Upfit #118: Leistungsdruck im Profisport mit Frank Busemann (Teil 1)

In Podcast #118 haben wir den ehemaligen Leistungssportler, Olympioniken und Zehnkämpfer Frank Busemann erneut zu Gast. Frank ist sportlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Präventivmedizin und bietet Vorträge, Seminare und Projektarbeiten für Unternehmen an. Sein letzter Auftritt im Upfit Podcast drehte sich um das Thema „Prinzipien im Leistungssport“ und wie sich diese auf den Alltag von Nicht-Profi-Sportlern übertragen lassen. Heute geht es um Druck im Leistungssport und die Methoden, die Athleten entwickeln, um damit fertig zu werden. Außerdem verrät Frank, wie sich diese Methoden auch außerhalb vom Sport anwenden lassen: Egal, ob im Job oder beim Abnehmen. Frank hat jede Menge Tipps und Know-How im Gepäck und geizt dabei nicht mit Anekdoten aus seiner Zeit als Profi-Sportler.


Unser Gast: Frank Busemann

Upfit Podcast Gast Frank Busemann

Über Frank Busemann

  • Ehemaliger Profi-Leichtathelt, Zehnkämpfer und Olympionik
  • Referent, Speaker, Moderator und Kommentator
  • Sportlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Präventivmedizin

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Transkript zum Podcast

Intro

Till [00:00:00] Herzlich willkommen zum Podcast von Upfit – deinem Ernährungscoach für die Hosentasche, der gesunde Ernährung leicht macht. 100 % individuelle Ernährungspläne für dein persönliches Ziel per Smartphone-App. Tausende haben bereits ihre Erfolgsgeschichte mit Upfit geschrieben. Auch Topathleten und Ernährungsberater vertrauen auf unser Know-how. Warum das so ist? Schau es dir am besten selbst an unter www.upfit.de. Und jetzt geht es los mit dem Podcast!

Heutiger Sponsor: Löwenanteil

Till [00:00:26] Unsere heutige Folge wird von Löwenanteil unterstützt. Wer oder was Löwenanteil genau ist, das erfährst du in unserem kommenden Sponsoring Clip. Vielleicht kennst du Löwenanteil schon. Ich kenne es jedenfalls schon eine ganze Weile. Es handelt sich dabei um fertige Bio-Lebensmittel und zwar komplette Gerichte, die von einem Spitzenkoch entworfen wurden, extrem lecker sind und dir die Ernährung im Alltag enorm erleichtern können. Löwenanteil hat einige richtig gute Vorteile, weshalb ich dieses Produkt auch wirklich empfehlen kann. Es ist ein relativ großes Einmachglas, das du da kaufen kannst und das reicht in der Regel für mehr als eine Mahlzeit, insbesondere wenn du dir ein bisschen Reis oder Kartoffeln oder eine andere Beilage dazu machst – wenn du denn Kohlenhydrate auf dem Speiseplan stehen hast. Ansonsten kannst du natürlich auch eine beliebige andere Beilage dazu machen. Und es eignet sich eben für alle Menschen, die aus irgendwelchen Gründen keine Zeit, keine Lust oder auch einfach nicht die Möglichkeiten haben, regelmäßig frisch etwas zu kochen. Die Zutaten sind in Bioqualität und es ist eine wirklich gute Mischung aus hohem Proteinanteil und einer hohen Qualität. Es sind lange sättigende Mahlzeiten, weil eben viele Ballaststoffe mit drin sind. Und es schmeckt unglaublich gut. Und das Gute dabei ist auch noch, du brauchst keinen Kühlschrank, um das zu lagern, was ja auch bei vielen Arbeitsplätzen zum Beispiel gar nicht möglich ist. Das heißt, wir haben hier ein richtig gutes Lebensmittel, das fertig verpackt und schnell zuzubereiten ist – du brauchst nur drei Minuten dafür! Und es ist auch kalt genießbar, wenn du gar keine Möglichkeit haben solltest, das Ganze aufzuwärmen. Ein top Produkt für jeden, der sich ein bisschen Zeit sparen möchte im Alltag und das vielleicht auch regelmäßig machen möchte. Denn mit 6,99 Euro für ein bis zwei Mahlzeiten bist du hier dabei. Und ich glaube, das ist ein Preis, den man für die hohe Qualität auf jeden Fall zu zahlen bereit sein sollte. Wie gesagt, alles in Bioqualität und die Speisen sind sehr unterschiedlich. Es gibt sehr viele verschiedene Gerichte. Guck es dir einfach mal an auf der Seite und wende am besten unseren Rabattcode an. Das ist upfit10. u-p-f-i-t-1-0 – klein geschrieben und zwei Nummern. Damit bekommst du 10 % auf deine Bestellung bei Löwenanteil. Also schaut auch gerne mal in die Shownotes rein. Da sind auch ein paar weitere Facts zusammengestellt. Wenn du zum Mittagessen, zum Abendessen, auf der Arbeit oder zu Hause das Ganze mal probieren möchtest oder vielleicht sogar als regelmäßige Mahlzeit installieren möchtest, um dich einfach ein bisschen gesünder zu ernähren, dann solltest du Löwenanteil wirklich mal eine Chance geben und das Ganze probieren. Es lohnt sich. Schmeckt super.

Heutiges Thema: Leistungsdruck im Profi-Sport

Till [00:03:12] Moin moin ihr Lieben, lange ist es her, dass wir uns gehört haben bzw. dass ihr mich gehört habt. Ich freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu einer neuen Folge vom Upfit Podcast. Mein Gast heute, von dem habt ihr wahrscheinlich in letzter Zeit sogar mehr gehört als von mir, denn er war sehr präsent während der European Championships, falls ihr die im Fernsehen verfolgt habt, im Speziellen während der Leichtathletik-EM. Dort war Frank Busemann als Co-Kommentator und Moderator mit am Start und hat seine Expertise eingebracht als ehemaliger Zehnkämpfer. Ja, ich habe mir Frank Busemann erneut ans Mikrofon geholt. Wir waren in Folge 66 schon mal zusammen. Da haben wir über die Prinzipien des Leistungssports geredet und wie du diese für dich im Alltag nutzbar machen kannst. Mein Thema heute soll auch praxisnah sein und trotzdem auch das Thema Leistungssport anschneiden, nämlich die Frage danach „Wie gehen Leistungssportler mit diesem extrem hohen Druck um?“. Zum Beispiel wenn sie ihre Leistung eine Zeit lang nicht bringen oder wenn sie an der Startlinie stehen und ein ganzes Stadion auf sie herunter blickt, um sie performen zu sehen. Wie schafft man es in so einer Situation trotzdem on point seine Leistung zu bringen? Was für Strategien gibt es da und was kannst du daraus lernen, um im Alltag mehr Leistung zu bringen, fokussierter zu sein oder vielleicht einfach auch deinen Zielen ein Stückchen besser näher kommen zu können.

Was ist überhaupt Profisport?

Till[00:04:39] Erstmal herzlich willkommen, dass du erneut in meinen Podcast gekommen bist. Ich habe gerade nachgeguckt, es war Folge 66. Schön, dass du da bist.

Frank Busemann [00:04:47] Ja, das hat mich total verwirrt, dass ich nochmal kommen darf. Ich habe gesagt, ich bin auch schon da gewesen.

Till [00:04:54] Es ist nicht wie bei den Olympischen Spielen oder so. Hier darfst du auch so oft, wie du möchtest. Keine Altersgrenze oder so!

Frank Busemann [00:05:01] Okay, dann habe ich ja die nächsten Wochen hier etwas zu tun. Nein, Spaß! Das erträgt ja keiner den ganzen Tag. Da nerve ich ja schon meine Familie.

Till [00:05:09] Ich bin froh, dass du uns ausnahmsweise mal die Ehre gönnst, uns auf die Nerven zu gehen. Ich finde das hervorragend. Wir haben heute ein Thema, was auf den ersten Blick sehr speziell ist, nämlich „Druck im Profisport“. Aber ich werde versuchen, direkt mal das Eis zu brechen für alle, die draußen vor den Hörgeräten rumhocken und dich erstmal fragen: „Was ist überhaupt Profisport?“. Wo würdest du persönlich mit deinen Erfahrungen die Grenze ziehen zwischen Amateur- und Profisport? Was ist es: die berufliche Haupttätigkeit oder ist es das Leistungsniveau oder die öffentliche Aufmerksamkeit? Was würdest du sagen?

Frank Busemann [00:05:47] Ja, also ich glaube der Profisport hat es ja schon im im Namen: Professionell. Das heißt, du verdienst damit deinen Lebensunterhalt. So, jetzt gibt es olympische Sportarten, die sind die besten ihrer Welt – in, ich will es mal so sagen, Randsportarten. Die verdienen damit 500 € im Monat, da lacht sich jeder andere kaputt. Die machen das aber mit 50 Stunden die Woche. Das ist Profisport, weil das die Haupttätigkeit ist. Also Leistungssport, da muss man ja auch noch differenzieren: Wo fängt Leistungssport an? Und ich sage mal, ein Jugendlicher kann kein Leistungssport machen, weil das als Jugendlicher hat man das als Hobby. Da mag es Jugendliche geben, die trainieren sieben-, acht-, neunmal Mal die Woche schon. Ich habe mich auch gefragt, also das war eine gute Frage, wo fängt Leistungssport an? Und ich habe als 17-Jähriger dreimal die Woche trainiert und da sage ich, ich war kein Leistungssportler. Ich war ein Jugendlicher, der für den Sport lebte, brannte, interessiert war. Und der Leistungssport, der fing erst später bei mir an. Mit 19, da habe ich fünfmal die Woche trainiert, da war ich Junioren-Weltmeister, der Beste seines Fachs in der Altersklasse. Da habe ich schon Geld damit verdient. Also als 19-Jähriger, das weiß ich noch, da hörte ich in der Schule immer: „Kriegst du Taschengeld?“ – „Ja, zehn Mark von der Oma, die ist aber schon tot, zahlen meine Eltern.“ – „Ja und was machst du jetzt, wenn du dir eine CD kaufen willst?“ „Dann spare ich zwei Monate, dann kaufe ich sie mir.“ Nein, ich habe da über den Verein irgendwie auch 200, 300 Mark im Monat gekriegt. Ich war ja als 19-Jähriger ein Großverdiener.

Till [00:07:20] Aber schon krass, wenn man sich das mal vor Augen hält, was das eigentlich bedeutet. Dass man in einem Sport tatsächlich in der absoluten Weltspitze rumläuft und am Ende des Tages ist es aber nicht so, dass das Konto was davon merkt. Sondern am Ende des Tages hat man das Gleiche, wie wenn man Zeitung austragen geht.

Frank Busemann [00:07:38] Ja ja, da verdienst du besser mit.

Till [00:07:41] Ja, der Aufwand ist ungleich geringer.

Frank Busemann [00:07:44] Und da hast du noch ein bisschen frische Luft. In der Judohalle hast du nur so stinkige Gegner um dich herum.

Till [00:07:48] Es kommt halt auch auf die Sportart an, auf jeden Fall. Es ist echt schwierig. Und da knüpfe ich direkt an, weil ich diesen Fall schon super spannend finde. Weil im Endeffekt, als du 19 warst, gab es noch kein Instagram, da gab es noch kein YouTube. Das heißt, du hattest nicht mal die Möglichkeit, jetzt über solche Kanäle hinzugehen und zu sagen „Schaut mal, was ich Tolles kann und gebt mir eure Likes, dann kriege ich vielleicht einen tollen Werbedeal“. Aber heutzutage gibt es diese Möglichkeiten. Da gibt es neben den Menschen, die unglaublich gut sind und wahnsinnig krasse Leistungen vollbringen, auch Menschen, die vielleicht nur ganz gut sind in dem, was sie tun, sich aber unglaublich gut vermarkten können. Sind das dann Profisportler? Oder wie fasst man das?

Frank Busemann [00:08:31] Nein. Also als Profisportler musst du auch Wettkämpfe machen, da kannst du keine Videos machen und Likes einheimsen. Profisportler machen für mich Wettkämpfe, die streben nach Europameisterschaften, Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen, nach Deutschen Meisterschaften – die wollen die Besten sein. Und da gibt es zwar Influencer Competition, aber da gibt es keinen Platz 1, 2 oder 3. Also, das differenziere ich. Aber ich bin natürlich auch ein Kind des letzten Jahrtausends. Bei mir gab es das nie. Ich habe Sport gemacht, weil ich es super fand. Ich weiß noch, als ich das erste Mal Geld für Sport bekam. Da habe ich meinen Vater mit großen Augen angeguckt: „Warum kriege ich da jetzt Geld für? Wir haben bis jetzt ja immer bezahlt, also den Mitgliedsbeitrag im Verein.“ – „Naja. Dafür, dass du jetzt für den Verein startest.“ Das konnte ich nicht verstehen.

Till [00:09:14] Auf jeden Fall. Und die 4 € für jeden Startplatz, oder?

Frank Busemann [00:09:17] Genau. Die hatte ich dann immer in der Tasche, wenn ich dann irgendwie Lust auf einen Wettkampf hatte. Da musste ich immer das Meldeformular ausfüllen und dann zack – vier Mark bezahlen. Die habe ich dann auf den Tisch gelegt und dann bin ich mal just for fun einen Hunderter gelaufen.

Till [00:09:32] Was man so macht, wenn man halt Lust auf Sport hat.

Frank Busemann [00:09:34] Und das hat keiner mitgekriegt. Und die Ergebnisliste wurde eine Woche später zugeschickt. Das Internet gab es noch nicht, da hat man die Ergebnisse mit der Schreibmaschine abgetippt und an alle Teilnehmer des Sportfests versendet.

Wie äußert sich Leistungsdruck im Profisport?

Till [00:09:46] Genau, so sieht das aus. Oder man musste auch warten, bis die Siegerehrung war, damit man die Urkunde mitnehmen konnte und es schwarz auf weiß hat. Also man merkt, dass das wirklich eine andere Zeit ist. Und auch ich bin ja selbst ein Kind dieser Zeit. Und dass heutzutage da wirklich andere Mechanismen greifen. Um überhaupt über das Thema Druck reden zu können, muss man ja erstmal verstehen: Worin besteht denn dieser Druck eigentlich, den man als Profisportler verspürt? Weil im Endeffekt hat man ja als Influencer einen ganz anderen Druck. Da gibt es den Druck, regelmäßig Veröffentlichungen zu machen oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Worin besteht der Druck für einen Profisportler?

Frank Busemann [00:10:27] Die haben ja nicht weniger Druck. Also die machen sich den Druck ja auch. Die sind den ganzen Tag auf der Suche und dann kommt das, was sie da produziert haben, nicht an – und dann kommen ja auch die Selbstzweifel. Warum? Weil es jetzt eine ungünstige Zeit ist, etwas zu posten. Der Druck für Profisportler oder im Allgemeinen ist ja, dass wir eine bestimmte Vorstellung von dem haben, was wir erreichen wollen. Dieser Druck der Leistungssportler, der Profisportler, da heißt es ja immer: die Öffentlichkeit ist so hart und grausam. Sportler sind selber zu sich grausam. Die müssen grausam sein, sonst würden sie da oben nie ankommen. Die können ja nicht auf den Platz gehen und sagen „Egal, was ich da heute raushole.“ Ich meine, dass ist die Idealvorstellung. Wenn man gut vorbereitet ist und das einfach laufen lässt, von dem überzeugt ist, was man tut und das gerne macht, dann ist das natürlich gut. Aber letztendlich ist der Leistungssportler ja so getrieben, weil er außergewöhnliche Leistung bringen will. Und das schafft er nur, indem er sich selber unter Druck setzt. Der macht das nicht aus Spaß. Aber klar, dieser Druck, der macht ihm auch Spaß. Und das ist eine ganz interessante Sache, die ich am Wochenende jetzt erlebt habe. Mein Sohn hat Handball gespielt, Links-Außen. Da meint er so: „Du Papa, das ist voll super!“ Ich sage: „Wieso ist das voll super?“ – „Ja, da hast du keinen Druck. Da kannst du einfach machen. Wenn du vorbei wirfst ist klar: „So einen spitzen Winkel triffst du halt nicht“ und wenn du die Bude machst, bist du der Held. Und sonst spielt er immer mehr im Aufbau und ist so der Versenker. „Ja, da muss ich immer liefern.“ Und ich sage: „Aber du liebst doch diesen Druck. Das ist doch das, woran du dich reibst!“ – „Ja“, sagt er „aber es war auch mal ganz schön da draußen, einfach machen zu können und das einfach zu genießen“. Und der ist 13. Er macht noch keinen Leistungssport. Hatte ich ja gerade schon gesagt.

Till [00:12:19] Das war für mich auch ganz interessant, weil ich wusste ja auch nicht, wie du darüber denkst. Für mich war das Thema völlig offen. Die Frage danach, wie definiert man so einen Druck eigentlich? Und du sagst ja ganz klar, das kommt schon von innen. Natürlich, es gibt die Erwartungshaltung. Vielleicht kumuliert das dann zusammen. Aber initial, was am Anfang steht, ist, dass man selbst überhaupt sagt: „Ich möchte auf einem bestimmten Niveau sein, ich möchte ein bestimmtes Ziel erreichen.“ Und da gibt es bestimmt ganz viele Schnittmengen, wo man das mit anderen Bereichen auch wieder vergleichen kann. Aber jetzt nochmal für dich: Hand auf’s Herz. Deine eigenen Erfahrungen. Hat es für dich vom Druck her und dem Empfinden des Stresses, der damit einhergeht, einen Unterschied gemacht, ob du irgendwo auf einem Abendsportfest 100 Meter Lauf gemacht hast oder ob du dann im großen Stadion vor zehntausenden Menschen gestartet bist? Und wie kann man den Unterschied bemessen?

Frank Busemann [00:13:18] Ich glaube, jeder wächst mit der Aufgabe. Ein Kreismeister? Für den ist es das größte, Kreismeister zu werden. Und das ist vollkommen legitim. Das muss auch so sein. Das sehe ich. Ich sehe meine drei Kinder ja jetzt gerade, wie die heranwachsen im Sport und dann schlecht schlafen. Und dann thematisieren wir das auch. Darfst du aufgeregt sein? Du musst aufgeregt sein. Wenn du nicht aufgeregt wärst, dann wäre es dir egal. Dann wäre es dir gleichgültig. Und das ist dann schade. Und ich weiß noch, als ich das erste Mal Westphalen-Meister wurde. Ich habe gedacht, mehr kann ich in meinem Leben nicht erreichen. Also größer als bis nach Bielefeld ist die Welt bestimmt nicht. Da ist Feierabend. Und dann habe ich gemerkt: „Doch, die Welt ist wirklich noch größer“. Und dann wollte ich Deutscher Meister werden. Was ich dafür gemacht habe? Ich weiß gar nicht, wie oft ich gegen die Wand gerannt bin. Ich weiß noch, im Finale 110 Meter Hürden bin ich an der letzten Hürde gestürzt, hab mich auf die Nase gelegt und mir das Schlüsselbein gebrochen. Und dann lag ich da. Und alles stürzte in sich zusammen. Der Legende nach kam meine Mutter dann auf den Platz gerannt oder ins Krankenhaus und dann guckte ich sie an und sagte: „Und nächstes Jahr gewinne ich!“.

Till [00:14:29] Okay, da warst du noch im Delirium und weißt es nicht mehr so genau, oder wie?

Durch Leistungsdruck Bestleistungen erzielen

Frank Busemann [00:14:34] Keine Ahnung, das ist nicht zu verifizieren. Meine Mutter hat das erzählt. Und dann bin ich ein halbes Jahr später das erste Mal Deutscher Meister geworden. Ich konnte vorher nicht schlafen. Die Aufregung ist die gleiche, als wenn du Olympische Spiele hast. Das ist kein Unterschied. Das darf auch kein Unterschied sein, weil jeder sein Highlight sucht und in seinem Highlight zu Hause ist. Danach ja als olympischer Teilnehmer bei den Kreismeisterschaften, da waren das Aufbau-Wettkämpfe. Da war ich natürlich entspannter. Ja, das ist so ein Downgrade in der Aufmerksamkeit. Aber trotz alledem war ich bei den Kreismeisterschaften besser als im Training. Weil dieser Wettkampfdruck, der ist einfach einfach da und den habe ich über alles geliebt. Also wenn man das mal so vergleicht, ich bin im Training eigentlich nicht weit gesprungen, ich bin da keine 7 m weit gesprungen. Also keine 7 m im Training, aber 8 m im Wettkampf. Im Training keine 1,90 m hoch, aber Bestleistung 2,10 m. Ich konnte nicht im Training über diese Grenzen gehen. Ich brauchte diesen Wettkampfdruck und da war es auch egal, ob Olympische Spiele oder Westphalen-Meisterschaften. Ich brauchte diesen Wettkampf-Druck, um über Grenzen gehen zu können. Und das ist eben auch das Schöne, was man lieben lernen muss, wenn man sich da oben wohlfühlen will.

Till [00:15:53] Glaubst du, das kann man lernen? Für mich klingt das fast schon ein bisschen so wie ein Trademark und Persönlichkeitsmerkmal. So in Richtung Sensation-Seeking. Je höher das eigene Leistungsniveau und diese Ansprüche, die damit wachsen, desto mehr braucht man das auch, um überhaupt richtig performen zu können. Würdest du das unterschreiben?

Frank Busemann [00:16:16] Du wirst da, glaube ich, rein geboren. Du kannst aber über diese Mindset-Ebene was „korrigieren“ oder aufholen. Ich habe Raubbau an meinem Körper betrieben, weil ich in Grenzbereiche reingehen konnte, die der Körper im Grunde genommen nicht tolerieren konnte. Ich habe immer über meine Verhältnisse gelebt im Wettkampf. Das war toll, weil du abends im Bett gelegen hast und dir gedacht hast: „Wie geht das?“ Ich weiß auch noch bei den Weltmeisterschaften: Fünf Minuten vor dem Start – Faszienriss im Oberschenkel. Als wenn da ein Messer drin steckt. Und dann fällt der Startschuss. Dann laufe ich damit eine 10,87. Weiß aber gar nicht mehr, wie ich vom Ziel bis in den Aufenthaltsraum gekommen bin. Da sagt der Arzt: „Vergiss es! Das geht nicht. Du hast noch neun Disziplinen.“ Ich sage „Ich muss. Ich muss da raus“. Dann bin ich weit gesprungen. Anlaufmarke hingeklebt. Ich konnte ja keinen Kontrollanlauf machen, mir fiel ja der Oberschenkel ab. Und da bin ich angelaufen: 7,60 m. Ich wusste nicht mehr, wie ich aus der Grube rauskommen sollte. Für diesen einen Moment hat das Adrenalin mich so geflutet, dass ich diesen Schmerz ausblenden konnte. Der Arzt sagte: „Komm, lass es sein. Es hat keinen Sinn. Acht Disziplinen noch.“ Und dann bin ich auch raus, weil da gefühlt ein Messer im Oberschenkel drin steckte. Und da habe ich gedacht, schlechter als das – 10,87 und 7,60 m – werde ich nie mehr. Also unter den Voraussetzungen diese Leistung zu bringen … Aber geht doch. Das habe ich dann ein Jahr später bei den Olympischen Spielen ausprobiert. Geht noch weniger.

Till [00:17:49] Gut, aber in dem Moment ist es trotzdem hilfreich, wenn man dann in so einer Situation performt hat.

Frank Busemann [00:17:56] Für den Moment war es grausam, wenn du da verletzt auf der Tribüne sitzt und zuguckst, wie die sich da alle Knoten in die Beine machen. Und du denkst „Mist. Mit dem verletzten Bein so gut zu sein? Hätte, hätte“.

Druck kann auch helfen, gedankliche Barrieren zu durchbrechen

Till [00:18:07] Ich finde, das ist eine total gute Metapher. Im Endeffekt, hat jeder so seine Ziele und ich versuche ja auch, das ein bisschen in den Alltag zu übersetzen für andere Menschen. Ob man sich nun als Ziel setzt, eine bestimmte Leistung beim Sport zu bringen, ein besonders tolles Kunstwerk fertig zu bringen oder ein Buch zu Ende zu schreiben oder im Job aufzusteigen oder Gewicht zu verlieren, was bei uns ja häufig Thema ist. Am Ende des Tages ist es ja immer so, dass man bestimmte Barrieren hat. Und in dem Moment hattest du diese Barriere und für dich war es das Schlimmste, nicht weitermachen zu können. Wobei viele ja schon sagen: „Okay, da ist eine Barriere.Ich fange gar nicht erst an, ich bremse mich hier“. Und das ist eigentlich ein ganz interessanter Aspekt, wo man noch mal fragen kann. Was genau hat dich dazu bewogen, in dem Moment zu sagen: “Ich weiß genau, dass das Problem da ist, aber ich akzeptiere das nicht.” Und das ist ja eine heftige Barriere, das ist ja nicht mal eben ein blauer Fleck irgendwo, sondern ein Faszienriss ist echt böse. Das tut weh.

Frank Busemann [00:19:20] Ich erinnere mich dunkel daran. Ich hatte immer eine Mission. Um das leicht pathetisch anzuteasern. Ich habe das alles auf diese zwei Tage Zehnkampf von der Dramaturgie ausgerichtet, habe da sehr, sehr viel Hirnschmalz reingesteckt, habe dann dafür trainiert, gelebt und wollte dann da eben liefern. Und ich weiß noch, wie ich dann eben verletzt auf der Tribüne saß und diese ganze Energie, die sich über Wochen aufgestaut hatte, nicht raus konnte. Und das sind ja diese Mechanismen, wo ich dann auch immer in den normalen Alltag übertrage und sage: „Passt auf, am Anfang muss man sich selbst „überreden“. Ihr könnt nicht aufstehen und morgens sagen ‚Ja, super, es regnet, ich freue mich auf Training‘. Nein, das ist doof. Aber je öfter ihr diese Schwelle willentlich überschreitet, desto mehr kommt es im Unterbewusstsein an und ihr stellt das nachher nicht mehr in Frage. Und am Anfang, sage ich mal, macht Laufen keinen Spaß. Am Anfang. Alle die, die sagen: „Laufen befreit, das macht frei im Kopf und da kann man gut nachdenken und durchpusten“. Für einen Laufanfänger ist Laufen schlimm. Und das darf auch so sein. Das muss auch so sein. Aber wir müssen eben diese zwölf Wochen überstehen, damit das zum Automatismus werden kann. Und das ist ja auch im Leistungssport so. Deswegen trainiert der Leistungssportler, der erwiesenermaßen einer der besten seiner Zunft auf der Welt ist, immer wieder. Obwohl er das echt gut kann, macht er das immer wieder. Warum? Um in Stresssituationen nicht mehr darüber nachdenken zu können. Weil es zu komplex ist, das eben willentlich auch zu beeinflussen. Das sind ja dann nur Nuancen, die man verstellen kann. Man kann nicht grundsätzlich einfach was umstellen. So, und deshalb muss ein Leistungssportler das 10.000 Mal vorher gemacht haben. Damit er, wenn er unter Stress kommt, das Ding abfackelt und im Ziel denkt: „Oh, wie habe ich das denn gemacht? Aber gut!“. Und am Anfang musst du das immer wieder tun, auch wenn es keinen Spaß macht. Und irgendwann, irgendwann kommt dieser Punkt, wo du sagst: „Wow!“ Und bei mir war es eben, dass dieser Punkt der Weltmeistertitel werden sollte.

Till [00:21:35] Jetzt sehr echt so, als würdest du Mitleid erwarten.

Frank Busemann [00:21:40] Ich sage immer, ich bin gescheitert. Auf ganzer Linie. Alles, was ich wollte, habe ich nie erreicht. Weltrekord, Olympiasieg oder Weltmeistertitel. Nichts.

Till [00:21:51] Ich kann das natürlich voll nachempfinden, weil ich gesehen habe, dass das in Reichweite war und jeder wusste, dass es in Reichweite ist. Insofern ist das natürlich vollkommen nachvollziehbar. Aber es ist natürlich trotzdem großartig, was du für eine Karriere hingelegt hast. Und ich weiß auch, dass du auf der anderen Seite natürlich mit viel Dankbarkeit darauf zurückblickst. Also insofern ist das schon alles im grünen Bereich. Ich fand auch einen anderen Satz, den du gerade gesagt hast, noch super gut. Es war direkt am Anfang, wo du sagtest, du hast eine Dramaturgie aufgebaut und im Endeffekt macht das ja jeder. Es fängt ja in der Regel damit an, dass wenn man sich ein Ziel setzt, man denkt viel darüber nach, man informiert sich, man steckt schon Zeit rein, dass man vielleicht mit Leuten in Kontakt kommt. Und man investiert Zeit, Gehirnschmalz, einfach Ressourcen da rein. Und allein diese Vorbereitungen wegzuwerfen, nur weil jetzt irgendwas nicht ganz nach Plan läuft. Da könnte man dann schon mal ansetzen, sich vielleicht ein bisschen Motivationsschub zu holen, einfach weil man schon so viel reingesteckt hat.

Frank Busemann [00:22:48] Ja, genau.

Die negativen Seiten des Leistungsdrucks

Till [00:22:49] Die andere Seite, die ich an dir immer sehr spannend finde, ist, dass dein Umgang mit Druck extrem natürlich wirkt. Ich habe mit Sven Hannawald ein Interview geführt, der hat ja, sage ich mal, ein anderes Karriereende gehabt als du. Bei ihm war es so, dass er mentale Probleme bekommen hat, im Burnout gelandet ist, weil eben auch dieser Leistungsdruck und innere Druck ihn ein Stück weit sehr stark angefressen haben. Und erst mal die Frage an dich: Gab es Situationen in deiner aktiven Karriere, wo du gemerkt hast: Das zieht mich gerade negativ runter?

Frank Busemann [00:23:30] Nee, natürlich, natürlich. Ich habe oft gezweifelt. Das letzte Dreivierteljahr bis zum Karriereende, war ich so ein Arschloch, also meinem direkten Umfeld gegenüber. Ich war so unfair, weil ich mich so bedauert habe, weil ich immer nur gedacht habe: „Warum bin ich immer verletzt? Das ist doch alles blöd. Wie soll es nun weitergehen?“ Natürlich geht kein Leistungssportler groß lächelnd die ganze Karriere lang durch die Welt. Wenn sie im stillen Kämmerlein sind, zweifeln sie. Klar, hinterfragen sie sich und überlegen: „Ist das alles richtig so?“ Jetzt gibt es aber den einen, der dreht sich mit der Spirale nach unten, die anderen kommen da irgendwie raus. Dann gibt es eben Leute, die mit professioneller Hilfe da rauskommen. Die einen schaffen es irgendwie alleine und ich war echt mies drauf oft. Ich war echt mies drauf. Und ein befreundeter Journalist, der mich auch lange begleitet hat und mich auch schon lange kannte, der sagte, er hatte Angst um mich. Er hatte wirklich Angst um mich. Weil, wenn man das in meinen Augen gesehen hat, wie es mir ging und wie ich mich fühlte, hatte er wirklich große Angst. Ich habe das damals nie so gesehen. Ich habe immer nur gedacht: „Mist, ich bin mies drauf. Alles nur eine Phase“. Manchmal weiß man nicht, wie man da rauskommt. Klar. Aber das ist nicht alles so, wie es nach außen wirkt. Ich habe dann immer gedacht: „Ich darf die Menschen, die mich nicht kennen, natürlich nicht so anpampen wie meine Freundin. Meine Freundin kann ich anpampen. Die weiß ja, wie ich bin. Die anderen, die leben ja nicht mit mir zusammen. Die wissen ja gar nicht, wie es mir geht und deshalb haben sie es nicht verdient, dass ich sie irgendwie anfahre”. Ist auch doof.

Till [00:25:15] Es ist eine doppelte Bestrafung.

Frank Busemann [00:25:18] Die, die mir am nächsten steht, kriegt es am meisten ab. Ich bin ihr da heute auch noch dankbar, dass sie das so lange Zeit ausgehalten und ertragen hat. Und solange so ein System läuft, ist alles easy. Wenn man auf so einer Wolke da durch die Gegend schwebt, dann: „Was kostet die Welt?“. Aber wenn es mal nicht so läuft – und da ist es ja egal, ob im Leistungssport, beruflich oder privat: Es gibt immer Phasen, wo es eben nicht so läuft, wie man sich das vorstellt und da wieder rauszukommen. Dazu bedarf es eines unglaublich gesunden Selbstbewusstseins auf der einen Seite und einem guten Freundeskreis auf der anderen und professioneller Hilfe. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, der oftmals gerade bei Männern nicht angegangen wird. Weil die immer sagen: „Hey, ich bin Mann, ich schaffe das!“. Was ein Käse. Also das ist ja kein Muskel da oben zwischen den Ohren, aber das lässt sich auch bei weitem besser trainieren, als man so denkt. Das ist ja kein Selbstläufer. Den muss man ja jeden Tag von neuem mit Input füttern.

Till [00:26:18] Absolut, absolut. Und ich finde es auch stark, dass du das auch noch mal so klar stellst. Ich glaube, dass genau dieses Bild von „man ist irgendwo da oben“ hat irgendwo einen gewissen Status, der mit einer Selbstzufriedenheit einhergeht und Zufriedenheit mit dem Leben insgesamt. Das ist wirklich eine Vorstellung, die ich bei noch keinem einzigen Sportler, Leistungssportler, mit dem ich geredet habe, in irgendeiner Form bestätigt gesehen habe. Und ich glaube, dieses Denken, dieses „wenn ich erst das habe, dann würde es mir richtig gut gehen.“ Ich glaube, das muss man loslassen.

Frank Busemann [00:26:58] Total. Ja, das ist ganz interessant. Ich habe mich dann auch gefragt: „Was hätte mir das gebracht, Olympiasieger zu werden?“ Natürlich bin ich es jetzt nicht. Das ist Wunschdenken. So wie sechs Richtige im Lotto gewinnen. Ich bin jetzt mit meiner Frau unterwegs gewesen und da haben wir auch überlegt: „Was machen wir, wenn wir im Lotto gewinnen?“ Ja, wir wussten es gar nicht. Aber genug vom Lotto. „Ich glaube, ich wäre zwei Wochen vom Gefühl her noch glücklicher gewesen.“ Kann gar nicht sein, weil ich nach diesem zweiten Platz ganz oben war. Also ich war im Himmel, ich war echt im Himmel. So, und dann gingen gleich wieder die Zweifel los. und ich habe mal mit Robert Harting gesprochen – Diskus-Olympiasieger. Der sagt: „Frank, glaub mir, das ändert nichts. Das ist so eine Phase und dann geht es weiter. Dann kommen die gleichen Probleme. Kein Unterschied.“ Also Franziska van Almsick sagt immer, das hätte sie als Mensch geformt oder besser gemacht oder dankbarer gemacht, dass sie vielleicht keine Olympiasiegerin geworden wäre. Ich sage: „So bin ich nicht angehaucht. Ich wäre gern Olympiasieger geworden, einfach mal nur, um das auszuprobieren.” Aber nee, es ändert nichts. Es ist eine Momentaufnahme. Und da, wo du sagtest: „Alles erreicht“ – Dieses Gefühl, hatte ich eine lange Zeit, als ich die ewigen Helden gewonnen habe. Da, wo, sagt man: „Das ist nur eine Unterhaltungssendung. Stell dich nicht so an, mach mal nicht so einen Affen daraus.“ Und ich habe da zehn Wochen trainiert. Ich habe dann drei Wochen lang in Spanien Wettkämpfe gemacht. Wochenlang bin ich auf so einer Welle geschwebt und auch heute noch sage ich immer: „Was für eine tolle Zeit!“

Leistungsdruck auch in anderen Lebensbereichen

Till [00:28:39] Kann ich total nachvollziehen. Das eigentlich Witzige daran ist doch, dass du beide Seiten kennst und du hast ja auch beides ernst genommen. Natürlich war die Vorbereitungszeit ungleich kürzer, gar keine Frage. Du wusstest vielleicht auch nicht, was auf dich zukommt, welche spezifischen Wettkämpfe … Das ist auch noch mal was anderes. Aber da sind ja nun wirklich absolute Top-Sportler dabei, bei denen man bei allen weiß: „Die wollen das alle. Da ist keiner da, nur, um dabei zu sein. Im Kopf denken sich alle so: „Mal gucken, was ich da reißen kann gegen die Jungs aus anderen Sportarten“. Das kann ich total nachvollziehen, dass das ein super Erfolg gewesen ist. Und eine ganz interessante Anekdote, um noch mal auf Sven Hannawald zurückzukommen, ist ja, dass er sagte, der Gewinn der Vierschanzentournee hätte bei ihm möglicherweise überhaupt erst zu diesem Problem geführt. Weil dann plötzlich das Ziel erreicht war. Aber die innere Thematik, die innere Problematik, die vielleicht im Alltag auftaucht aufgrund bestimmter Umstände, die war ja nicht weg. Der eigene Leistungsanspruch war auch nicht weg. Und plötzlich hat man diesen Titel. Das große Ziel, für das man das gemacht hat und das man irgendwie anvisiert hat, ist nicht mehr da. Aber es hat sich sonst nichts verändert und das kann sogar extrem problematisch werden.

Frank Busemann [00:29:56] Es muss ja immer weitergehen.

Till [00:30:04] Und das ist so eine Frage, wo ich mich auch frage: „Wie?“ Wie findet man dann ein gutes Maß?

Outro

[00:30:08] Ich mag es zwar nicht besonders gerne, ein Gespräch zu unterbrechen, das gerade läuft, aber das hier ist ja immerhin schon aufgezeichnet und ich habe mich mit Frank doch ein bisschen verquatscht. Insofern werden da jetzt zwei Folgen daraus. Für heute sind wir also durch mit dem Upfit Podcast. Natürlich ist es wie immer so, dass du dich gerne über Frank und seine Tätigkeiten noch in den Shownotes informieren kannst. Vielleicht findest du da ja irgendwas, was für dich auch interessant ist. Frank ist ja viel unterwegs und hält ab und zu auch interessante Reden als Speaker, wo er ein bisschen über seine Vergangenheit spricht. Immer interessant, von so inspirierenden Persönlichkeiten zu hören. Ich würde sagen, wir finishen das Ganze dann in der nächsten Woche im zweiten Teil meines Gesprächs mit Frank Busemann. Da kannst du dich drauf freuen. Ich freue mich jedenfalls darauf und sage bis zur nächsten Woche! Ciao ciao!


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