Schilddrüsenunterfunktion Ernährung - Kann man mit einer Schilddrüsenunterfunktion abnehmen?

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Die Schilddrüse ist zwar ein kleines Organ, trotzdem sollte man sie nicht unterschätzen. Sie produziert lebenswichtige Hormone, welche nahezu alle Körperfunktionen beeinflussen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich daher auf viele körperliche Prozesse auswirken. Häufig nehmen Betroffene die unter einer Schilddrüsenunterfunktion leiden an Gewicht zu – auch wenn sie wenig essen. Die richtige Ernährung bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist also entscheidend, wenn es um das Thema Abnehmen geht!

In diesem Artikel klären wir dich daher rund um das Krankheitsbild der Schilddrüse auf. Du erfährst, wie sich eine Schilddrüsenunterfunktion auf deinen Körper und dein Gewicht auswirkt und verraten, welche Ernährung bei einer Schilddrüsenunterfunktion sinnvoll ist.


Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

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Die Schilddrüsenunterfunktion, auch bekannt als Hypothyreose, kennzeichnet sich durch eine mangelhafte Hormonproduktion der Schilddrüse. Das hat zur Folge, dass viele Körperfunktionen negativ beeinflusst werden. Unter anderem werden nahezu alle Stoffwechselprozesse heruntergefahren, wodurch es häufig zu einer Gewichtszunahme kommt – ganz gleich wie wenig die Person isst. Zusätzlich lagert sich vermehrt Wasser ein, wodurch das Körpergewicht ebenfalls ansteigen kann. Generell sind Schilddrüsenfunktionsstörungen weit verbreitet. In Deutschland zählen Probleme mit der Schilddrüse zu den häufigsten Operationsindikationen.

Frauen leiden häufiger unter einer Schilddrüsenunterfunktion als Männer.


Was macht die Schilddrüse?

Die Schilddrüse liegt etwas unterhalb des Kehlkopfes, wie ein Schild vor der Luftröhre. Sie ist zwar relativ klein, jedoch die größte Hormondrüse des Körpers und dadurch an der Regulation zahlreicher Körperfunktionen beteiligt. Ein Mangel oder Überschuss an Schilddrüsenhormonen kann sich daher negativ auf Stoffwechsel, Grundumsatz, Wachstum, Entwicklung, Temperaturregulation sowie Gehirnentwicklung und -funktion auswirken. Man sollte das schmetterlingsförmige Organ also nicht unterschätzen.


Welche Schilddrüsenhormone gibt es?

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Die Produktion der Schilddrüsenhormone wird durch verschiedene Zentren im Gehirn gesteuert. Ein Teil des Gehirns (der Hypothalamus) schüttet das Hormon TRH aus. TRH signalisiert einem weiteren Gehirnabschnitt (der Hypophyse) das Hormon TSH freizusetzen. Durch TSH wird letztendlich die Produktion der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3), Thyroxin (T4) und Calcitonin angeregt. Besitzen wir ausreichend Schilddrüsenhormone, wird die Produktion gehemmt. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann durch Störungen auf allen drei Ebenen entstehen.

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4

Für die Produktion der beiden Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3)  und Thyroxin (T4) benötigt der Körper neben Jod noch Eiweiß. Thyroxin ist die Vorstufe von Trijodthyronin. T4 dient größtenteils dem Transport von Jod und entfaltet seine Wirkung fast ausschließlich nachdem es in T3 umgewandelt wurde. Aus diesem Grund reagiert T3 auch zwei bis viermal effektiver und schneller als T4.

T4T3
Produktion (μg pro Tag)ca. 90ca. 10
Wirkungseintritt (Stunde) nach oraler Gabe12-242-4
Plasmahalbwertszeit (Tage)70,75
Anteil, der direkt aus der Schilddrüse stammt100%20%

Beide Hormone stimulieren den Proteinstoffwechsel und tragen dadurch unter anderem zum Wachstum und zur Reifung des Gehirns und der Knochen bei. Außerdem wird durch die erhöhte Proteinsynthese der Grundumsatz gesteigert. Wir verbrennen also mehr Energie, ohne unsere körperliche Aktivität zu erhöhen. Darüber hinaus beeinflussen die Schilddrüsenhormone die Wirkung anderer Hormone und stimulieren somit ebenfalls den Kohlenhydratmetabolismus und unterstützen den Fettstoffwechsel.

Das Schilddrüsenhormon Calcitonin

Calcitonin wird hauptsächlich in der Schilddrüse gebildet. Wie der Name bereits vermuten lässt, hat das Hormon etwas mit Calcium zutun, genauer gesagt reguliert es den Calcium- und Phosphathaushalt des Körpers. Dadurch spielt es eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel. Durch Calcitonin wird der Calciumspiegel im Blut reduziert, wodurch weniger Calcium aus dem Knochen freigesetzt wird. Zusammenfassend kann man also festhalten: das Schilddrüsenhormon schützt unsere Knochen damit vor der Entstehung einer Osteoporose.


Was braucht die Schilddrüse damit sie Hormone bilden kann?

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Damit die Schilddrüse ausreichend Hormone produzieren kann benötigt sie Jod. Der Körper kann Jod nicht selber herstellen, daher muss es unbedingt über die Nahrung aufgenommen werden. Der empfohlene Jodbedarf im Jugend- und Erwachsenenalter liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei etwa 200 µg pro Tag. Sowohl in der Kindheit als auch im Alter benötigen wir etwas weniger Jod. Während der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Bedarf hingegen an.

Wie wirkt Selen auf die Schilddrüse?

Die Stoffwechselabläufe von Jod und Selen stehen in einem engen Zusammenhang. Durch Jod entsteht bei der Produktion der Schilddrüsenhormone ein Stoff, welcher das Schilddrüsengewebe schädigt. Selen inaktiviert diesen Stoff und schützt somit die Schilddrüse. Laut der DGE sollten Erwachsene etwa 60-70 µg Selen pro Tag zu sich nehmen. Kinder und Jugendliche haben einen geringeren Bedarf, bei Stillenden steigt die empfohlene Zufuhr hingegen auf 75 µg pro Tag an.

Der Großteil des Gesamtkörperbestandes an Jod und Selen findet sich in der Schilddrüse wieder.


Wie kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion?

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Eine Schilddrüsenunterfunktion kann durch Störungen der Hormonproduktion auf allen drei Ebenen (Hypothalamus, Hypophyse und Schilddrüse) entstehen. Die Krankheit kann bereits angeboren sein oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln. In den meisten Fällen entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion jedoch aufgrund einer chronischen Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis).

Bei einer Hashimoto-Thyreoditis wird gesundes Schilddrüsengewebe abgebaut, wodurch weniger Zellen zur Hormonproduktion bereit stehen. Anfangs wird der Hormonbedarf durch die restlichen Zellen kompensiert. Ist jedoch zu viel Gewebe geschädigt, können die gesunden Zellen nicht mehr ausreichend Hormone produzieren, wodurch es zu einem Mangel an Hormonen kommt. Aus diesem Grund bleibt eine Schilddrüsenunterfunktion anfangs zumeist unbemerkt und entsteht schleichend.

Durch die verminderte Hormonkonzentration im Blut kann es außerdem zu einer verstärkten TRH-Ausschüttung kommen. In diesem Fall versucht die Schilddrüse der Hormonproduktion gerecht zu werden indem sie an Volumen zunimmt. Es kommt also zu einer Vergrößerung der Schilddrüse, was auch als Struma oder Kropfbildung bezeichnet wird.

Etwa ⅓ der Deutschen hat eine leichte Struma.

Weitere Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion

Der häufigste Grund für eine Schilddrüsenunterfunktion ist der Verlust von funktionsfähigem Schilddrüsengewebe in Folge einer chronischen Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis). Eine Schilddrüsenunterfunktion kann jedoch auch andere Ursachen haben. Man unterscheidet drei Arten der Schilddrüsenunterfunktion:

KrankheitsgradUrsache
Primäre SchilddrüsenunterfunktionAngeboren:

  • Geburt ohne Schilddrüse (Athyreose)
  • Fehlentwickelte Schilddrüse (Schilddrüsendysplasie)
  • Fehlerhafte Produktion der Schilddrüsenhormone
  • Zu hoch dosierte Therapie bei schwangeren Frauen mit Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

 

Erworben:

  • Chronische Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Zu hoch dosierte Therapie bei Schilddrüsenüberfunktion
  • Schilddrüsenoperation
  • Jodmangel
Sekundäre Schilddrüsenunterfunktion
  • Hypophyse produziert zu wenig TSH
Tertiäre Schilddrüsenunterfunktion
  • Hypothalamus produziert zu wenig TRH

Was passiert wenn die Schilddrüse eine Unterfunktion hat?

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Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse weniger Hormone als wir benötigen. Da die Schilddrüsenhormone Einfluss auf nahezu alle Stoffwechselprozesse haben, wirkt sich eine Schilddrüsenunterfunktion ebenfalls auf das Gewicht aus: In den meisten Fällen resultiert eine Gewichtszunahme.

Schuld an dem erhöhten Gewicht bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind folgende Prozesse: Durch den Mangel der Schilddrüsenhormone T3 und T4 verringert sich die Proteinsynthese. Außerdem wird der Kohlenhydratmetabolismus nicht ausreichend stimuliert und die Lipolyse nicht mehr unterstützt. Darüber hinaus erniedrigt sich ebenfalls die Körpertemperatur und die Wirkung anderer Hormone wird negativ beeinflusst. All das hat zur Folge, dass sich auch der Grundumsatz erniedrigt. Der gesamte Stoffwechsel wird also heruntergefahren und der Körper verbrennt weniger Kalorien.

Schilddrüsenhormone können bis zu 30 Prozent des Grundumsatzes beeinflussen.


Schilddrüsenunterfunktion Symptome

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In den meisten Fällen dauert es eine Weile, bis eine Schilddrüsenunterfunktion erkannt wird. Der Prozess ist schleichend und die Symptome werden häufig fehlinterpretiert. Da die Schilddrüsenhormone Einfluss auf den gesamten Organismus haben, können auch die Symptome am ganzen Körper auftreten:

  • Müdigkeit
  • Leistungs- und Konzentrationsschwäche
  • Gedächtnisstörungen
  • Erhöhte Kälteempfindlichkeit
  • Gewichtszunahme

Schilddrüsenunterfunktion Untersuchung

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Um eine Schilddrüsenunterfunktion festzustellen, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser hinterfragt zunächst die typischen Symptome und führt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei wird vor allem die vordere Halsregion abgetastet, um Veränderungen bezüglich der Größe und der Konsistenz der Schilddrüse festzustellen. Das kann auch mit Hilfe von Ultraschall oder einer Gewebeprobe erfolgen.

Außerdem ist eine Blutprobe durchaus wichtig, um die Funktion der Schilddrüse zu beurteilen. Hier ist besonders der TSH-Wert von Bedeutung. Die Konzentration von TSH im Blut gibt an, wie sehr die Schilddrüse angeregt werden muss, um genügend Schilddrüsenhormone zu produzieren. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind die TSH-Spiegel erhöht wohingegen die Schilddrüsenhormone T3 und T4 erniedrigt sind. Zusätzlich finden sich im Blut Antikörper, welche gegen das Schilddrüsengewebe arbeiten.


Was essen bei einer Schilddrüsenunterfunktion?

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Wenn es sich um eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion handelt, wird man mit Hilfe von Ernährung leider nicht viel ausrichten können. In diesem Fall müssen Medikamente eingenommen werden, um den Mangel an Schilddrüsenhormonen wieder auszugleichen. Ist jedoch die Ernährung schuld an der Schilddrüsenunterfunktion, sollte man auf folgende Nährstoffe achten.

Schilddrüsenunterfunktion Ernährung: Jod

Die Schilddrüse benötigt Jod, um ausreichend Hormone produzieren zu können. Ein Jodmangel kann also mitverantwortlich für die Entstehung einer Schilddrüsenunterfunktion sein. Eine Überversorgung mit Jod ist durch die Ernährung nicht zu erreichen sondern nur durch Supplemente!

Mehr als 30% der deutschen Bevölkerung erreichen nicht die empfohlene Jodzufuhr. Jeder Dritte leidet unter Jodmangel.

ThemaEmpfehlung
Empfohlene Zufuhr für Erwachsene (laut DGE)200 µg pro Tag
Bedarfsdeckung
SupplementierenVor einer Supplementation sollte immer zuerst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

  • Während Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bei Verzicht auf Seefisch und/oder Milch und Milchprodukte
  • Bei krankheitsbedingt streng salzarmer Ernährung
Überversorgung
  • > 500 μg pro Tag (Deutschland)
  • >1.000 μg pro Tag (WHO)
RezeptvorschlagUnser Lachs auf Spinat-Zitronen-Pasta enthält ca. 50 µg Jod

Schilddrüsenunterfunktion Ernährung: Selen

Ein Mangel an Selen führt zur Schädigung von Schilddrüsengewebe, wodurch es zu einer Kropfbildung kommen kann. Daher ist Selen ebenfalls ein wichtiger Nährstoff, um eine Schilddrüsenunterfunktion zu meiden. Selen findet sich in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, der Gehalt ist vom Anbaustandort abhängig. Eine Überdosierung ist durch die Einnahme von Supplementen oder durch die übermäßige Lebensmittelzufuhr zu erreichen.

ThemaEmpfehlung
Empfohlene Zufuhr für Erwachsene (laut DGE)60-70 µg pro Tag
Bedarfsdeckung
  • 100 g Schweinefleisch (mager): 12 µg
  • 1 Ei: 7 µg
  • 100 g Linsen: 10 µg
  • 100 g Haferflocken: 10 µg
SupplementierenVor einer Supplementation sollte immer zuerst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

  • Bei einseitiger Ernährung (Veganer, Energie- oder Proteinreduzierte Kost)
  • Bei Absorptionsstörungen (z.B. Mukoviszidose)
Überversorgung
  • > 800 μg pro Tag
  • 200.000 μg als Einzeldosen ist tödlich
RezeptvorschlagUnser Champignon Kartoffel Omelette enthält ca. 15 µg Selen

Schilddrüsenunterfunktion Ernährung: Eisen

Ein ausgeprägter Eisenmangel wirkt sich ebenfalls negativ auf die Produktion der Schilddrüsenhormone aus. Dadurch kann eine Schilddrüsenunterfunktion auch durch eine unzureichende Eisenzufuhr entstehen. Fleisch ist der beste Eisenlieferant. Allerdings findet sich Eisen in fast jedem Lebensmittel wieder, wenn auch nur in geringen Mengen. Eine Überdosierung ist nur durch die Einnahme von Supplementen zu erreichen.

Weltweit leiden mehr als 2 Mrd Menschen unter einem Eisenmangel.

ThemaEmpfehlung
Empfohlene Zufuhr für Erwachsene (laut DGE)10-15 mg pro Tag
Bedarfsdeckung
  • 100 g Leber: 6-14 mg
  • 100 g Rindersteak: 5-6,5 mg
  • 100 g Hülsenfrüchte: 1,9-8 mg
  • 100 g grünes Blattgemüse: 0,4-1 mg
SupplementierenVor einer Supplementation sollte immer zuerst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

  • Bei einseitiger Ernährung (Veganer, Vegetarier, Energie- oder Proteinreduzierte Kost)
  • Während Wachstumsphasen (Kinder, Jugendliche, Schwangere)
Überversorgung> 180 mg Eisen pro kg Körpergewicht
RezeptvorschlagUnser Brokkoli Geflügel mit Ei enthält ca. 6 mg Eisen

Schilddrüsenunterfunktion Ernährung: Vitamin A

Bei einem Mangel an Vitamin A werden sowohl die Schilddrüsenunterfunktion als auch das Kropfwachstum stärker stimuliert. Aus diesem Grund sollte man ebenfalls auf eine ausreichende Vitamin A-Versorgung achten. Das aktive Vitamin A kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Die Vorstufe “Beta-Carotin” findet sich jedoch auch in pflanzlichen Lebensmitteln wieder. Die Einnahme von hohen Dosen Beta-Carotin ist ungefährlich.

1 mg Vitamin A = 6 mg Beta-Carotin

ThemaEmpfehlung
Empfohlene Zufuhr für Erwachsene (laut DGE)0,8-1 mg pro Tag
Bedarfsdeckung
  • 100 g Rinderleber: 14,2 mg
  • 100 g Aal: 1,2 mg
  • 100 g Gouda: 0,3 mg
  • 100 g Karotte: 8,3 mg (Beta-Carotin)
  • 100 g Grünkohl: 5,8 mg (Beta-Carotin)
SupplementierenVor einer Supplementation sollte immer zuerst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

  • Bei einseitiger Ernährung (Veganer, Vegetarier, Energie- oder Proteinreduzierte Kost)
  • Während Wachstumsphasen (Kinder, Jugendliche, Schwangere)
  • Ältere Menschen
  • Neugeborene (Versorgung ist abhängig vom Vitaminstatus der Mutter)
Überversorgung
  • > 30 mg Vitamin A pro Tag (Erwachsene)
  • > 6 mg Vitamin A pro Tag (Kinder)
RezeptvorschlagUnser Bulgur Salat mit Zucchini und Möhre enthält ca. 8500 IU Beta-Carotin = 2,5 mg Vitamin A

Welche Lebensmittel sollte man bei Schilddrüsenunterfunktion vermeiden?

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Einige Lebensmittel sollten aus der Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion gestrichen oder nur in Maßen verzehrt werden:

  • Sojahaltige Lebensmittel
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Hochkonzentrierte pflanzliche Extrakte und Supplemente
  • Kreuzblütler (z.B. Kohlsorten, Rucola, Radieschen)

Ein hoher Verzehr dieser Lebensmittel kann in Kombination mit einer mangelnden Jodzufuhr die Kropfbildung begünstigen und wirkt sich ebenfalls negativ auf die Schilddrüsenhormone aus. Schuld daran sind unter anderem sogenannte Phytate, welche die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen. Vitamin C hingegen fördert die Eisenabsorption.


Kann man mit einer Schilddrüsenunterfunktion abnehmen?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion fährt der Körper alle Stoffwechselprozesse herunter und befindet sich quasi auf Sparflamme. Daher wird der Gewichtsverlust zwar erschwert, ist jedoch nicht unmöglich. Wie bei jeder Gewichtsreduktion bedarf es hier viel Geduld um sein Ziel auf gesunde und nachhaltige Weise zu erreichen. Grundsätzlich sollte die Ernährung ausgewogen gestaltet werden und sich in einem Kaloriendefizit bewegen. Durch regelmäßige körperliche Bewegung kann der Abnahmeprozess zusätzlich unterstützt werden. Generell hat Sport viele positive Auswirkungen auf unsere Körpervorgänge und trägt ebenfalls zum langfristigen Gewichtsmanagement bei.


Kann eine Schilddrüsenunterfunktion wieder weg gehen?

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Eine Schilddrüsenunterfunktion kann unter bestimmten Umständen auch wieder geheilt werden. Hier spielen vor allem Schweregrad und Ursache der Erkrankung eine Rolle. Sollte die Schilddrüsenunterfunktion durch eine unausgewogene Ernährung verursacht worden sein und rechtzeitig erkannt werden, kann die Krankheit in den meisten mit Hilfe von Jodgaben geheilt werden. Spielen jedoch andere Faktoren wie die Gene, Entzündungen oder Operationen eine Rolle, kann man eine Schilddrüsenunterfunktion nur mit Hilfe von Medikamenten wieder in den Griff kriegen.


Fazit über Schilddrüsenunterfunktion Ernährung

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, wodurch zahlreiche Körperprozesse beeinflusst werden. Die veränderte Hormonlage hat ebenfalls Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel, wodurch Betroffene häufig unter Gewichtszunahmen leiden. Die Schilddrüsenunterfunktion kann sowohl angeboren sein, als auch durch eine unausgewogene Ernährung entstehen. In manchen Fällen kann sie jedoch – sofern sie frühzeitig erkannt wird – wieder geheilt werden.


Häufige Fragen und Antworten

Die Schilddrüse ist die größte Hormondrüse des Körpers. Bei einer Unterfunktion produziert sie zu wenig Schilddrüsenhormone. Dadurch werden zahlreiche Körperprozesse beeinflusst, wie zum Beispiel Stoffwechsel, Grundumsatz, Wachstum, Entwicklung, Temperaturregulation sowie Gehirnentwicklung und -funktion.

Um eine Schilddrüsenunterfunktion vorzubeugen sollte man auf eine ausreichende Zufuhr von Jod, Selen, Eisen und Vitamin A achten. Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion kann nur mit Medikamenten behandelt werden.

Um einer Schilddrüsenunterfunktion vorzubeugen sollte man bei einer unzureichenden Jodversorgung auf sojahaltige Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, hochkonzentrierte pflanzliche Extrakte und Supplemente sowie Kreuzblütler (z.B. Kohlsorten, Rucola, Radieschen) verzichten.

Da eine Schilddrüsenunterfunktion den Stoffwechsel beeinflusst ist eine Gewichtsabnahme zwar erschwert, jedoch nicht unmöglich. Wichtig hierbei sind Geduld, eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige körperliche Bewegung.


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