Cellulite loswerden - Was kann man gegen Orangenhaut eigentlich tun?

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Cellulite, Orangenhaut oder Dermopanniculosis deformans: Die unliebsamen Hautdellen sind fast jeder Frau ein Begriff.
Aber was verbirgt sich wirklich hinter diesen Dellen? Welche Methoden gibt es diese zu reduzieren? Wie erfolgreich sind diese Methoden? Diese und noch viele weitere Fragen haben wir in diesem Artikel beantwortet.


Was ist Cellulite & wie entsteht sie?

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Als Cellulite bezeichnet man Dellen beziehungsweise vermeintlich unschöne Hautveränderungen an Po, Oberschenkeln, Bauch und Hüften.

Es entsteht, wenn Fettzellen sich ausdehnen und gegen das Hautgewebe drücken. Dieses wird von Bindegewebe mit der darunterliegenden Muskulatur verbunden, sodass in den Zwischenräumen dieser Verbindung zu Vorwölbungen kommt.

Umso mehr Fett in den Zellen gespeichert wird und sich die Zelle so ausdehnt, desto stärker kommt die Cellulite zum Vorschein.

Diese ganz natürlichen Wölbungen können nur durch die spezielle Struktur im weiblichen Bindegewebe entstehen, welches die Aufgabe hat, sich den Veränderungen des Körpers in der Schwangerschaft anpassen zu können. Das rein kosmetische Problem haben Frauen also dem Wunder des Lebens zu verdanken.

Da die Struktur von Haut und Bindegewebe bei Männern anders aufgebaut ist, sind Männer nur sehr selten von Cellulite betroffen. Die Stärke und Ausprägung von Cellulite ist zum Teil genetisch bedingt und bei jeder Frau unterschiedlich.

Dennoch lässt sich Cellulite in verschiedene Schweregrade einteilen:

  • Stufe 0: Keine sichtbaren Dellen im Stehen oder Liegen. Beim Zusammenkneifen der Haut entstehen Falten, aber keine Dellen.
  • Stufe 1: Glatte Haut im Stehen und im Liegen. Dellen treten jedoch auf, wenn die Haut zusammengekniffen wird.
  • Stufe 2: Glatte Haut im Liegen, im Stand sind Dellen zu erkennen.
  • Stufe 3: Sichtbare Dellen im Liegen und im Stehen.

Mehr als 80% der Frauen über 20 entwickeln Cellulite.


Wie kann ich Cellulite bekämpfen?

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Jetzt stellt sich natürlich die alles entscheidende Frage: Wie kann ich Cellulite wieder loswerden? Dir sollte von vornherein bewusst sein, dass Cellulite nicht ,,heilbar” ist, sondern dass man sie mit verschiedenen Methoden reduzieren kann. Wir stellen dir diese Methoden nun vor.

Sport gegen Cellulite

Wenn du bis jetzt noch keinen Sport getrieben hast, um etwas gegen Cellulite zu tun, solltest du damit anfangen! Die Kombination aus Ausdauer– und Krafttraining ist dabei ideal, denn es wird nicht nur Fett verbrannt, sondern auch Muskelgewebe geschaffen, an dem das Bindegewebe ansetzen kann. Der Begriff “Hautstraffung” ist also so etwas wie die weibliche Vokabel für “Muskelaufbau“.

Daher hilft vor allem eine Kombination aus intensivem Intervalltraining, bei dem in kurzer Zeit viele Kalorien verbrannt werden und strukturiertem Krafttraining, bei dem durch Belastung ein Reiz zur Bildung neuer Muskelmasse gesetzt wird.

Erfahre hier alles darüber, wie du richtig deine Beinmuskulatur und Pomuskulatur trainierst und so der Cellulite entgegenwirken kannst.

Probiere es gleich aus und trainiere mit einem unserer kostenlosen Trainingspläne:

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Gesunde Ernährung gegen Cellulite

Eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung ist die Antwort. Schnelle Gewichtsreduktionen wie durch Crash-Diäten lassen den Körper vermehrt Muskelmasse abbauen und verringern damit die Ansatzpunkte und Stabilität des Bindegewebes. Somit verstärkt sich das Problem, sobald Fettzellen neu befüllt werden.

Damit es zu keinem Cellulite Jojo-Effekt kommt, solltest du lieber durch eine ausgewogene Ernährung das Gewicht langsam aber nachhaltig reduzieren. Wichtig ist dabei auf die richtige Zusammensetzung von Nährstoffen zu achten, denn auch eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen kann dabei helfen, das Bindegewebe zu stärken. (Tipp: Deinen optimalen Nährstoffbedarf kannst du ganz einfach mit unserem BMI Rechner bestimmen)

Bestimmte Nährstoffe und Vitamine spielen eine besondere Rolle in diesem Zusammenhang:

  • Vitamin E zuständig für die Zellstabilisierung
  • Vitamin C in unterstützender Form für den Aufbau des Bindegewebes
  • Proteine zuständig für den Aufbau von Hautzellen, Gewebezellen und Muskulatur

Massagen

Es gibt Anti-Cellulite Massagen, die durch bestimmte Griffe und Druckausübung Cellulite reduzieren können. Der Effekt ist jedoch nur kurzzeitig zu sehen und klingt schnell wieder ab. Das bedeutet, dass regelmäßige Massagen nötig sind, um die Haut straff zu halten. Das geht ziemlich ins Geld – außerdem bestimmt auch der Stärkegrad und die Genetik, wie effektiv die Massagen sind.

Kollagen

Kollagen ist ein Protein, welches der Körper selbst herstellt und vor allem im Bindegewebe zu finden ist. Laut der 2019 veröffentlichen Studie ,,A Collagen Supplement Improves Skin Hydration, Elasticity, Roughness, and Density: Results of a Randomized, Placebo-Controlled, Blind Study” kann die tägliche Einnahme von 2,5 Gramm Kollagen Peptiden eine signifikante Verbesserung des Hautbildes herbeiführen. Dennoch ist auch hier wichtig: Ohne gesunde Ernährung, Bewegung und niedrigen Körperfettanteil hilft auch Kollagen nicht.

Kollagen Peptide haben keine bekannten Nebenwirkungen.


Was hilft nicht gegen Cellulite?

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Da fast alle Frauen betroffen sind, hat die Schönheitsindustrie in den letzten Jahren eine große Menge an Kundschaft gewinnen können, die von den unwillkommenen Dellen befreit werden wollten. Ob spezielle Cremes, Tees, Pulver, Strumpfhosen, Körperöle und Massagegeräte – die Auswahl ist riesig. Natürlich immer ganz schnell und mühelos.

Schöne Cremes und Öle mögen zwar die Haut pflegen, erreichen aber nicht das Bindegewebe in der Unterhaut. Somit können viele Produkte keine wissenschaftlichen Erfolge nachweisen. Geschwächte Hautstrukturen können durch durchblutungsfördernde Maßnahmen wie Bürstenmassage zwar wieder gestärkt werden, doch komplett los von der Cellulite kommt man davon nicht.

Stiftung Warentest hat einige Produkte, die gegen Cellulite helfen sollen getestet. Alle ,,Wundermittel” fielen jedoch durch. Unabhängig von Preisklasse und  Marke konnten keinerlei Verbesserungen festgestellt werden. Folgende Produkte wurden getestet:

  • Anti Cellulite Gels
  • Massage Roller
  • Anti Cellulite Pflaster
  • Reizstromgeräte

Auch spezielle Stoffwechsel-Diäten und sogenannte Detox-Programme sind im Bezug auf Cellulite sinnlos. Eine Gewichtsreduktion ist zwar hilfreich um Cellulite den Kampf anzusagen, Detox Tees und ähnliche Produkte haben aber keinen Einfluss auf die Orangenhaut.

Warum weder die Wundergeräte, noch Detox Programme oder Gels wirklich funktionieren hast Du weiter oben bereits gelesen. Sie alle sorgen nicht für weniger Körperfett und mehr Muskulatur und stellen damit im Kampf gegen die Cellulite höchstens ein kleines zusätzliches Helferlein dar.

Kosmetische Therapieansätze

Dermatologen und Schönheitschirurgen bieten unterschiedlichste Therapien gegen Cellulite an. Die sind oftmals sehr kostspielig und der Erfolg ist nicht garantiert oder durch Studien bewiesen. Dazu kommt, dass meistens mehrere Sitzungen nötig sind und Ergebnisse kaum sichtbar sind. Außerdem reagiert jeder Patient anders auf die Therapie, eine Verschlimmerung der Cellulite kann nicht ausgeschlossen werden.

Therapie Anwendung Erfolg
 Laser-Lipolyse Zerstörung von Fettzellen und Straffung des Bindegewebes, Verdickung der Haut Langwierig, sichtbare Ergebnisse erst zwischen 6 und 12 Monaten. Oftmals sind Ergebnisse nicht zufriedenstellend
Subcision Durchtrennung der Bindegewebsstränge durch Einführung von Nadeln unter die Haut Ergebnisse halten bis zu 2 Jahre an, auch hier ist die Studienlage nicht eindeutig.
Endermologie Hautfalten werden massiert, sodass Lymph- und Wasserabfluss unterstützt werden. Keine genaue Studienlage, es ist also nicht bewiesen, dass diese Therapie langfristig Wirkung zeigt.
Kryolipolyse Zerstörung der Zellmembran der Adipozyten Noch sehr unerforschte Methode, bei der der Erfolg noch nicht bewiesen ist.
Liposuktion (Fettabsaugung) Fettabsaugung an spezifischen Körperstellen Cellulite kann durch den Eingriff verschlimmert werden, zudem ist der Eingriff mit Risiken verbunden.
Mesotherapie Injektion von verschiedenen Substanzen (unter anderem Hormone, Koffein) Keine bewiesene Besserung, außerdem werden häufig unangenehme Nebenwirkungen festgestellt
Radiofrequenz Erhitzung des Gewebes und Kombination von Laser, Fettabsaugung und Massage Sehr viele Sitzungen für geringe Verbesserung.

Was verstärkt Cellulite?

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Cellulite beziehungsweise ihre Ausprägung ist zum Teil genetisch bedingt, aus diesem Grund kämpfen auch einige schlanke und sportliche Frauen gegen die Orangenhaut. Dennoch gibt es Faktoren, die Cellulite verstärken oder ihre Entstehung begünstigen.

Rauchen

Durch das in Zigaretten enthaltene Nikotin verengen sich Blutgefäße und der Stoffwechsel wird gestört. Außerdem kann Nikotin das Bindegewebe angreifen. So können sich die Fettpolster deutlicher von der Haut abzeichnen.

Gewichtszunahme

Auch schlanke Frauen besitzen oftmals Cellulite, dennoch gilt auch, dass ein hoher Körperfettanteil die Erscheinung von Cellulite begünstigt. Bei Übergewicht dehnt sich sich die Haut aus und mehr Fett wird in den Zelle abgespeichert, so können sich die Hautunebenheiten ausweiten und intensivieren.

Auch schnelle Gewichtsreduktionen wie durch Crash-Diäten schwächen die Fasern und verstärken das Problem, sobald Fettzellen neu befüllt werden. Damit es zu keinen Jojo-Effekt kommt, sollte lieber durch eine ausgewogene Ernährung das Gewicht langsam aber nachhaltig reduziert werden.

Ungesunde Ernährung

Insbesondere Alkohol, Softdrinks, Milchprodukte, Kaffee und Zucker können Einfluss auf Cellulite haben. Diese führen zu Wassereinlagerungen, verengten Blutgefäßen und geschwächtem Bindegewebe. Milchprodukte können zudem Hormone enthalten, die Cellulite begünstigen.


Akzeptanz von Cellulite

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Cellulite ist genetisch bedingt und gehört zum weiblichen Körper dazu. Interessant ist zum Beispiel, dass Cellulite vor einigen Jahrzehnten sogar noch als Schönheitsideal galt. Die Hautverformung wurde als Zeichen für Fruchtbarkeit und Weiblichkeit gewertet.

Dieses Ideal hat sich geändert, die Genetik hingegen nicht. Du musst dir auch bewusst machen, dass Cellulite etwas ganz Normales ist. Auch die Haut von Models, Schauspielerinnen und Instagram-Influencerinnen ist nicht perfekt. Bilder in Zeitschriften und in sozialen Medien werden bearbeitet und retuschiert, auch wenn es sich einfach sagen lässt: Vergleichen darf man sich mit solchen Bildern nicht.

Wie in so vielen Lebensbereichen gilt es auch hier auf dich selbst zu schauen: wie kannst du es schaffen dich wohler zu fühlen und die Cellulite etwas zu reduzieren? Die Antwort ist einfach: tu mehr von den Dingen, die gegen Cellulite helfen und weniger von jenen, die Cellulite verstärken

Cellulite ist ein natürlicher Hautzustand – keine Krankheit


Top 5 Tipps gegen Cellulite

Wir habe dir die besten Tipps gegen Cellulite zusammengefasst:

  1. Ernähre dich gesund und ausgewogen.
  2. Sport ist wichtig – insbesondere Krafttraining.
  3. Trinke täglich mindestens 2 Liter Wasser (ungesüßten Tee), um Wassereinlagerungen zu vermeiden.
  4. Verzichte auf Zigaretten und Alkohol.
  5. Akzeptiere deine Haut so wie sie ist!

Lipödem oder Cellulite?

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Lipödeme sind Fettverteilungstörungen, die ebenfalls fast ausschließlich nur Frauen betreffen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Krankheit, die Fettgewebszellen verändern sich, sodass Arme und Beine voluminöser werden, während Hände, Füße und die Körpermitte unverändert sind. Betroffene klagen über starke Schmerzen in betroffenen Körperregionen und ein eingeschränkte Lebensqualität. Im Anfangsstadium dieser Krankheit ist es oftmals sehr schwer festzustellen, ob es sich um ein Lipödem, Adipositas oder Cellulite handelt.

Lipödeme haben allerdings nichts mit der Kalorienaufnahme oder der Ernährung zu tun, diese Krankheit entwickelt sich unabhängig davon. Bei schmerzenden Gliedmaßen und Blutergüssen, die sich schon bei leichtem Druck entwickeln, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.


Häufige Fragen und Antworten

Nein, zumindest nicht direkt. Durch die Einnahme der Anti-Baby Pille wird dein Hormonhaushalt beeinflusst. In bestimmten Abschnitten des Zyklus sind Wassereinlagerungen und damit verbundene Gewichtszunahme normal. Daher kann es sein, dass dir die Cellulite zu diesen Zeitpunkten deutlicher oder ,,schlimmer” vorkommt. Ob durch die zusätzliche Einnahme von Hormonen durch die Pille Cellulite entsteht oder begünstigt wird, ist derzeit nicht bewiesen.

Cellulite entsteht bei Frauen, da die Oberhaut der Frauen dünner ist und im Unterhautgewebe mehrere und größere Fettzellen liegen, welche sich vergrößern können, um Nahrungsreserven bei Schwangerschaften zu bilden. Diese vergrößerten Zellen drängen durch feine Stränge des Bindegewebes nach oben und lassen die typischen Grübchen entstehen. Bei Männern hingegen hat das Bindegewebe einen anderen Aufbau und die Fettzellen sind stabil in der Unterhaut verankert. Somit ist die Veranlagung erst mal genetischer Natur.

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