erfahrung sammeln und auch was House-Partys und so betrifft als da wirklich professionell Fußball zu spielen. Das hat sich dann alles erst im Laufe der Zeit entwickelt. Ich muss auch sagen, dass ich mich jetzt in den letzten zwei Jahren was Ernährung als auch Fitness und Gesundheit betrifft, extrem entwickelt habe, dass ich da mein Interesse gefunden habe. Und ja, was dann auch der Grund ist, warum ich heute so gerne in dem Bereich arbeite und mich da auch in der Zukunft sehe. Gerade weil ich auch, glaube ich, in England viel darüber gelernt habe, was denn eigentlich passiert, wenn du mit der Ernährung und Regeneration nicht ganz so professionell umgehst. 

Till [00:10:12] Wenn man da so ein bisschen schludrig wird, denn du bist ja eigentlich eher so als Teenagerin schon relativ erwachsen mit dem ganzen Thema umgegangen und hast das dann vielleicht einfach so ein bisschen nachgeholt in dem Moment. Aber das heißt, du hast auch ganz klar gemerkt, Ernährung, wenig Schlaf, schlechte Regeneration und so weiter. Das hat sich dann in dem Moment auch negativ auf dich und deine Leistung ausgewirkt. Sehe ich das richtig?  

Auswirkungen von schlechter Ernährung, Schlaf und Regeneration auf die Leistung 

Bella Linden [00:10:34] Absolut ja. Hier in Deutschland war das zu dem Zeitpunkt erst mal ein bisschen professioneller. Da hat man halt hier so Athletic Trainer als auch Trainer, die einen da so ein bisschen auch heranführen bzw. beobachten. Und da in England waren wir halt so für uns wirklich komplett alleine. Das heißt, wir konnten wirklich uns ernähren, wir wollten, Hauptsache wir sind beim Training erschienen und haben auch entsprechende Leistung abgeliefert, so ist es nicht. Aber ich muss es trotzdem sagen, wenn ich mich körperlich jetzt mit dem vergleiche, wie ich in England war, dann sind das schon Welten.  

Till [00:11:11] Wo du es gerade ansprichst. Ich habe gerade vorhin in der Einladung schon mal gesagt, dass du einen top durchtrainierten Körper hast, das sieht man auch bei deinen Instagram Posts. Und genau das ist ja häufig so ein Thema, das auch bei uns viel nachgefragt wird, auch von Frauen. Wie schafft man das eigentlich als Frau? Du hast nämlich ein Sixpack auch vorne dran, und zwar nicht so, dass es irgendwie unnatürlich wirkt, sondern das ist ja offenbar alles sehr natürlich, was eine sehr schöne Sache ist. Das hast du dir hart erarbeitet in den letzten Jahren, nehme ich mal an. Und da wäre so der Punkt oder meine Frage, was sind so die Hauptdinge, an die man sich halten muss, wenn man eben als Frau oder eben auch als Mann ein Sixpack erarbeiten will. Wie würdest du das beschreiben?  

Tipps für ein Sixpack 

Bella Linden [00:12:01] Ganz klar, Konstanz. Also du musst wirklich konstant an dir arbeiten, sowohl im Training als auch in der Küche, wenn es um die Ernährung geht. Dazu kommt dann noch die Regeneration. Das sind so die drei Faktoren, die einfach stimmen müssen, Training, Ernährung und Regeneration. Dass das alles so im Einklang ist und bleibt. Ich habe meinen eigenen Trainingsplan zusammengestellt und achte dann einfach auf so Dinge. Mittlerweile weiß ich einfach was, eine progressive Überladung bedeutet, Muskelproteinsynthese, Superkompensation. Das sind alles Begriffe, die habe ich damals mal gehört, aber die haben für mich einfach keinen Sinn ergeben, weil ich eben nicht wusste, was dahintersteckt. Und deshalb meine Tipps auf jeden Fall, wenn du wirklich ein Ziel hast bzw. setze dir ein Ziel und informiere dich darüber. Sei es jetzt wie gesagt bei einem Personaltrainer, bei einem Ernährungscoach oder du sagst, ich habe auch Bock mich da alleine reinzufinden, dann gibt es genug Bücher als auch Internetseiten, auch eure Videos auf YouTube feier ich extrem. Wenn man sich das noch mal anschaut, dann kann man so viel Wissenswertes mitnehmen und genau, dass man einfach schaut, dass man den Überblick nicht verliert. Deshalb auch von mir noch mal so einen Riesen Tipp, dass du dir wirklich deine Trainingserfolge aufschreibst, dass du nicht ohne Plan einfach ins Training gehst, genauso wie du nicht ohne Plan in die Küche gehen solltest. Ich bin ein Riesen-Fan von Organisation und Planung und ich finde so sieht auch mein Körper finde ich auch irgendwo aus. Also das ist nicht einfach von irgendwo hergeholt. Das ist wirklich tägliche Planung, Organisation als auch die Motivation. Wie gesagt, immer und immer weiter dran zu arbeiten und geduldig zu sein.  

Till [00:13:48] Ja super mega gut zusammengefasst. Also ich finde das total witzig, dass du hier quasi alle Punkte so auf den Tisch haust. Mal eben aus dem Kopf raus, die ich jedem auch mitgeben würde. Und danke für die Blumen, was die Videos angeht übrigens auch. Aber ganz kurz zusammengefasst ist es auf jeden Fall ist es dieses große Dreieck aus Ernährung, Regeneration und Training, die irgendwie alle superwichtig sind. Und wie du schon sagst, Planung ist ein mega wichtiger Faktor. Das gibt es auch Untersuchungen dazu aus psychologischer Hinsicht, dass Planung extrem hilfreich dabei ist, ein Verhalten, was man sich vornimmt, auch durchzuführen. Es gibt so eine Lücke zwischen sich etwas wünschen und etwas tun. Und um diese Lücke zu überqueren, ist es super hilfreich, sich konkrete Pläne zu machen. Also das schon mal als mega guten Tipp für da draußen. Und ich würde noch mal kurz in die einzelnen Bereiche, mal ein bisschen tiefer einspringen wollen, und zwar mal angefangen mit dem Training. Ich würde ja behaupten, wenn ich dich so anschaue, dass du regelmäßig vernünftiges Krafttraining machst, auch mit so Mehrgelenk Übungen ist es korrekt oder holst du dir das alles über Fußball und über den Platz hinweg?  

Was Bella alles für den perfekten Body tut 

Bella Linden [00:14:59] Das ist korrekt. Ich gehe sehr, sehr gerne ins Gym, muss aber sagen, dass ich auch vor der Corona-Zeit schon sehr viel zu Hause an Home-Workouts durchgeführt habe. Funktionales Training bin ich auch ein Riesen-Fan von, also mit eigenem Körpergewicht zu arbeiten und ich schaue da schon, ich mache das eigentlich in einem 2er-Split, dass ich mir meine Muskelgruppen halt aufteile. Dann jeweils zwei Tage, ich habe Workout Plan A und Workout Plan B, den einen A trainiere ich dann am Montag und der Plan B kommt dann am Dienstag und dann schaue ich halt, dass ich die Muskeln, sagen wir sind jetzt Rücken und Bizeps, montags beanspruche und gebe denen dann Dienstag als auch den Mittwoch frei und startet dann mit dem Workout A Plan wieder am Donnerstag. Das heißt ich hab dann Dienstag, die anderen Muskelgruppen, wie zum Beispiel aus Beinen und Abs, sodass ich da 24 bis 48 Stunden Regeneration mit reinbringe. Für mich habe ich den 2er-Split so entdeckt. Das macht bei mir Sinn und klar, ich habe da natürlich abends noch den Fußball. Das ist für mich halt auch perfekt, um neben dem Muskelaufbau im Gym noch so ein bisschen was an meiner Grundlagen-Ausdauer als auch an meinem Fettabbau beim Fußball zu tun. Ich bewege mich sehr, sehr viel, das heißt, ich verbrenne auch extrem viel und wahrscheinlich auch mehr als der durchschnittliche Mensch, der 8 Stunden arbeitet. Und dann nur, was heißt „nur“ Respekt an die Leute, die auch noch nach 8-stündiger Arbeit noch ins Gym gehen für 60 Minuten ein Workout machen. Ich trainiere etwa 60 Minuten im Gym, spaziere dann eigentlich auch immer noch im Park, eine Stunde bis 90 Minuten. So für mich, um auch ein bisschen mein Mindset zu füttern. Lese dabei sehr gerne und dann Abends auch noch bis zu 2 Stunden ins Training. Ja, da kommt schon einiges zusammen, wenn ich mal meine Uhr erwähnt darf, habe ich am Abend oft bis zu 3500 Kilokalorien weg, bei einer Größe von 1,67 m und 59 Kilo. Das ist schon nicht schlecht. 

Till [00:17:17] Ja, das ist heftig. Und das ist natürlich, du sagst es genau richtig, da kann so der normal im Büro arbeitende Mensch nicht mithalten. Das heißt für dich natürlich auch, du kannst natürlich auch brutal viel reinhauen, weil du dich unglaublich viel bewegst und viel Energie verbrennst. Und da sieht man auch schon die Planung mehr. Also du, planst die Regeneration aktiv mit ein, in dem du eben die Muskelgruppen aufteilt und dazu noch einen Pausentag einplanst. Und das ist auch so ein Ding, was ich sehr häufig beobachte, dass es viele Leute gibt, die gehen ins Studio ohne den richtigen Plan und einfach nur mit der Idee irgendwie ich mache einfach irgendwas so lange, bis ich völlig Fritte bin. Und dann, am nächsten Tag gehen sie wieder und kommen völlig ins Übertraining und erreichen damit überhaupt nichts. Das beobachtet man ja sehr häufig und die Leute sind dann irgendwie 2-3 Wochen dabei und danach sind sie völlig im Eimer, wundern sich, dass überhaupt nichts passiert ist und sind maßlos frustriert. Also, mit einem Plan trainieren ist viel schlauer.  

Bella Linden [00:18:17] Das ist halt einfach das, und deshalb habe ich mich irgendwo auch für Fitness, Gesundheit als auch Ernährung entschieden, weil ich genau diesen Menschen einfach helfen möchte. Da sind wir wieder beim Wissen, das liegt fehlendes Wissen vor. Wie gesagt, wenn du die Leute mal an die Hand nimmt und dem ein bisschen erklärst, finde ich cool, dass du so motiviert bist und du auch jeden Tag ins Gym möchtest, aber die Muskeln wachsen nicht im Gym und ich glaube, das ist einfach bei ganz vielen der Faktor, der an Wissen einfach fehlt, weil viele denken das, weil der Pump im Gym eben da ist, dass der Muskel bei der Übung im Gym vor dem Spiegel wächst. Fakt ist der tatsächliche Muskelwachstum findet erst ab 24 bis 48 Stunden nach dem Training statt, wenn du richtig trainiert hast. Deshalb ist alles, was danach kommt, noch mal viel wichtiger. Meiner Meinung nach als das tatsächliche Training.  

Till [00:19:21] Genau. Und deshalb ist auch dieses Bierchen oder mehrere Bierchen nach dem Training totaler Irrsinn, weil man sich damit eben seine Regeneration vollkommen torpediert und damit eben auch so sein Muskelwachstum.  

Bella Linden [00:19:32] Ja wie oft hat man das schon gehört, ich war doch heute im Gym, ich kann das doch jetzt essen, ode ich kann mir doch jetzt was gönnen. Gut, wenn du dich einfach nur gut fühlen willst, okay, aber recht hast du damit nicht.  

Till [00:19:44] Genau, denn dein Ziel wirst du damit wahrscheinlich auch nicht näher kommen. Genau das ist halt auch so eine Frage von Mindset. Wie viel Belohnung braucht man, wenn man dieses Ziel in der Ferne selbst als Belohnung irgendwie ansieht und sagt, meine Belohnung ist, wenn ich dann meinen Body habe, den ich haben will, dann braucht man auch diesen ganzen kurzfristigen Driss nicht. Schlaue Sache. Du hast schon gesagt, du siehst dich auch in Zukunft dort. Du hast schon eine Ausbildung zum Medical Fitness Coach gemacht, das heißt, du bist schon aktiv auch als Trainerin tätig. Richtig?  

Bella Linden als Personaltrainerin 

Bella Linden [00:20:14] Genau. Ich habe über Fernstudium meine Lizenzen erarbeitet, die B und A-Lizenz, als auch die Personaltrainer Lizenz und hab da jetzt einen staatlich geprüfter Abschluss zum medizinischen Fitnesscoach. Genau. Ich hab jetzt vor, lass mich nicht lügen, etwas über einem Jahr mich so selbstständig gemacht mit einem Kleingewerbe, weil ich einfach für mich nach vielem Überlegen herausgefunden habe, was ich wirklich möchte. Und dass ganz klar das Thema Fitness aufgekommen, als auch das mit der Ernährung. Da hätte ich jetzt eigentlich vor zwei Wochen meine Abschlussprüfung gehabt, die jetzt aber noch mal verschoben worden ist, wegen Corona. Deshalb warte ich darauf, dass ich meine Abschlussprüfung schreiben darf und dann habe ich auch da meine Lizenz zur Ernährungsberaterin. Genau dann habe ich genau das, was ich möchte. Und werde, dann nach und nach hier von einem Kleingewerbe aus, mir einiges erarbeiten. Ich habe einiges vor, einige Ideen und dann hoffen, dass daraus genau das resultiert, was ich mir an einem Business bzw. an einer Zukunft für mich selber vorstelle.  

Till [00:21:26] Ja, es ist ein cooler Plan und ich finde, das ist auch gerade so in Hinsicht auf die vielen chronisch degenerativen Erkrankungen, die jetzt in der Bevölkerung immer mehr werden, ein absolut wertvoller Beruf. Menschen dabei zu unterstützen, ihren Weg da gehen zu können. Weil du hast es vorhin schon ganz richtig gesagt, die meisten Menschen sind gar nicht in der Lage, sich zeitlich und auch von den Kapazitäten her, ausreichend darüber zu informieren, wie sie am besten vorgehen. Und insofern ergibt es total Sinn, sich dort mit Experten zusammenzutun und diese Verbindung aus Fitness und Ernährung ist 1a. Man braucht halt einfach beides. Und insofern cooler Weg, den du da einschlägt.

Bella Linden [00:22:07] Cool ist auch, dass das du da mit allen Altersgruppen zusammenarbeiten kannst, von ganz jung bis alt. Klar, jeder irgendwo mit einem anderen Ziel, aber sich, wie gesagt, um jeden Menschen irgendwo kümmern zu können und helfen zu können und irgendwo auch Leben verändern zu können, als auch mehr Lebensqualität geben zu können, auch im Alter. Das ist einfach genau das, worauf ich Bock habe.

Till [00:22:30] Ja total. Also ich selber bin ja da auch schon länger in der Praxis und ich kann das absolut nur bestätigen. Also es gibt natürlich völlig unterschiedliche Ziele. Der eine möchte irgendwie was am Körper ändern, die andere möchte vielleicht nur ein bisschen mehr Energielevel oder eine positivere Lebensumgebung oder so, da gibt es völlig unterschiedliche Wege. Aber am Ende des Tages zählt ja nur das, dass man Menschen helfen kann, irgendwie glücklicher zu sein. Mit sich, mit ihrem eigenen Körper und mit ihrem Leben. Das ist total wertvoll. Ich spule nochmal in deiner Karriere ein bisschen zurück, weil mich das noch mal kurz interessiert. Und zwar, du hattest ja auch einen Kreuzbandriss. Was, ich sage mal, vor 20 Jahren wäre das noch das Karriereende gewesen. Heutzutage ist das ja mehr oder weniger Usus. Aber das ist schon heftig, sich nach so einem Kreuzbandriss wieder zurück zu arbeiten. War das ein reiner Kreuzbandriss oder war auch der Meniskus und Innenband kaputt? 

Wie sich Verletzungen auf die Fußballkarriere auswirken,  

Bella Linden [00:23:27] Ja den Meniskus habe ich auch noch mitgenommen? Totalschaden, haben Sie gesagt. Genau es ist tatsächlich auch schon fast 10 bzw. über 10 Jahre her. Es war am Anfang meiner Karriere, das war in der U-19 Uhr, da waren wir in Spanien und haben da ein Turnier gespielt, mit der mit der Nationalmannschaft. Und ich bin dann zum Ball und irgendwie in Boden hängengeblieben und dann ganz komische das Knie verdreht und wusste dann auch direkt was los ist. Das waren extreme Schmerzen. Genau und wie du schon gesagt hast, vor 20 Jahren wäre es auch ein Karriereende gewesen und heutzutage muss ich sagen, dass extrem viele Sportler im Frauen als auch Männer Bereich kenne, die durch diese Verletzung schon gehen mussten. 

Till [00:24:13] Genau. Heutzutage zeigen auch Studien, dass viele ein Problem haben, nach dem Kreuzbandriss die gleiche Stabilität und Power wieder zu erarbeiten, auch Leistungsfähigkeit, wie vorher. Und da bist du ja ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es eben geht. Und du hast ja nun diese Vorschädigung, die ist ja nicht weg, sondern es ist jetzt nur was operiert worden. Das stellen sich manche viel zu einfach vor, dass man da einfach eine OP macht und dann ist man sechs Monate raus und dann fängt man wieder an. So einfach ist das aber nicht.  

Bella Linden [00:24:45] Als Leistungssportler definitiv nicht, da steckt einiges hinter. Ich war, wie du schon gesagt, wenn man als normale Person, die, die keinen Leistungssport macht, am Knie operiert wird, dann ist es irgendwo okay, dann muss operiert werden und machst deine Reha und dann guckst du das du dein Alltag wieder normal hinbekommst. Und das geht dann „relativ“ schnell, sage ich mal. Aber um wirklich wieder auf dem Platz zu stehen und an die Leistung anzuknüpfen, bei der du vorher warst, das dauert seine Zeit und da gehört extrem viel Disziplin dazu. Da kommt auch extrem viel Frustration dazu, weil es einfach nicht immer nur bergauf geht. Da kommen Phasen, in denen geht es wochenlang nicht weiter. Und da dann wirklich auch am Ball zu bleiben und positiv zu denken und sich immer wieder vor Augen zu halten und sich immer wieder selbst einzureden, hey, das wird wieder, das ist echt nicht einfach. Aber da sind wir zum Glück zumindest im Fußballgeschäft ganz gut mit Physiotherapeuten, Athleten, Trainer als auch Psychologen ausgestattet, die einen wirklich auf dem Weg helfen, wieder zurückzukommen. Und da kann ich auch jetzt, wenn ich zurückdenke, Bayer Leverkusen von damals nur danken, dass ich da bestens ausgestattet worden bin.  

Till [00:26:01] Ja, das ist total wichtig natürlich. Vieles passiert natürlich im Kopf in dem Moment. Aber spannend finde ich vor allem auch die Zeit danach. Also du hast ja alle U-Mannschaften in der Nationalmannschaft durchlaufen. Wurde es dann aber sogar auch bei den „Erwachsenen“ berufen für ein Spiel und warst du da auch beim EM-Kader 2013 dabei. Sprich da hast du diesen Kreuzbandriss schon durch und hast auf jeden Fall deine Leistung wiedergefunden und erhalten können, vielleicht sogar steigern können. Hattest du jemals danach noch Probleme mit dem Knie?  

Bella Linden [00:26:40] Ich habe bis heute tatsächlich eine Einschränkung. Ich bin bei der Beugung nur noch bei 70 %, was schon heftig ist. Heißt, ich kann mein Knie durchstrecken und das ist das Wichtige. Du musst dein Knie wieder durchstrecken können, um wieder auf den Platz zu kommen. Kommst du nicht mehr in die Durchstreckung, kannst du es mit dem Fußball quasi vergessen. Die Beugung ist zum Glück nicht allzu wichtig. Ich kann mich zum Beispiel jetzt in meinem Alltag nicht mehr mit dem Po auf die Fersen setzen.  

Till [00:27:07] Also eine klassische Kniebeuge.  

Bella Linden [00:27:09] Also Kniebeugen geht noch bis zu einem gewissen Grad, aber ich komme auch da nicht komplett runter, beeinflusst mich aber nicht. Ich weiß mittlerweile damit umzugehen. Aber genau wie du schon gesagt hast, ich bin nach der Verletzung sehr gut wiedergekommen und hatte sogar 2013, 2014, 2015 die erfolgreichsten Jahre. Ich bin leider die Spielerin, die immer irgendwo mit Verletzungen zu kämpfen hatte, sei es jetzt etwas größere Verletzungen oder auch muskulären Verletzungen. Da kommen wir dann auch irgendwie wieder zum Thema Ernährung und Training damals. Wie schon gesagt, aber ich hatte nie so wirklich den Fokus daraufgelegt. Deshalb denke ich heute schon zurück und denke hätte ich die Einstellungen, das Wissen von heute gehabt, hättest du vielleicht noch mal irgendwo anders spielen können, woanders sein können, aber bereuen tue ich nichts. Das möchte ich auch noch kurz loswerden. Aber genau mich hat es wie gesagt einfach nicht mehr wirklich beeinträchtigt in dem, was ich gemacht habe. Und wie gesagt, der Höhepunkt meiner Karriere kam dann tatsächlich nach dem Kreuzbandriss ein paar Jahre später.  

Till [00:28:14] Insofern also so schlimm war es dann Gott sei Dank nicht, dass du da alles zerhauen hast. Aber wie du schon selber erwähnt hast und es wäre jetzt auch für mich total spannend. Du hast ja gesagt, seit ungefähr zwei Jahren, nachdem du aus England zurück bist, hast du mehr Fokus auf Fitness, auf Ernährung gelegt und wie ist es seitdem mit Verletzungen? Ist das auch besser geworden? Und konntest du dich ein bisschen, sage ich mal, aus dieser Kette raus befreien oder wie läuft es im Moment bei dir?  

Vorteile der Ernährung im Leistungssport 

Bella Linden [00:28:42] Auf jeden Fall. Ich habe ja eben das muskuläre angebrochen. Ich hatte jetzt vor Ende 2018 zwei Schulteroperationen. Das mit der Schulter hatte ich eben schon am Anfang des Podcasts kurz erwähnt, dass ich mir in England die Schulter verletzt hatte. Ich hatte jeweils an beiden Seiten das Labrum gerissen, also den Knorpel. Der wurde jetzt genäht und seitdem habe ich auch keine Probleme mehr, bin da aber auch bis heute noch im Training immer mit dabei und mache meine Übungen für Schultern, die ich aus der Reha mitbekommen habe. Also die werde ich auch bis ins hohe Alter noch machen müssen. Und da habe ich natürlich auch Bock drauf, weil ich einfach weiß, wie wichtig das Ganze ist. Und ich habe keine Lust, noch mal durch die Hölle gehen zu müssen. Das war zwar eine schwere Zeit und das wünsche ich auch keinem. Ich glaube, jeder, der schon mal die Schulter ausgekugelt hat, weiß, was das für wahnsinnige Schmerzen sind. Vor zwei Jahren habe ich mit meinem besten Freund total viel über Ernährung gequatscht und Gesundheit und da hat mir dann noch so Dinge erzählt übers Fasten. Das fand ich auch total interessant und habe das für mich halt auch mal ausprobiert und dann auch Erfolge gesehen und es irgendwo ist es auch zu meinem Lifestyle geworden. Ja, ich bin dann wie gesagt irgendwo Richtung plant based gegangen, esse mittlerweile kein Fleisch mehr. Und ich muss sagen, ich spreche jetzt vollkommen nur für mich, dass es mir seitdem viel besser geht. Ich habe damals auch ein bisschen Migräne gehabt und Kopfschmerzen. Die sind komplett weg. Ich habe muskulär viel weniger Beschwerden als vorher. Dass ich muskulär gar keine Beschwerden mehr habe, wäre gelogen. Aber auch da sind Verbesserungen am Start. Ich denke, das ist auch so ein Mix durch das Training, das Wissen, was ich mittlerweile mitbringe, als auch die Ernährung ist. Genau das würde ich auf jeden Fall dann doch sagen, dass es muskulär an Verletzungen weniger geworden ist, seitdem ich auf meine Ernährung achte.  

Till [00:30:40] Ja, total. Das können sicherlich viele andere auch bestätigen und ich finde auch diesen Switch, jeder stellt irgendwann Dinge fest. Das funktioniert gut, das funktioniert schlecht. Die meisten lassen diese Information dann völlig unbearbeitet irgendwo hinten herumliegen und wissen, was gut für sie ist oder was vielleicht nicht so gut anfühlt. Aber irgendwo fehlt dann meistens der Drive, das so durchzuziehen. Genau das ist total smart, wenn man da was für sich herausfinden, das tut mir gut und das hilft mir dann auch da dranzubleiben, weil am Ende des Tages die meisten Sachen, entwickeln erst nach einer längeren Zeit so richtig ihre Wirkung. Und wenn du jetzt das, die Muskelverletzungen sind deutlich weniger geworden, dann ist das natürlich eine super Sache und da wird mit Sicherheit auch dieser Faktor Ernährung total mit reinspielen  

Bella Linden [00:31:25] Ja, 100 %.  

Till [00:31:26] Sehr schön. Ich würde noch mal kurz auf deine eigene Tätigkeit zurückkommen. Du machst nämlich auch noch ein kleines Projekt, das ich irgendwie auch interessant finde, das Replay Strong. Da bist du auch UEFA Botschafterin. Was ist das denn, das fand ich auch irgendwie interessant. Erzähl mal kurz, was das ist.

Replay Strong – UEFA Gemeinschaft 

Bella Linden [00:31:47] Replay Strong ist quasi eine Gemeinschaft, wie schon gesagt, der UEFA. Es steht einfach für das Miteinander auf und neben Platz. Es heißt, dass jedes Mädchen sich willkommen fühlen soll und Spaß am Spiel entwickeln sollen. Wir als Profifußballerinnen, ich weiß gar nicht, wir sind so um die 10 Spielerinnen. Und wir schauen einfach, dass wir den Mädels, gerade den Jüngeren, einfach zeigen, wie weit der Frauenfußball mittlerweile ist und was man erreichen kann, wenn man eben ordentlich trainiert. Wenn man sich auf das fokussiert, was man wirklich möchte, dass man seine Ziele erreichen kann und dass man auch gerade jetzt als Mädchen auf gar keinen Fall irgendwie zurückstecken muss und irgendwie Angst haben sollte, mit Jungs zu spielen oder gegen Jungs. Und ja, so Dinge, wie man sich verhalten soll oder sich wehren kann, wenn man mal einen blöden Spruch bekommt. Genau dafür steht die UEFA. Dass wir da einfach schauen, dass wir uns Mädels gegenseitig auch total unterstützen, was nicht heißt, dass wir die Jungs oder Männer total ausschließen um Gottes willen! Aber genau das wäre, dass wir da einfach gucken, dass wir zusammen stark sind.  

Till [00:33:00] Diesen Weg wahrscheinlich auch fortsetzen. Der Frauenfußball ist ja deutlich präsenter und stärker geworden in den letzten Jahren. Total schön zu sehen, wie viel da passiert ist in den letzten Jahren. Und ja, coole Geschichte. Also könnt ihr euch gerne mal anschauen. Gibt es auch unter dem Hashtag Replay Strong viele Sachen zu im Netz.  

Bella Linden [00:33:20] Auch auf YouTube.  

Till [00:33:22] Ich glaube, ich habe sogar schon eine Werbung gesehen. Aber auf jeden Fall cool. Das ist schon eine schöne Botschaft. Auch dieses Empowerment finde ich total wichtig. Wir sind hier noch in der Corona-Zeit, du bist ja jetzt auch im Lockdown. Ich habe schon gesehen, du trainierst so ein bisschen individuell und du machst das ein bisschen so Sachen, die dir sonst so Spaß machen und schreibst du Lyrics usw.

Aktivitäten außerhalb der Fußballkarriere

Bella Linden [00:33:50] Ja ich habe auch ein Mikrofon und ich werde gleich ein bisschen Musik machen.  

Till [00:33:53] Ja, cool für die Leute da draußen, auf der anderen Seite sitzt hier keine Hochleistungsmaschine, sondern ein Mensch mit vielen verschiedenen Hobbys. Und das finde ich auch total schön. Man kann diese Zeit auch mal nutzen, um solche Dinge für sich voranzutreiben. Vielleicht ist es für andere so, dass die das sonst immer machen und jetzt vielleicht mal die Zeit nutzen könnten, um ihre körperlichen- oder ernährungstechnischen Ziele anzugreifen. Und da kann man auch über dich sich direkt einen Ernährungsplan machen.  

Bella Linden [00:34:21] Ja genau, das stimmt. Ich habe mir schon ganz gut einen Kundenstamm aufgebaut, wenn ich das so sagen darf. Ich habe unter anderem so 12 Wochen Programme, bin aber auch bereit, mit Menschen über Jahre hinweg zusammenzuarbeiten. Wenn man aus Köln kommt, dann gerne auch im eins zu eins Training, also Personaltraining. Ansonsten mache ich viel online mit Menschen aus der ganzen Welt, ich habe Mädels als auch Jungs aus den USA mit dabei. Zum Glück deutschsprachig, aber auch Englisch würde ich das Ganze angehen. Und ansonsten sind hier viele in Deutschland verteilt und auch in der Schweiz und in Österreich. Und genau da schreib ich individuelle Trainingspläne, gehe dann auf deren Ziele ein, egal ob Gym Mitgliedschaft oder Home-Workouts. Das ist alles wie gesagt individuell auf jeden einzelnen abgestimmt und dann eben dazu auch die Ernährungspläne plus ein 24/7 WhatsApp Kontakt als auch über Skype-Calls, um einfach die Ergebnisse festzuhalten, um persönlich miteinander in Verbindung zu bleiben und um sowohl Ergebnisse als auch Entwicklungen und Ziele zu besprechen.  

Till [00:35:40] Voll gut. Das heißt, du lieferst auch das All-Around Programm so ganz in unserem Sinne, die Leute da ein bisschen zu unterstützen. Und wenn man dich da kontaktieren will, dann macht man das am besten über welchen Kanal, über Instagram? 

Bella Linden [00:35:57] Genau, noch ist das alles über Instagram, meine Homepage nehme ich jetzt gerade in Angriff. Ich habe jetzt mit jemandem gesprochen und wir schauen, dass wir das Ganze ein bisschen professioneller aufziehen, wir sind ja noch relativ am Anfang. Haben das deshalb jetzt erst mal über Instagram gemacht, da ich da eine ganz gute Reichweite habe, passt das jetzt grade noch, aber wie gesagt, die Homepage ist in der Mache. Wenn da Interesse besteht, dann ganz einfach über „bellalinden10“ auf Instagram. Mir einfach eine Nachricht schreiben, ab und zu habe ich mal Angebote in der Story, aber ansonsten steht das auch immer so. Also, wenn da Hilfe gebraucht wird einfach anschreiben und dann klären wir das. 

Till [00:36:33] Sehr cool. Dann würde ich dir jetzt noch das Schlusswort übergeben. Vielleicht hast du noch irgendwie eine Botschaft, die du allen Hörern da draußen noch mal gerade mitgeben willst. Kann auch was Kurzes sein. Oder einfach tschüss. Und dann verabschieden wir uns. Hast du noch ein paar schlaue Worte?

Outro

Bella Linden [00:36:52] Erstmal klar, vielen Dank fürs Zuhören. Wer auch immer da gerade zuhört, ich hoffe du, konntest für dich was mitnehmen, ihr könnt für euch was mitnehmen. Und wie gesagt, es auch wichtig, dass wenn ihr wirklich Ziele habt, dass ihr danach geht, dass ihr langfristig denkt und nicht kurzfristig, dass ihr wisst, wohin ihr wollt. Und dass ihr die „Ich gebe nicht auf, bis ich mein Ziel erreiche“ Mentalität für euch entdeckt. Und dann wünsche ich jedem einzelnen da draußen extrem viel Erfolg und wie gesagt bei Fragen gerne auf mich zukommen, ansonsten auch gerne auf den Till.  

Till [00:37:33] Cool. Die, bleibt dran, bis sie euer Ziel erreicht hat Mentalität von Bella Linden, die streut ihr alle mal schön in euren Alltag ein. Eine kleine Dosis Motivation hier aus dem Studio, aus dem Podcast. Dann würde ich sagen an alle Hörer draußen, habt einen schönen Tag, habt eine schöne Zeit bis zum nächsten Podcast. Ciao Bella, ciao Zuhörer, machts gut! 

Anmerkung der Redaktion: Der Wortlaut wurde stellenweise angepasst, um Versprecher und andere irrelevante Passagen zu entfernen.

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