Mikronährstoffe: Aufgaben, Gefahren, Funktionen

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Jeder hat sie schon einmal vor sich gehabt und doch sind sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen: Mikronährstoffe. Doch warum ist die ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen wichtig und welche Gefahren drohen bei Über- oder Unterversorgung?

Arten und Aufgaben unterschiedlicher Mikronährstoffe

Mikronährstoffe lassen sich einteilen in Mineralstoffe und Vitamine. Dabei haben sie in verschiedenen Konzentrationen essentiellen Charakter für den Körper. Als Strukturbestandteil unserer Knochensubstanz oder als Radikalfänger, sind sie für die Funktionsfähigkeit unseres Körpers unentbehrlich und schützen ihn zudem vor Krankheiten.

Funktionen der Mikronährstoffe

Mineralstoffe nehmen verschiedene Funktionen im Organismus wahr. So sind Calcium und Magnesium an der Mineralisierung der Knochensubstanz beteiligt. Zudem sorgt Calcium für das Verschließen von Wunden. Magnesium reguliert das Zusammenziehen und Erschlaffen der Muskulatur und ist an der Energiebereitstellung der Zellen beteiligt. Es geht mit der universellen Energiewährung des Organismus „ATP“ (Adenosintriphosphat) einen Komplex ein, wodurch dessen Verwertung möglich wird. Bei der Sauerstoffversorgung spielt Eisen eine zentrale Rolle. Im Blut ist dieses an „Hämoglobin“ gebunden und wird so zu den Zellen transportiert. Oft etwas stiefmütterlich behandelt, spielen auch Selen und Iod eine zentrale Rolle im Stoffwechsel. Beide lassen sich zum Beispiel in Fisch finden und sind mit Eisen essentiell für die Schilddrüsenfunktion.

Jod bzw. ionisiertes Speisesalz - eine aktivierende Kraft?

Ein Großteil der Deutschen deckt seinen Jodbedarf über „ionisiertes Speisesalz“, das bei einer täglichen Aufnahme von 5 g etwa 125 μg des Jod Bedarfs deckt. Jod wird in der Schilddrüse in das Schilddrüsenhormon „Thyroxin“ eingebaut. Die Schilddrüsenhormone stimulieren die Verbrennung von Eiweißen -, Fetten – und Kohlenhydraten und bedingen damit den Ruheenergieverbrauch. Zudem werden Spurenelementen wie Silber, Gold oder Lithium ein akzidenteller Charakter nachgesagt. Das heißt sie könnten weitere, bisher unbekannte Funktionen übernehmen, wenn sie in kleinster Konzentration vorliegen. Ein Zusammenhang zwischen Lithium und einer Therapie gegen Depressionen wird diskutiert, ist aber noch nicht wissenschaftlich bewiesen.

Wasserlösliche Vitamine - die Superversorger unter den Mikronährstoffen

Man unterscheidet wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören Vitamin A, D, E und K. Bekannt ist vor allem das wasserlösliche Vitamin C, dem besonders in der Erkältungssaison heilende Kräfte zugesprochen werden. Und es stimmt: neben dem körpereigenen Antioxidans „Glutathion“ und dem Vitamin E, ist Vitamin C an der antioxidativen Abwehr beteiligt. Während Vitamin E als fettlösliches Vitamin in der Zellmembran als Radikalfänger wirkt, hilft Vitamin C bei der Regenerierung von Vitamin E und wird wiederum von Glutathion regeneriert. Zusammen bilden sie ein wirksames Netzwerk gegen Radikale, die die DNA schädigen und im schlimmsten Fall zu Krebs führen könnten. Auch Folsäure, welche an der Zelldifferenzierung beteiligt ist, kann die Zellgesundheit fördern. Es kommt vor allem in Getreide und Blattgemüse vor und ist besonders wichtig für Schwangere. Eine gute Versorgung mit dem „Sonnenvitamin“ D ist entscheidend für eine ausreichende Knochenmineralisierung, da Vitamin D die aktive Absorption von Calcium fördert.

Gefahren der Überversorgung mit fettlöslichen Vitaminen

In höherer Konzentration sind fettlösliche Vitamine toxisch. Sie können, anders als wasserlösliche Vitamine, nicht durch den Harn ausgeschieden werden. Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören Vitamin A, D, E und K. Eine Überdosierung von Vitamin A, das für den Sehvorgang und die Genexpression essentiell ist, kann zu Schälreaktionen der Schleimhäute oder zu Fehlbildungen in der Schwangerschaft führen. Mineralstoffe wie Eisen oder Calcium können in zu hoher Konzentration zu Ablagerungen in den Organen führen und dadurch unter anderem Arteriosklerose begünstigen. Probleme können auch ein übermäßiger Konsum von Vitamin – und Mineralstoffpräparaten verursachen. Meist sind diese Präparate überdosiert und sollten nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Der vollwertige und abwechslungsreiche Ernährungsplan von Upfit hilft dir, den Bedarf an Mikronährstoffen zu decken.

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