Upfit #119: Leistungsdruck im Profisport mit Frank Busemann (Teil 2)

In Podcast #118 und #119 haben wir den ehemaligen Leistungssportler, Olympioniken und Zehnkämpfer Frank Busemann erneut zu Gast. Frank ist sportlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Präventivmedizin und bietet Vorträge, Seminare und Projektarbeiten für Unternehmen an. Sein letzter Auftritt im Upfit Podcast drehte sich um das Thema „Prinzipien im Leistungssport“ und wie sich diese auf den Alltag von Nicht-Profi-Sportlern übertragen lassen. Heute geht es um Druck im Leistungssport und die Methoden, die Athleten entwickeln, um damit fertig zu werden. Außerdem verrät Frank, wie sich diese Methoden auch außerhalb vom Sport anwenden lassen: Egal, ob im Job oder beim Abnehmen. Frank hat jede Menge Tipps und Know-How im Gepäck und geizt dabei nicht mit Anekdoten aus seiner Zeit als Profi-Sportler.


Unser Gast: Frank Busemann

Upfit Podcast Gast Frank Busemann

Über Frank Busemann

  • Ehemaliger Profi-Leichtathelt, Zehnkämpfer und Olympionik
  • Referent, Speaker, Moderator und Kommentator
  • Sportlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Präventivmedizin

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Transkript zum Podcast

Intro

Till [00:00:00] Herzlich willkommen zum Podcast von Upfit, deinem Ernährungs-Coach für die Hosentasche, der gesunde Ernährung leicht macht. 100 % individuelle Ernährungspläne für dein persönliches Ziel per Smartphone App. Tausende haben bereits ihre Erfolgsgeschichte mit Upfit geschrieben. Auch Topathleten und Ernährungsberater vertrauen auf unser Know-how. Warum das so ist? Schau es dir am besten selbst an unter www.upfit.de. Und jetzt geht es los mit dem Podcast. 

Vorstellung von Löwenanteil

Till [00:00:26] Unsere heutige Folge wird unterstützt von Löwenanteil. Wer oder was Löwenanteil genau ist, das erfährst du in unserem kommenden Sponsoring-Clip: Vielleicht kennst du Löwenanteil schon. Ich jedenfalls kenne es schon eine ganze Weile. Es handelt sich dabei um fertige Bio-Lebensmittel, und zwar komplette Gerichte, die von einem Spitzenkoch entworfen wurden, extrem lecker sind und dir die Ernährung im Alltag enorm erleichtern können. Löwenanteil hat einige richtig gute Vorteile, weshalb ich dieses Produkt auch wirklich empfehlen kann. Es ist ein relativ großes Einmachglas, das du da kaufen kannst und das reicht in der Regel für mehr als eine Mahlzeit, insbesondere wenn du dir ein bisschen Reis oder Kartoffeln oder eine andere Beilage dazu machst, wenn du denn Kohlenhydrate auf dem Speiseplan stehen hast. Ansonsten kannst du natürlich auch eine beliebige andere Beilage dazu machen. Es eignet sich für alle Menschen, die aus irgendwelchen Gründen keine Zeit, keine Lust oder auch einfach nicht die Möglichkeiten haben, sich regelmäßig frisch etwas zu kochen. Die Zutaten sind in Bioqualität und es ist eine gute Mischung aus hohem Protein-Anteil, einer hohen Qualität, langen sättigenden Mahlzeiten, weil eben viele Ballaststoffe drin sind. Es schmeckt unglaublich gut. Das Gute dabei ist auch noch, du brauchst keinen Kühlschrank zur Lagerung, was ja auch bei vielen Arbeitsplätzen zum Beispiel gar nicht möglich ist. Das heißt, wir haben hier ein richtig gutes Lebensmittel, das fertig verpackt ist, schnell zuzubereiten ist, du brauchst nur drei Minuten dafür und es ist auch kalt genießbar, wenn du keine Möglichkeit haben solltest, das Ganze aufzuwärmen. Top-Produkt für jeden, der sich im Alltag, vielleicht auch regelmäßig ein bisschen Zeit sparen möchte, denn mit 6,99 € für 1 bis 2 Mahlzeiten bist du hier dabei. Ich glaube, das ist ein Preis, den man für die hohe Qualität auf jeden Fall zu zahlen bereit sein sollte. Wie gesagt, alles in Bioqualität und die Speisen sind sehr unterschiedlich. Es gibt sehr viele verschiedene Gerichte. Guck es dir einfach mal an auf der Seite und wende dabei am besten unseren Rabattcode an, das ist upfit10 kleingeschrieben und zwei Nummern. Damit bekommst du 10 % auf deine Bestellung bei Löwenanteil. Also schaut auch gerne mal in die Shownotes rein. Da sind auch ein paar weitere Facts zusammengestellt. Wenn du zum Mittagessen, zum Abendessen, auf der Arbeit oder zu Hause das Ganze mal probieren möchtest oder vielleicht sogar als regelmäßige Mahlzeit installieren möchtest, um dich einfach ein bisschen gesünder zu ernähren, dann solltest du Löwenanteil wirklich mal eine Chance geben und das ganze probieren. Es lohnt sich. Schmeckt super. 

Worum geht es in dieser Folge?

Till [00:03:10] Moin, dieses Mal ohne lange Pause direkt eine zweite Folge in Folge von dem Upfit-Podcast. Unglaublich. Aber das liegt natürlich daran, dass wir ein Gespräch in zwei Teile geschnitten haben. Ihr habt es letzte Woche schon mitbekommen. Ich spreche mit Frank Busemann über das Thema Leistungsdruck im Leistungssport. Dabei geht es spezifisch darum, wie man auch im Alltag sich Strategien von Spitzensportlern abgucken kann, die eben einem enormen Leistungsdruck und auch einer enormen Aufmerksamkeit durch Medien, durch Personen in ihrem Umfeld, aber auch bei Sportveranstaltungen, durch das Stadion, durch die Zuschauer ausgesetzt sind. Vielleicht kann man sich da ein bisschen was abschauen, was einem als Strategie hilft, um die eigenen Nerven besser in Griff zu bekommen oder das Arousal-Level, also das Aktivierungsniveau auf ein Level zu bekommen, in dem man perfekt performen kann. Denn das ist es, was Leistungssportler ihr Leben lang versuchen zu tun. Damit steigen wir auch direkt wieder ein in die zweite Hälfte von meinem Gespräch mit Frank Busemann. Jetzt geht es los:

Wie ich mir gesunde Ziele setze

Till [00:04:19] Plötzlich hat man diesen Titel und das große Ziel, das man anvisiert hat, ist nicht mehr da, aber es hat sich sonst nichts verändert. Das kann sogar extrem problematisch werden. 

Frank [00:04:32] Ja klar, es muss ja immer weitergehen. Fünf Siege bei der Vierschanzentournee. Das ist schwierig. 

Till [00:04:41] Und da frage ich mich auch: Wie findet man ein gutes Maß zu sagen, ich setz’ mir ein Ziel, auf das ich hinarbeite? Aber ist es nicht vielleicht sogar schlauer, sich ein Ziel zu setzen, bei dem man genau weiß, das kann ich eigentlich gar nicht erreichen, weil mich das dann dauerhaft motiviert und ich versuche, mich die ganze Zeit nur auf den Weg zu begeben und diesem Ideal näherzukommen?

Frank [00:05:05] Deshalb wollte ich immer Olympiasieger werden, was ja sowieso nicht klappen konnte! Mensch! Hätten wir mal vor 25 Jahren geredet. 

Till [00:05:06] Es ist natürlich totaler Bullshit, aber rückblickend betrachtet war das natürlich etwas, was dich deine ganze Karriere durch immer motiviert hat. Ist natürlich blöd, wenn man dann irgendwann mit dem Gedanken spielt, die Karriere aufzugeben, weil dann ja das Ziel ja nicht erreicht ist. Aber kann man sich vielleicht ein Ziel suchen, was gar nicht mit einem Titel zusammenhängt, was man gar nicht so beeinflussen kann, sondern vielleicht irgendwelche Leistungen oder menschlichen Ziele oder so? 

Frank [00:05:42] Das ist ein guter Ansatz. Also, das ist in der Leichtathletik natürlich einfacher, weil das mit Zahlen, Daten, Fakten unterfüttert ist und da geht es immer weiter. Wenn du bei 9126 Punkte, bis wie der Weltrekord jetzt gerade steht, im Zehnkampf, kannst du immer noch einen Punkt mehr machen oder zwei. Oder Bubka oder Duplantis, jetzt beim Stabhochsprung immer ein Zentimeter weiter. Das hat nie ein Ende. Wenn du jetzt achtmal Olympiasieger bist wie Usain Bolt, kannst du noch neunmal oder zehnmal. Da musst du dann dieses Streben nach Superlativen eben zu deiner Aufgabe machen. Manchmal ist das Downsizing eben auch Mittel zum Zweck. Als ich dann gesehen habe, der Körper gibt das gar nicht mehr her, ich kann diese Superlativen gar nicht mehr erreichen. Ich wollte jetzt gerade sagen, nicht mehr glücklich werden. Klar, wäre ich in Superlativen glücklich geworden, aber diese Superlative anzustreben, war körperlich einfach nicht mehr möglich. Da habe ich mich dann auf den schönen Weitsprung-Anlauf konzentriert und habe versucht, wieder bewusst mich mit kleinen Dingen zu erfreuen und nicht nur immer diese absolute Leistung zu sehen, die mich dann mehr oder weniger gehemmt hat, weil ich konnte eben nicht mehr. Ich weiß noch an dem Tag, wo ich mir den Fuß beim Weitsprung gebrochen habe, da hätte ich weit springen können, aber an dem Tag habe ich mich über den Weitsprung-Anlauf gefreut, weil der geil war. 

Till [00:07:12] Ich finde, das ist total der coole Weg. Weil im Endeffekt hast du ja nie die Hoffnung aufgegeben. Du hattest immer im Hinterkopf die Idee: Ich weiß, mein Körper hat schon ein bisschen was mitgemacht, aber irgendwie spüre ich in mir drin, ich könnte noch mal einen raushauen. Das ist irgendwo im Bereich des Möglichen, aber sich dann trotzdem nicht zu sehr darauf versteifen.

Frank [00:07:32] Das war Überzeugung, klar. 

Till [00:07:35] Ja. Ich finde das total wichtig, dass man sich ein Ziel setzt, bei dem man weiß, es ist vielleicht weit entfernt, aber man hat die Überzeugung, ich könnte das möglicherweise erreichen. Es ist aber nicht verpflichtend, dass ich es erreiche und es ist schon geil genug, wenn ich es schaffe, einen coolen Anlauf mal wieder hinzulegen. Ich glaube, so eine Art zu denken, kann sehr hilfreich sein, wenn man gerade mit diesem inneren Druck umgehen muss, der ja auch zu einer kognitiven Dissonanz führen kann. Wenn man merkt, ich will das unbedingt, aber ich kann gar nicht die Handlungen vollführen, weil ich gerade verletzt bin zum Beispiel, um dahin zu kommen, dann frisst einen das ja auf. Also ich kann mir das total gut vorstellen, dass diese Denkweise Schule machen könnte. 

Umgang mit Rückschlägen

Frank [00:08:16] Diese Verletzung, ich weiß noch, da kriegte ich mein Todesurteil vor den Olympischen Spielen 2000: Ermüdungsbruch im Fuß. Da sagte der Arzt: „Du musst raus. Kannst du vergessen.“ Dann bin ich ins Auto gestiegen, heulend, habe meine Mutter angerufen und habe gesagt: „Warum immer ich?“ Hab da rein gebrüllt: “Was hab ich verbrochen, dass ich immer an mich ran trainiere und dann, kurz vorm Saisonhöhepunkt, patsch, kriege ich einen Knüppel zwischen die Beine geworfen.” Ja, das ist dann auch eine Sache, mit der man dann umzugehen lernen muss, wenn es einen nicht auffressen soll. Das ist nicht einfach, wenn man für das, was man investiert, nicht belohnt wird. Und das war eben auch immer mein Gedanke: Der Sport ist ehrlich. Das, was wir in ihn reininvestieren und das habe ich jetzt auch mehr oder weniger aufs Leben übertragen, bekommen wir irgendwann zurück, in gleicher Münze würde ich mal gerne so sagen. Aber für mich war dann immer das Ziel, klar, ich investiere sehr viel, ich mache das mit großer Leidenschaft und Motivation, irgendwann werde ich Olympiasieger. Bin ich nicht geworden. Trotzdem gucke ich zurück und denke: Das war eine geile Zeit, weil ich was ganz anderes zurückbekommen habe, was ich für den Moment nicht im Bereich des Möglichen angesiedelt habe, weil ich das ja gar nicht greifen konnte, was die Zukunft so bringt. Aber oft scheint mir die Sonne aus dem Arsch. Das ist ja auch was Gutes.

Till [00:09:44] Absolut. So da rauszugehen, das ist nicht einfach. Wie man auch sieht, wenn man sich mal umschaut. Aus der heutigen Perspektive betrachtet, das Witzige ist, du machst ja ab und zu aus Jux und Dallerei, mal hier einen Weitsprung, da einen Speerwurf und nochmal hier irgendwas. 

Frank [00:10:04] Gruselig. Meine Frau lacht mich schon aus. 

Till [00:10:06] Ich hab doch da irgendwo ein Video von dir gesehen, da hab ich noch gedacht: Oh der Speer, der fliegt aber verdammt gut. Was hast du da im Moment auf der Pfanne? 

Frank [00:10:13] Nein! Da hatte ich die Astschere drunter gebaut, Mensch! Und dann habe ich das Ding 50 Meter über den Platz getragen. Kamera an, Speer … Nein, da fliegt nichts mehr. Ich bin ein alter Mann. Beim Weitsprung, ich weiß noch, das ist schon zehn Jahre her, komme ich nach Hause vom Sportabzeichen, 5,95 m, fängt meine Frau an zu lachen:

Till [00:10:31] Was, warum denn?

Frank [00:10:33] „Du bist früher 8 m gesprungen. Was bist du für ’ne Gurke?“ Alle haben gesagt 5,95 m, du bist ja echt Luschi. Der Einzige, der nix gesagt hat, war Nils Winter, mit dem hab ich früher trainiert. 

Till [00:10:45] Ja, alter Vereinskamerade von mir 

Frank [00:10:47] Und was sagt der: „Ja gut. Das konntest du im Training früher ja auch nicht. Ist doch super, 5,95 m.“ Der Mann hat Ahnung. 

Till [00:10:56] Geil, stimmt. Du hättest das ja beim Wettkampf machen müssen. Das wär besser gewesen. Da wäre noch ein Meter mehr drin gewesen. Und das kann natürlich sein bei deiner Hintergrundgeschichte …

Frank [00:11:07] Aber jetzt auch nicht mehr. Müdes, langsames Fleisch …

Das Feeling beim Sport nach der Profi-Sportlerkarriere

Till [00:11:09] Also das wäre jetzt meine Frage: Macht dir das denn noch Spaß, das zu machen? Und wie blickst du zurück, wenn du in dem Moment da stehst und noch mal was machst, sei es auch nur einen Ball durch die Gegend werfen, kommt dann dieses Feeling zurück? 

Frank [00:11:22] Ach, da tut mir meine Schulter schon weh und du sagst es nur. Nein, das Feeling kommt nicht mehr zurück. Also das ist ganz witzig, das nochmal so auszuprobieren und ich laufe jetzt vermehrt. Da fällt nicht so auf, dass die Muskeln nicht mehr so schnell zucken wie früher. Dadurch, dass ich Botschafter für Kinder Joy of Moving beim Sportabzeichen bin, seit zwölf Jahren jetzt, mache ich das ja immer mal wieder. Das macht dann auch Spaß, einfach so in dem Rahmen Sportabzeichen sich da nochmal auszuprobieren. Letztes Jahr habe ich, das war eine ganz geile Nummer, schnellstes Sportabzeichen gemacht. Also das war so ein Wettbewerb. Und dann zack, Startschuss und dann habe ich dem Veranstalter gesagt, wie die Reihenfolge der Disziplinen sein muss, damit der Weg verkürzt ist. Der hatte das anders geplant, aber ich habe das dann kurzerhand umgeworfen. Das war ganz geil. Das macht dann Spaß. Erst Kugelstoßen, bevor das Ding gelandet ist schon zack zum Sprint rüber. Nein, so lange fliegt die Kugel jetzt auch nicht. Aber dann sprinten, sofort weiter zur Weitsprunggrube, ein Hopser rein, sofort 3000 Meter laufen. Das war eine geile Nummer. An Sport habe ich im Allgemeinen Spaß. Mittlerweile bin ich auch dahinter gekommen, dass mit 47 Jahren der Lack bisschen ab ist. Also man denkt vom Kopf her, das muss doch alles gehen, aber Scheiße, das ist als wenn man in Pudding abspringt. 

Till [00:12:42] Aber das Gute ist, dass du das mit Spaß machst. Das ist glaube ich das, was man sich erhalten muss. Ich weiß nicht, ob ich es letztes Mal schon gesagt habe, aber ich finde diese Doku, „Herbstgold“ heißt sie glaube ich, so überragend. Für Leichtathleten Ü90 ist das eine Doku und ich feiere das so ab. Jedes Mal, wenn ich da einen Weltrekord sehe: Älteste Leichtathletin der Welt, mit 105 Jahren noch mal, ich finde das so gut, dieser Spaß dabei. Einfach machen und sich an der Bewegung freuen.

Frank [00:13:18] Ja, das ist das A und O, aktiv zu bleiben, nicht einzurosten, eben auch zu gucken, was man machen kann. Es bringt ja nichts, wenn ich jetzt auf einmal mit Fußball beginne, dann weiß ich, nach zweimal spielen, komme ich keine Treppe mehr hoch. Aber gut, Leichtathletik ist jetzt nicht gnädiger zum Körper. 

Till [00:13:46] Das haut rein. Vor zwei Wochen habe ich zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Speer durch die Gegend geschmissen. Ohne Scheiß, ich hatte anderthalb Wochen Rückenschmerzen. Also ich habe ein richtiges Training gemacht. Ich war froh, dass der immer noch über die 40 m geflogen ist. Da muss ich schon nochmal ein bisschen ran, bis ich da mich wieder auf den Wettkampf traue. Mal gucken. 

Frank [00:14:15] Im Urlaub habe ich feststellen müssen, dass nicht meine beiden großen Jungs, der eine zehn Jahre, der andere 13, beim Steinewerfen ins Meer abziehen. 

Till [00:14:21] Handballer, come on. 

Frank [00:14:23] Stimmt. Dann ist ja alles gut. 

Till [00:14:27] Ja, ja, ganz klar. 

Tipps an das frühere Ich

Till [00:14:31] Ich würde das Thema an der Stelle vielleicht noch mal mit einer Frage abschließen. Und zwar wir hatten ja über deine Karriere so die letzten Monate, wo du schlecht drauf warst und ein bisschen gehadert hast, vor allem eingeredet. So aus deiner jetzigen Perspektive, was würdest du deinem damaligen Ich väterlich auf die Schulter klopfend raten? 

Frank [00:14:53] Genieß es, du hast alles erreicht. Alles, was jetzt kommt, ist Zugabe. Ich war immer so ein Getriebener. Ich habe keine Zeit. Ich muss noch Olympiasieger werden. Ich muss das am besten heute schaffen und nicht morgen oder auch nicht in drei Wochen. Und die Verletzung, die da jetzt im Bein ist, die ist gar nicht da. Also trainier weiter. Du hast keine Zeit, die anderen trainieren und werden besser. Du kannst keine Pause machen, dann wirst du schlechter. Einfach mal einen Tag mehr Pause machen. Mehr in den Genuss überzugehen und dankbar zu sein für das, was man schon erreicht hat. Ich mein, das macht die Sache einfach. Dann kann auch so eine gewisse Gleichgültigkeit Einzug halten, wenn du nicht mehr der Getriebene bist. Es hat mich eben auch ausgezeichnet, einfach mal da reinzugehen, wo es wehtut, aber keine Ängste aufzubauen. Am Ende der Karriere stand ich mir dann selber im Weg, weil ich Angst vor den Fehlern hatte, die Leichtigkeit verloren habe. Das ist eigentlich nicht nötig. Das sagte mir der Sportpsychologe, mit dem ich dann letztendlich zu kurzfristig zusammengearbeitet habe. Wir haben die Probleme als solche erkannt und wollten dann gegensteuern und haben zusammengearbeitet, aber das braucht Zeit. Das ist ja nicht so, als wenn man eine Hantel einmal anguckt und auf einmal wachsen die Muskeln. Da muss man arbeiten, das muss man immer wieder machen. Dann sagte er: „Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“ Ich sagte: „Dass ich auf die Schnauze fliege.“ Da sagte er: „Ja und?“ Und ich so: „Wie ja und? Bist du behämmert, wenn ich auf die Schnauze fliege, bin ich raus.“ Um ein bisschen Druck rauszunehmen, sagte er: „Du bist ein unglaublich guter Überläufer. Was soll passieren?“ Das ist einfach diese Leichtigkeit. Aber das ist nicht einfach, auch wenn man es so ausspricht, den Fokus eben auf das Leichte zu legen, auf das Genießen, auf den Spaß im Allgemeinen. Die Angst muss da nicht sein. Deswegen machen wir keinen Sport, um Angst zu haben. Wir machen Sport, weil wir Spaß dran haben. Das muss man sich mal auf die Fahnen schreiben. 

Till [00:17:05] Das finde ich sehr gut. Natürlich, dass man Sport macht, weil man Spaß dran hat, gilt wahrscheinlich nicht für die Mehrheit. Ich kenne viele Leute, die das zweckgebunden machen. Aber ich glaube, was man als Fazit ziehen kann ist: Sport, den man macht, weil er einem Spaß macht, wenn man sich dahin gebracht hat, dass es einem Spaß macht über vielleicht bestimmte Wegmarken, das ist das Nachhaltigste, was man überhaupt machen kann. 

Frank [00:17:30] Ja, dieses Ziel nie aus den Augen zu verlieren, das Ziel klar zu umreißen. Wo will ich eigentlich hin? Jeder Muskelkater ist geil, wenn man nicht mehr weiß, wie man von der Toilette aufstehen soll. Jede Dusche ist geil, wenn man nach dem Training da steht. Das muss man dann eben in den Fokus stellen. Wofür mache ich den ganzen Käse, um da hinten im Ziel bestmöglich anzukommen? Und das ist ja echt eine große Genugtuung, wenn man sich auf den Weg gemacht hat, diesen Weg beschreitet und letztendlich im Ziel ankommt, obwohl man vielleicht die Zielzeit wie bei mir im Marathon 3:30 h nicht erreicht hat. Ich war mit 3:39 h im Ziel. Ich war total glücklich, weil ich es geschafft habe, anzukommen. 

Till [00:18:21] Man muss dann das, was man erreicht hat, eben auch zu schätzen wissen. Auch wenn es vielleicht nicht genau das ist, was man haben wollte. Da muss man sich auch für loben können. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. 

Frank [00:18:30] Eigenlob stimmt. Man darf sich auf die Schulter klopfen. Machen wir in Deutschland nicht. Da ist man sofort ein Großkotz, wenn man sagt: Das habe ich heute gut hingekriegt. Ey, was bist denn du für ein Blödmann? Nein! Man darf natürlich auch nicht zu selbstgefällig werden. Wenn der 1.500 Meter Läufer oder der Zehnkämpfer, die 1.500 Meter eine halbe Minute langsamer joggt, als er eigentlich könnte, weil der nur so eine Ergebnis-Verwaltung betreibt, da wünsche ich ihm aber, dass er bei 8799 hängenbleibt und nicht die 8800 macht oder so. Da ist er selber Schuld.

Till [00:19:05] Ja, ich denke, es ist auch so eine Mischung aus alles gegeben haben und dann am Ende sagen können: Okay, ich bin damit zufrieden. 

Frank [00:19:14] Ja 100 % kannst du nur, wenn du für den Moment alles gibst. Boah, ich kriege da immer Plaque, wenn die da rum joggen und gucken, 15 Sekunden kann ich Rückstand haben, dann renne ich in zwölf Sekunden rein und gehe sofort in den Feier-Modus über. Ey, wenn du Zehnkämpfer bist, musst du im Ziel da rumliegen!

Till [00:19:29] Safe. Ich kann, glaube ich, egal in welchem Tempo die 1500 m nicht laufen, ohne am Ende rumzuliegen. Ich bin ein echter Zehnkämpfer, merkt man, nein Quatsch. 

Frank [00:19:38] Sehr gut. 

Till [00:19:39] Ja, ist wirklich schlimm. Ich habe das auch immer gehasst, wenn Leute einfach nur noch geguckt haben, wie viel langsamer darf ich sein als der und der. Das kann doch nicht dein Anspruch sein.

Till [00:19:54] Was ich interessant finde, du hast ein paar Punkte aufgegriffen. Ich habe mir Aussagen von anderen Sportlern mal durchgelesen zum Thema Druck und wie die das Thema so bewerten aus der heutigen Perspektive nach der Karriere oder teilweise noch mitten in der Karriere. Und Oliver Kahn sagte etwas Ähnliches. Er sagte, rückblickend würde er sich selbst raten, das Ganze mal nicht so ernst zu nehmen. Wo man ja auch denkt, okay, gerade der hat ja eigentlich davon gelebt, aber auch der sagte, so ein bisschen Lockerheit hätte mir nicht schlecht zu Gesicht gestanden. 

Frank [00:20:25] Aber da muss man auch sagen, das ist die Weisheit des Alters. Wenn du als 20-, 25-jährige Heißdüse unterwegs bist, da können die von außen so viel labern, wie sie wollen. Das siehst du natürlich anders. Das zeichnet auch einen jeden aus. Jetzt sage ich auch: Egal, bin ich halt nur Zweiter geworden. Früher wär mir das nie über die Lippen gegangen. Wenn ich das irgendwo so sage, da fühlen sich immer viele peinlich berührt: „Ja, aber Zweiter ist doch nicht schlecht.“ Da kokettiere ich auch so ein bisschen mit. Klar, ich hätte gerne gewonnen, hat aber nicht funktioniert. Ich muss damit klarkommen. Ich ruhe sportlich in mir, ich kann mir nichts vorwerfen, habe viele Fehler gemacht, ja, habe aber keinen Punkt leichtfertig verschenkt. Das ist ein gutes Gefühl, wenn du im Ziel zurückblicken kannst und du sagen kannst: „Ja, ich bin eben nicht bei 8699 hängen geblieben. Sondern weil ich mir den Arsch aufgerissen hab, hab ich zum Glück noch sieben Punkte mehr gemacht, wusste zwar nicht, dass das dann mein Live-Time-Best wird, aber ich bin froh, dass ich es so gemacht habe. Deswegen kann ich auf mich drauf hacken ohne Ende, weil ich weiß, an meinem Ego prallt das ab, wenn ich mich fertig mach. 

Die Wichtigkeit von sozialem Support

Till [00:21:47] Ja, auch das ist gut, Resilienzthema auf jeden Fall. Anderes Thema: Was, viele erwähnen und was ich auch bei dir rausgehört habe, ist dieser soziale Support, also dass es total wichtig ist, wenn man in so einer Phase ist, gerade wenn es vielleicht nicht so läuft, irgendwo Leute um sich rum zu haben, die einen A ertragen können und einen B vielleicht sogar noch aufbauen können. Das kannst du wahrscheinlich auch so bestätigen. 

Frank [00:22:10] Das ist so wichtig! Und für das Umfeld ist das so unglaublich schwer, da einen Mittelweg zu finden. Also Externe okay. Ich weiß noch, da bin ich zu den Weltmeisterschaften gefahren 1997 und dann hatte ich einen neben mir im Flieger sitzen, der sagte dann so nach zweieinhalb Stunden Flug: „Ach Herr Busemann, und wenn Sie nur Dritter werden, ist auch okay.“ Du Arschloch. Weißt du, was es heißt, Dritter bei den Weltmeisterschaften zu werden? 

Till [00:22:31] Das war gerade mein erster Gedanke: Wie frech ist das denn?

Frank [00:22:36] Ja, aber für den war klar, ein Jahr vorher zu Olympia Zweiter, da muss ich gewinnen. Das ist dann natürlich auch dieser Druck, den man dann nicht hören will. Aber da sage ich auch immer, als Experte der ARD muss ich mich in die Athleten reinversetzen, was denken die, was haben die so für eine Planung. Das ist unglaublich schwer. Da darf ich mir nie anmaßen, dass ich weiß, wie die ticken, weil dann kommt einer aus einer Verletzung, aus einer mentalen Schwächephase und ist mit dem zufrieden, was er da macht. Und wir stellen uns natürlich über die Dinge und bewerten das. Das ist unglaublich schwierig. Das direkte Umfeld, die wissen, wie wir ticken. Die treten uns auf der einen Seite in Hintern, müssen uns aber auch irgendwie immer so ein bisschen streicheln, um uns wieder aus diesem Dickicht rauszuholen. Das ist eine Herkulesaufgabe, das ist unglaublich schwer. Athleten, das sind alles ganz sensible Rennpferde, diese ganzen Typen und Typinnen, die da um Gold, Silber, Bronze rennen. Und Trainer XY mit seinen Athleten, der hat dann zehn Individuen, da braucht er zehn Strategien, um die erfolgreich zu machen. Da kann er nicht im Lehrbuch gucken, so der Athlet, der muss hart rangenommen werden. Ne, ist schwierig. 

Till [00:23:59] Ich glaube auch, dass das unglaublich schwierig ist. Also an der Seitenlinie zu stehen oder im Publikum zu sitzen und zu wissen, was das bedeutet für die andere Person, die gerade unter diesem Druck steht und sich selbst auch den Druck macht. Insofern kann ich nur sagen, das ist wertvoll, solche Menschen um sich herum zu haben, die einen verstehen in der Tiefe und die das auch aushalten können, ist, glaube ich, extrem wichtig.

Richtig Nein sagen können

Till [00:24:26] Letzte, die ich hier noch anführen würde, wären einmal Frank Wieneke, ehemaliger Judoka und Simon Biles, hat man vielleicht mitbekommen, Turnerin, die einfach bei den Olympischen Spielen komplett das Novum abgebrochen hat. Die ist noch auf die Bank gegangen und hat dann gesagt: „Ne, ich kann nicht mehr, ich muss raus.“ Beide sagen auf ihre Art und Weise. Das Wichtigste ist eigentlich, Nein sagen zu können, die eigenen Grenzen zu kennen und zu respektieren und dann auch wirklich den Mumm zu haben zu sagen: Bis hierhin und nicht weiter. Ich glaube, diese Fähigkeit, die ist noch ein bisschen unterentwickelt im Profisport. Aber auch im normalen Arbeitsleben begegnet mir das total häufig, weil es eben schwierig ist. 

Frank [00:25:09] Ja, weil das immer gefühlt ein Zeichen von Schwäche ist. Ich weiß noch Sven Hannawald ist vom Bakken runtergegangen. Er hat gesagt: „Ist nicht heute mein Tag, ich kann jetzt nicht springen.“ Dann stand ich mit meinem Pin beim Stabhochsprung bei einem Wettkampf. Da sind wir zwei Stunden hingefahren, hab mich warm gesprungen, stand da mit meinem Pin. „Ne Scheiße. Das geht heute nicht.“ Hab ich die Stäbe wieder zusammengepackt, sind wir nach Hause gefahren. Mein Vater hat nicht gesagt: „Komm, stell dich so an! Mach da mal rüber. Probier doch mal!“ Der hat gesagt: „Okay, wenn es nicht geht, dann fahren wir wieder.“ Das ist ein Riesenthema. Nein sagen. Ganz, ganz schwierig. Und das dann eben auch zu erkennen, dass dieses Nein für den Moment gerade angebracht ist. Man kann ja so ein Neinsager werden und sich mehr oder weniger verweigern, dann kommt man da nicht mehr raus. Aber situationsbedingt, das richtig zu bewerten und dann Nein zu sagen. Das ist eine große Kunst. Nicht, sich zu verbiegen und zu sagen, die erwarten das von mir, dass ich jetzt hier das durchziehe, auch wenn ich gar nicht kann, nicht will. Beim Skispringen ist noch eine andere Sache. Das ist ja sau gefährlich, wenn man da auf einmal Zweifel hat. Beim Stabhochsprung habe ich mir das dann auch rausgenommen. Wenn ich jetzt neben die Anlage springe, dann kann es gefährlich werden. Bei Turnern haben wir ja auch oftmals schwere Unfälle, wenn da kleine Nachlässigkeiten sind. Das ist eine große Kunst, das abzuwägen. Habe ich heute nur einen miesen Tag und habe kein Bock oder ist es jetzt existenziell bedrohend? Mehr oder weniger. Deshalb ist es wichtig, Nein zu sagen. 

Till [00:26:41] Was würdest du sagen, wenn du das abwägen würdest? Glaubst du, es gibt mehr Menschen, die chronische Verweigerer sind oder ist es eher so, dass es mehr Menschen gibt, die wirklich sich überfordern? Was begegnet dir häufiger? 

Frank [00:26:56] Tendenziell würde ich erst mal so aus dem Bauch heraus sagen: Oftmals in dieser Leistungsgesellschaft ist es ja so, dass wir dazu geboren sind, Leistung zu bringen. Das ist ja auch okay, sage ich von der Seite des Leistungssportlers. Leistung lohnt sich. Leistung muss belohnt werden. Dann gibt es aber ein ganz anderes Lager, die grundsätzlich erst mal pessimistisch sind, die erst einmal das Negative sehen. Das sind dann tendenziell eher die Neinsager. Aber das sind nicht die, die man da oben als Leistungsträger kennt. Als Leistungsträger sind eher die da, die Probleme als solche annehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Es gibt keine Probleme, das sind Herausforderungen. 

Till [00:27:49] Sind dornige Chancen. 

Frank [00:27:50] Genau. Das kann man sich ja alles schönreden. Aber das sage ich auch öfter, man sieht keine Probleme, wo keine sind. Wir müssen erst mal gucken, wie können wir damit umgehen. Manche Sachen sind dann einfach so. Da müssen wir die akzeptieren und da müssen wir trotzdem das Beste draus machen. Nein sagen ist immer relativ einfach, weil Nein im Grunde genommen im Keim alles erstickt, was irgendwie wachsen könnte. Das ist eine ganz leichte Nummer. Ja zu sagen und das Unschaffbare möglich zu machen, daraus entstehen dann große Leistungen. Da muss man abwägen, bis zu welchem Grad kann ich das leisten und ab wann verschleiß ich mich so, dass ich darunter leide? Das ist individuell. Da muss man dann eben auch situativ gucken. Wo befinden wir uns gerade? Wie ist der Weg? Wie viel Puffer habe ich? Rückschläge findet keiner gut. Ich kann auch nicht sagen, jede Verletzung hat mich weitergebracht. Ich habe nicht einmal gejubelt, als ich verletzt war. 

Till [00:28:57] Nee, nee. 

Frank [00:28:59] Für den Moment ist es schlimm, wenn du dich da wieder rauszieht. Aber wenn du diese Fehler begehst und dann eine Lehre draus ziehst, kann es dich auch weiterbringen. 

Till [00:29:11] Super. Finde ich sehr schön, dass du auch den Punkt nochmal aufgebracht hast. Ganz grundsätzlich kann man schon sagen, vielleicht muss man auch erst gucken, was für ein Typ man ist, Nein sagen können, ist was Tolles. Aber es gibt auch Menschen, die definitiv zu oft Nein sagen und zu viele und zu unüberwindliche Barrieren sehen, wo es eigentlich nur ein Problem gibt, was man aus dem Weg räumen könnte. Da muss man auf jeden Fall ganz klar abwägen und ganz klar in sich hineinhorchen. Ich glaube, dieser Aspekt ist ungemein wichtig, wenn man vor einer Aufgabe steht, dass man sich ganz genau positioniert und sich die Situation genau anschaut und die eigenen Ressourcen. 

Frank [00:29:48] Total schwierig auch. Zwei Personen, zwei Meinungen, zwei Herangehensweisen und beide können erfolgreich sein,

Till [00:29:54] Nur dafür gibt es natürlich dann auch Hilfe. Dafür kann man sich im Worst Case oder bei schwierigen Fällen professionelle Hilfe holen. Das hast du selbst schon gesagt. Du hast auch mit einem Sportpsychologen gesprochen. Andere haben mir das eins zu eins bestätigt. Und ich kenne das aus vielen Fällen, sowohl im Privatleben als auch im Sportbereich, dass das extrem hilfreich sein kann, da noch mal einen externen Blick drauf zu haben. 

Frank [00:30:19] Ja. Man ist ja selber total verbohrt. Man hat so eine Vorstellung, Scheuklappen auf und hat gesagt: So geht’s, anders geht es nicht. Dann kommt einmal ein Schnipser oder eine externe Idee und dann: Oh ja, stimmt, eigentlich ganz einfach, wenn man das mal so beleuchtet. Wer redet, dem kann geholfen werden.

Till [00:30:41] Ich meine im Worst Case. Was soll passieren? Was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn sich eine andere Meinung einholt? Man kann denken, okay, es war verschwendete Zeit, aber wie oft passiert denn das wirklich? In der Regel nimmt man immer irgendwas mit. Insofern das ist schon nicht schlecht, gerade wenn man vor einer großen Aufgabe steht. 

Outro

Till [00:30:57] So. Ich bin mit meinen Fragen für heute so weit durch und ich bin auch zeitlich an meine Grenze gekommen, aber es hat mir wieder mega Spaß gemacht. Super viel Input von dir. Vielen vielen Dank auch für die wirklich coolen Einblicke, noch mal so persönliche Einblicke auch in deine Karriere und deine jetzigen Motive und Arbeitsweise. Das ist natürlich spannend, weil du ja jetzt ganz nah dran bist an den Themen, die wir gerade besprechen. Insofern schaut auch ruhig mal alle hier, die gerade zuhören in unsere Show Notes rein und auf die Seiten vom Frank. Da könnt ihr Vieles für euch mitnehmen. Danke, dass du da gewesen bist!

Frank [00:31:37] Ich danke dir. Hat Spaß gemacht!

Till [00:31:39] Ja, liebe Leute, was soll ich sagen? Es war mir eine helle Freude, wieder mit Frank zu sprechen und seiner Expertise zu lauschen. Eine Sache, die hier, glaube ich, jeder für sich mit rausnehmen kann, ist eben, dass das Thema Druck sehr individuell ist. Dass das Level an Druck, was man braucht, um zu performen, sehr individuell ist und dass sich auch die Strategien sehr stark unterscheiden können, mit denen man sein bestes Level erreicht. Vielleicht probierst du einfach mal das eine oder andere aus, was du heute erfahren hast und guckst, ob das für dich funktioniert und ob du damit gut fährst in Sachen Alltagsperformance, Fokus und vielleicht sogar sportlicher Performance. Dann kannst du ja gerne berichten, wenn du was für dich rausgefunden hast, kannst das gerne an uns senden, an Podcast@upfit.de oder bei uns kommentieren in unserer Story oder unserem Post auf Instagram zu diesem Podcast. Wenn du mehr über meinen Gast erfahren möchtest, schau bitte in die Shownotes rein. Du findest da viele interessante Informationen, paar Artikel über unseren Gast und von unserem Gast. Und insofern lass dich nicht lumpen und check mal aus, was der Frank Busemann sonst noch so macht. Ich würde sagen, wir hören uns in Bälde wieder, denn ich habe einen weiteren Gast, tatsächlich männlich Gast, nicht gegendert, in meinem Portfolio, den ich wieder eingeladen habe, für ein weiteres Gespräch. Darauf kannst du dich schon freuen. Es gibt also bald direkt wieder einen weiteren Podcast. Bis dahin, tschau!

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